Ilse Aigner: Verbraucherministerin fordert mehr Smartphone-Sicherheit
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Ilse Aigner Verbraucherministerin fordert mehr Smartphone-Sicherheit

Ilse Aigner bemängelt, dass bei Smartphones und Apps die Sicherheitsvorkehrungen oft vernachlässigt würden. Ein Viertel der Befragten würde deswegen kaum Apps herunterladen.

Anzeige

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat mehr Sicherheit von den Smartphone-Herstellern bei Hardware und Software gefordert. Es sei unverständlich, dass immer neue Geräte, Software und Anwendungen auf den Markt kämen, die Sicherheitsvorkehrungen aber hinterherhinkten. "Niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Auto ohne die neuesten Sicherheitsstandards auf den Markt zu bringen. Bei Smartphones und Apps ist dies leider noch nicht selbstverständlich", sagte Aigner am 24. Oktober 2012. "Bei der Transparenz, den Voreinstellungen und den Kontrollmöglichkeiten sehe ich noch großen Nachholbedarf."

Auf Dauer würden sich nur Internetangebote auf dem Markt behaupten können, bei denen die Nutzer auf die Sicherheit ihrer Daten vertrauen könnten, sagte Aigner.

Laut einer repräsentativen TNS-Emnid-Umfrage, die heute von der Arbeitsgruppe "Mobile Sicherheit" des Nationalen IT-Gipfels vorgelegt wurde, sind 28 Prozent der Bundesbürger im Besitz eines internetfähigen Smartphones. Viele Verbraucher laden danach bewusst keine Apps herunter, weil sie kein Vertrauen in deren Sicherheit haben.

Über die Hälfte der Smartphone-Besitzer nutzen demnach soziale Netzwerke (57 Prozent), Tools (55 Prozent) wie Whatsapp oder ortsgebundene Dienste (53 Prozent) für Navigation oder Taxibestellung. Auffällig wenig genutzt werden hingegen das Onlinebanking (15 Prozent) sowie das mobile Bezahlen mit dem Smartphone (neun Prozent). Auch Datenspeicherdienste, wie etwa Cloud-Lösungen auf dem Smartphone, werden mit 17 Prozent noch vergleichsweise wenig genutzt.

Das Smartphone als Türschlüssel würden nur 22 Prozent der Nutzer und als elektronische Geldbörse sogar nur elf Prozent der Befragten nutzen. Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) würde hingegen aus heutiger Sicht keinen der genannten Dienste in Anspruch nehmen.

Konstantin von Notz, Sprecher für Innen- und Netzpolitik bei den Grünen, erklärte: "Gegenwärtig ist Sicherheit für Unternehmen nur ein Faktor unter vielen. Die Sicherheitsstandards insbesondere in Bezug auf persönliche Daten wie Kontoverbindung, Telefonnummern, Netzwerke sind alles andere als ausreichend." Bei den derzeitigen Unsicherheiten könne nur jedem davon abgeraten werden, das Handy auch für Bankgeschäfte oder andere Bezahlmöglichkeiten zu nutzen. Von Aigner seien mehr als "warme Worte" gefragt. "Privacy by Design und präventiver Datenschutz müssen gesetzlich festgeschrieben und im Rahmen der EU-Datenschutzgrundverordnung verankert werden", forderte Notz.


Endwickler 25. Okt 2012

"Niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Auto ohne die neuesten...

Realist_X 25. Okt 2012

"Auf Dauer würden sich nur Internetangebote auf dem Markt behaupten können, bei denen die...

lugke84 25. Okt 2012

Aller Unfähigkeit von der lieben Frau Aigner zum trotz, sie hat schon grundsätzlich...

Sharra 25. Okt 2012

Und wenn dein Browser dann eine gravierende Lücke hat, geht gleich alles auf einmal vor...

cyzz 24. Okt 2012

....fordert von Politikern mehr seriosität. Beides ist Wunschdenken.

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler (m/w) Embedded Systems
    Gebrüder Frei GmbH & Co., Albstadt
  2. Inhouse Consultant (m/w) SAP SD
    Endress+Hauser InfoServe GmbH+Co. KG, Weil am Rhein
  3. Senior UX/UI Designer für Web & Mobile Apps (m/w)
    24-7 Entertainment GmbH, Berlin
  4. Professional Services Consultant (m/w)
    NetApp Deutschland GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spiele-API

    DirectX-11 wird parallel zu DirectX-12 weiterentwickelt

  2. Streaming-Box

    Netflix noch im Herbst für Amazons Fire TV

  3. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  4. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  5. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  6. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  7. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  8. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  9. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  10. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Streaming-Box im Kurztest: Fire TV läuft jetzt mit deutschen Amazon-Konten
Streaming-Box im Kurztest
Fire TV läuft jetzt mit deutschen Amazon-Konten
  1. Buchpreisbindung Buchhandel erzwingt höheren Preis bei Amazon
  2. Amazon-Tablet Neues Fire HD mit 6 Zoll für 100 Euro
  3. Online-Handel Bei externen Händlern mit Amazon-Konto einkaufen

Imsi-Catcher: Catch me if you can
Imsi-Catcher
Catch me if you can
  1. Spy Files 4 Wikileaks veröffentlicht Spionagesoftware von Finfisher
  2. Spiegel-Bericht BND hört Nato-Partner Türkei und US-Außenminister ab
  3. Bundestrojaner Software zu Online-Durchsuchung einsatzbereit

Test Hyrule Warriors: Gedrücke und Gestöhne mit Zelda
Test Hyrule Warriors
Gedrücke und Gestöhne mit Zelda
  1. Mario Kart 8 Rennen mit Link und Prinzessin Peach
  2. Nintendo Streit um Smartphone-Spiele und das Internet

    •  / 
    Zum Artikel