IEEE Datenvolumen im Internet verdoppelt sich alle zwei Jahre

Bis zum Jahr 2015 wird im Internet die genutzte Bandbreite zehnmal so hoch sein wie noch 2010. Das ergab eine Studie der IEEE. Um dieses Datenvolumen noch zu bewältigen, sollen recht schnell Standards für Ethernet-Verbindungen mit 400 Gigabit und 1 TBit/s geschaffen werden.

Anzeige

Das internationale Normierungsgremium IEEE hat eine aktuelle Studie zur Entwicklung des im Internet übertragenen Datenvolumens veröffentlicht. Der Name des Papiers (PDF), "Industry Connections Ethernet Bandwidth Assessment", macht schon klar, bei welchen Netzteilnehmern die Messungen vorgenommen wurden: bei Providern, Knotenpunkten des Internets, Finanzdienstleitern und Wissenschaftlern. Deren Datenverkehr bezeichnet die Arbeitsgruppe HSSG der IEEE, von der die Studie erstellt wurde, als das "core networking".

  • Dieses 'core networking' verzehnfacht sich von 2010 bis 2015. (Bild: IEEE)
  • 10GBe hat sich längst durchgesetzt. (Bild: IEEE)
  • Auch bei Storage-Systemen bleibt Ethernet wichtig. (Bild: IEEE)
  • Diese Regionen und Anwendungen fordern immer mehr Bandbreite. (Bild: IEEE)
Dieses 'core networking' verzehnfacht sich von 2010 bis 2015. (Bild: IEEE)

Auf Grundlage der Entwicklung, die der Datenverkehr seit dem Jahr 2007 genommen hat - damals wurde die letzte derartige Studie der HSSG veröffentlicht -, prognostiziert die Arbeitsgruppe, dass sich das Volumen in etwa alle 18 Monate verdoppeln wird. Im Jahr 2015 muss die Kerninfrastruktur des Internets damit schon zehnmal so viele Daten wie 2010 bewältigen, und im Jahr 2020 soll der Verkehr 100-mal so groß sein wie zehn Jahre zuvor.

Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Faktoren: Zum einen gibt es zahlreiche neue Anwendungen wie Fernsehen per Internet (IPTV) und Konsolenspiele, die viele Daten übertragen. Zum anderen erhöht sich auch die Bandbreite bei privat genutzten Internetzugängen. Dabei steigert sich die Bandbreite besonders im asiatisch-pazifischen Raum schneller als in Nordamerika oder Westeuropa. Da über vier Milliarden Menschen in Asien leben, steigt dort der Bedarf nach einem höheren Datenvolumen zudem besonders schnell an.

Für die IEEE sind solche Studien wichtig, weil das Gremium den Ethernet-Standard 803.3 entwickelt. Dafür gilt es, früh den Bedarf festzustellen. Auch wenn es, beispielsweise bei Supercomputern, schnellere Verbindungen zwischen Rechnern über kurze Distanzen gibt, ist Ethernet noch immer die am häufigsten auch in der Telekommunikation in Rechenzentren eingesetzte Verkabelung.

Terabit-Ethernet bis 2015 

Fagballs 24. Aug 2012

Hab lauter Medienwechsel bei mir in der Wohnung und auch nur ein 502.11g WLAN. Für einen...

yeti 21. Aug 2012

Anstatt jeden Video-on-Demand-Stream für jeden Zuschauer separat über das Backbone zu...

cry88 21. Aug 2012

Glaub ich weniger. zumindestens im privatbereich wird es selten genutzt auch wenn die...

moppi 21. Aug 2012

hast du schon mal einen DSLAM gesehen ?

clulfdp 21. Aug 2012

Mit effizienteren Modulationsverfahren müsste das schon drin sein. Die Elektronik-Nerds...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  4. JAVA, JEE Entwickler (m/w)
    IT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel