iMac bei iFixit: Wechselbare CPU, viel Kleber und schlecht zu reparieren
Der von iFixit zerlegte iMac (Bild: iFixit)

iMac bei iFixit Wechselbare CPU, viel Kleber und schlecht zu reparieren

IFixit hat den neuen, flachen iMac von Apple zerlegt - was angesichts des verklebten Displays und der Kompaktbauweise nicht leicht war. Leicht zu reparieren ist der iMac nicht mehr, so das Fazit der Experten, die auf Klebeverbindungen stießen.

Anzeige

Zum Verkaufsstart des neuen iMac haben die Experten des US-Reparaturdienstes iFixit.com den Desktoprechner mit 21,5 Zoll großem Display auseinandergenommen und hinsichtlich der Reparaturmöglichkeiten ein negatives Fazit gezogen.

  • Der von iFixit zerlegte iMac mit 21,5 Zoll (Bild: ifixit.com)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
  • iMac (Bild: Apple)
Der von iFixit zerlegte iMac mit 21,5 Zoll (Bild: ifixit.com)

Apple hat bei seinem an den Rändern nur noch 5 mm dicken Desktoprechner Display-Deckglas und Display zu einer Einheit verbunden. Im Falle eines Schadens an der Frontscheibe muss deshalb die gesamte Einheit ausgetauscht werden, was sehr teuer wird. Im Gegensatz zum alten iMac sind die Komponenten zudem eingeklebt statt nur mit Magneten befestigt. Ohne Heißluftpistole lässt sich das Gehäuse überhaupt nicht öffnen. Beim Zusammenbau muss wieder geklebt werden - eine Horrorvorstellung für kleine Reparaturbetriebe, die bisher den iMac eigentlich recht gut instandsetzen konnten.

Zwei Festplatten passen nicht mehr hinein

Anstelle einer 3,5 Zoll großen Festplatte wird im iMac nun ein Notebookmodell (2,5 Zoll) eingebaut. Und im Gegensatz zu früher kann auch nur noch eine Festplatte eingebaut werden, hat iFixit festgestellt. Dennoch - viel Platz ist trotz der vielen Hardwarekomponenten im Gehäuse des 21,5-Zoll-Geräts immer noch vorhanden.

Der iMac kommt mit nur einem einzigen Lüfter aus, der offenbar die Luft über Schlitze am unteren Displayrand ansaugt und über Öffnungen an der Rückseite des flachen Geräts wieder abgibt. Der Prozessor und das RAM sind nicht eingelötet und lassen sich austauschen. Ein normaler Bastler dürfte sich jedoch kaum die Mühe machen, das Display mit einer Heißluftpistole vorsichtig abzulösen, das komplette Innenleben auseinanderzubauen, um an den Speicher und die CPU zu gelangen, zumal der Zusammenbau, den iFixit noch nicht beschrieben hat, wegen der Klebeverbindungen erhebliche Probleme bereiten dürfte.

Im Basismodell, das von den Profibastlern zerlegt wurde, arbeitet eine Festplatte von HGST/Western Digital. Ein erwähnenswertes Detail ist die Doppelmikrofonanordnung, deren winzige Öffnungen bei genauer Betrachtung am oberen hinteren Diplaybereich zu sehen sind. Damit können störende Nebengeräusche besser als mit einem einzelnen Mikrofon berücksichtigt werden, schreibt iFixit. Auch ein "Assembled in the USA"-Schild fiel den Bastlern auf. Wie weit Apple in den USA fertigt, ist daraus nicht ersichtlich.

Reparieren und Erweitern wird normalen Bastlern massiv erschwert

Insgesamt bewertet iFixit die Reparaturfreundlichkeit des iMac mit einer 3 auf einer Skala von 1 bis 10, wobei mit 10 die höchstmögliche Reparaturfreundlichkeit verbunden ist. Das ist ein deutlicher Abstieg gegenüber dem alten, dickeren Modell, das noch eine 7 erhielt. Generell ist bei Apples OSX-Produkten zu beobachten, dass die Reparaturfreundlichkeit durch die immer flachere Bauweise bedingt immer mehr sinkt. Zusammenhängende Display- und Deckgläser, festgelötetes RAM und fest verbaute Akkus bei den mobilen Geräten machen es schwer, selbst Hand anzulegen und die Geräte aufzurüsten oder gar zu reparieren.

Den iMac gibt es mit den Bildschirmgrößen 21,5 Zoll und 27 Zoll. Die kleinere Version mit Intels i5 und 2,7 GHz Taktfrequenz, einer Nvidia GT 640M sowie 1 TByte Festplatte kostet 1.349 Euro. Das große Modell wird mit einem 2,9 GHz Core i5, einer Nvidia GTX 660M und einer 1-TByte-Festplatte für 1.549 Euro ausgeliefert. Beide sind mit 8 GByte RAM ausgerüstet. Das Modell mit 3,2-GHz-i5 und Geforce GTX 675MX kostet 2.049 Euro. Der kleine iMac kam Ende November 2012 auf den Markt, während der große erst im Dezember erscheinen soll.


babbo2108 11. Dez 2012

Ich finde die unternehmenspolitik, die produkte und und den hype der um dieses...

Charles Marlow 06. Dez 2012

Ja, das ist eben Apple-Nostalgie. Das kannte ich noch von den PCs aus den 90er Jahren. ;)

zettifour 04. Dez 2012

Nein, bleibt sie nicht! Probiere es bitte nochmal: To move a file: Cmd-C and Cmd-Alt-V...

hifimacianer 04. Dez 2012

Also ich habe bei meinem MacBook schon mal den Lüfter und die WLAN-Karte selbst...

Raumzeitkrümmer 04. Dez 2012

Das würde auffallen, wenn ein erfolgreicher Anwalt keinen Apple Laptop benutzen würde...

Kommentieren



Anzeige

  1. ORACLE Datenbank Experte (m/w)
    Siemens AG, Nürnberg
  2. IT Customer Support Officer (m/w)
    FLO-CERT GmbH, Bonn
  3. Projektleiter CRM Online Kundenportal (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Raum Stuttgart
  4. Senior Service Manager für TFS-Services (m/w) bei der evosoft GmbH
    evosoft GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Angleichung

    Welche Onlineshops keine Gratis-Retouren mehr erlauben

  2. MIT Media Lab

    Bildschirm gleicht Sehfehler aus

  3. Leere Symbolik

    Greenwald lehnt aus Protest Aussage im NSA-Ausschuss ab

  4. Technisches Komitee

    Debian beharrt auf mehreren Init-Systemen

  5. Stellar

    Kostenlose Kryptowährung soll Kunden locken

  6. Brigadier

    Kyoceras Saphirglas-Smartphone kostet 400 US-Dollar

  7. ZeroVM

    Virtuelle Maschine für die Cloud

  8. CDN

    Apple aktiviert offenbar sein Content Delivery Network

  9. Test Sacred 3

    Schnetzeln im Team

  10. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel