IEEE: In 25 Jahren könnten MAC-Adressen knapp werden
(Bild: Kacper Pempel/Reuters)

IEEE In 25 Jahren könnten MAC-Adressen knapp werden

Die gegenwärtige Umstellung auf IPv6 löst ein Problem der Netzwerktechnik nicht: Die meist an Hardware gebundenen MAC-Adressen könnten bald knapp werden. Ein Gremium der IEEE sucht nun nach Lösungen.

Anzeige

Auf einer Konferenz der Internet Engineering Task Force (IETF) hat Glenn Parsons erneut darauf hingewiesen (PDF), dass die MAC-Adressen bald knapp werden könnten. Parsons war bis vor kurzem noch der Leiter des IEEE-RAC, das diese Adressen vergibt.

Beim RAC müssen Unternehmen, die Netzwerkgeräte anbieten, die Adressen kaufen. Durch diese zentrale Vergabestelle ist sichergestellt, dass es wie bei einer Telefonnummer jede Adresse nur einmal gibt. Diese wird in der Hardware gespeichert, lässt sich aber im Betrieb bei vielen Geräten auch ändern - dennoch haben diese Komponenten nach einem Neustart wieder eine eindeutige MAC-Adresse.

  • Stand Mitte 2012: In 26 Jahren werden MAC-Adressen knapp.(Folien: IEEE)
  •  
  •  
Stand Mitte 2012: In 26 Jahren werden MAC-Adressen knapp.(Folien: IEEE)

Über die Adresse werden in einem Netzwerksegment, das beispielsweise auf Ethernet oder WLAN basieren kann, Pakete den Geräten zugeordnet. Die MAC-Adresse befindet sich damit eine Protokollebene unter einer IP-Adresse, denn IPs werden in einem lokalen Netz in der Regel dynamisch vergeben. Wechselt ein Gerät seine IP, so weiß der Router anhand der MAC-Adresse immer noch, wohin Datenpakete gelangen sollen.

Damit ist diese Adresse ein zentraler Bestandteil von moderner Netzwerkarchitektur. Da Nutzer aber immer mehr Geräte wie Smartphones und Tablets besitzen, werden auch immer mehr MAC-Adressen benötigt. Glenn Parsons geht davon aus, dass der Vorrat bei dem anhaltenden Wachstum der letzten Jahre bereits in 25 Jahren aufgebraucht ist.

Umstrukturierung der Herstellerkennungen

Das erstaunt auf den ersten Blick, ist doch eine MAC-Adresse 48 Bit lang. Die Hälfte davon wird aber bereits für die Kennung des Herstellers als Organizationally Unique Identifier (OUI) belegt. Somit verbleiben aus den restlichen 24 Bit, EUI genannt, nur noch 16,8 Millionen Geräte-IDs. Da aber, so Glenn Parsons, manche Hersteller pro Monat schon 32 Millionen MAC-Adressen brauchen, sind für diese Firmen mehrere OUIs zwingend nötig. Insgesamt wurden bisher über 260 Milliarden MAC-Adressen vergeben, wie aus einer Präsentation (PDF) von Parsons aus dem Juli 2012 hervorgeht.

Der Ingenieur schlägt zur Lösung des Problems mehrere Wege vor, keiner davon ist bisher beschlossen - vielmehr will das IEEE-Gremium Feedback von den Geräteherstellern einholen. Der einfachste Weg wäre, die MAC-Adresse insgesamt zu verlängern. 64 Bit wären mit IPv6 noch möglich, aber 128 Bit könnten neue Probleme schaffen - IPv6 erwartet eine höchstens 64 Bit lange MAC-Adresse.

Ein anderer Weg wäre es, die OUI so weit zu kürzen, dass für die EUI mehr Platz bleibt - 36 Bit sollen so möglich werden. Dadurch ergäben sich Parsons zufolge nur für wenige Unternehmen Schwierigkeiten, die gesondert behandelt werden sollen: Innerhalb einer OUI soll es fortlaufende EUIs geben, was bisher nicht der Fall ist. Auch Hersteller von Software für virtuelle Maschinen sollen pro Unternehmen nur noch eine OUI erhalten. Das schränkt zwar auf 16,8 Millionen MAC-Adressen ein, soll aber nur eine Übergangslösung sein.


FaLLoC 25. Mär 2013

Dann müsste man jetzt den Ethernet-Standard ändern. Und dann kann man anstelle von...

robinx999 18. Mär 2013

Innerhalb eines Hosts eindeutig da die Virutellen maschinen darauf achten, dass ihre VMs...

robinx999 18. Mär 2013

Reicht ein Lokales Problem nicht? Wenn das neue TV gerät nicht im Netzwerk funktioniert...

robinx999 18. Mär 2013

Virtuelle Maschienen verteilen die Mac adressen zufällig vondaher besteht da immer die...

robinx999 18. Mär 2013

Bei einer ja da ist die wahrscheinlichkeit gering. Aber da in zukunft alles mögliche...

Kommentieren


Sebastian's Blog / 18. Mär 2013

Nach IPv4- gehen nun auch MAC-Adressen zur Neige



Anzeige

  1. Systemingenieur/in für technisch-logistischen Luftfahrtbereich
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. Leiter IT (CIO) (m/w)
    MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH, Hettstedt bei Halle (Saale)
  3. Projektleiter (m/w)
    Medizinischer Dienst der Krankenversicherung in Bayern, München
  4. Softwareentwickler Feldgeräteintegration (m/w)
    Festo AG & Co. KG, Denkendorf bei Stuttgart

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Sandisk 16-GB-USB-3.0-Stick
    8,94€
  2. NEU: Bis zu 60 € Cashback von MSI
    (2 Produkte müssen gekauft werden - Mainboard + Grafikkarte)
  3. NEU: Canon Lens-Cashback-Aktion
    bis zu 200,00€ zurück

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Lenovo Yoga Tab 3 Pro

    10-Zoll-Tablet mit eingebautem 70-Zoll-Projektor

  2. Smartwatches

    Motorola stellt neue Moto 360 und Moto 360 Sport vor

  3. Umfrage

    Jeder vierte Nutzer hat Probleme beim Streaming

  4. Asus GX700

    Übertakter-Notebook läuft mit WaKü und geheimer Nvidia-GPU

  5. Testlauf

    Techniker Krankenkasse zahlt Ärzten Online-Videosprechstunde

  6. Mate S im Hands On

    Huawei präsentiert Smartphone mit Force-Touch-Display

  7. Smartwatch

    Huawei Watch kostet so viel wie Apple Watch

  8. Sonys Xperia-Z5-Modellreihe im Hands on

    Das erste Smartphone mit 4K-Display

  9. Für unterwegs und Homeoffice

    Telekom bietet den neuen Service "One Number"

  10. Copyrightstreit um Happy Birthday

    Kinderlieder gegen Time Warner



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Primove in der Hauptstadt: Berlin hat wieder eine E-Bus-Linie
Primove in der Hauptstadt
Berlin hat wieder eine E-Bus-Linie
  1. Berliner Verkehrsbetriebe Update legt elektronischen Echtzeit-Fahrplan tagelang lahm
  2. Bombardier Primove Eine E-Busfahrt, die ist lustig
  3. Bombardier Primove Erste Tests mit Induktionsbussen in Berlin

Digiskopie ausprobiert: Ich schau dir in die Augen, Wildes!
Digiskopie ausprobiert
Ich schau dir in die Augen, Wildes!
  1. Modulo Neue Kamera belichtet nie über
  2. Obstruction-Free Photography Algorithmus entfernt störende Elemente aus Fotos
  3. Flir One Hochauflösende Wärmebildkamera für iOS und Android

Snowden-Dokumente: Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
Snowden-Dokumente
Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
  1. Macbooks IBM wechselt vom Lenovo Thinkpad zum Mac
  2. Liske Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus
  3. IuK-Kommission Das Protokoll des Bundestags-Hacks

  1. Re: "Pur"

    elf | 23:34

  2. Re: Fail!

    iVeit | 23:33

  3. Re: SD 810 und 4K Display

    Tzven | 23:29

  4. Re: Captchas eingeführt?

    BLi8819 | 23:29

  5. Re: versteh ich nicht

    andi_lala | 23:22


  1. 22:20

  2. 21:45

  3. 21:17

  4. 18:20

  5. 17:49

  6. 17:43

  7. 17:24

  8. 16:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel