ICS-Cert Malware dringt über USB-Sticks in zwei Kraftwerke ein

In zwei Fällen wurden Steuerungssysteme von Kraftwerken in den USA mit gefährlicher Malware verseucht. Die Schadsoftware kam jeweils per USB-Stick.

Anzeige

Zwei Kraftwerke in den USA wurden mit Schadsoftware von USB-Sticks verseucht. Das berichtet das Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team (ICS-Cert), das zum US-Heimatschutzministerium gehört.

Das ICS-Cert musste in einem Kraftwerk Hilfe leisten, wo "einfache und hochentwickelte Angreifersoftware im Kontrollsystem gefunden wurde". Die Malware wurde entdeckt, als ein Kraftwerksmitarbeiter die IT-Abteilung um Unterstützung bat, weil ein USB-Stick, auf dem routinemäßig Einstellungen des Steuerungssystems gesichert wurden, nicht richtig funktionierte.

Ein Mitarbeiter der IT-Abteilung überprüfte den USB-Stick an einem Computer, dessen Virenschutz daraufhin dreimal Alarm schlug. Eine der gefundenen Malware war hochentwickelt. Das ICS-Cert machte Images der Festplatten der Workstations, an denen der USB-Speicher verwandt wurde, und fand auf zwei Rechnern Schadsoftware, die für den Betrieb des Kraftwerks gefährlich war. Backups der Software auf den Workstations existierten nicht, kritisierte das ICS-Cert.

Der zweite Vorfall ereignete sich im Oktober 2012 im Kontrollsystem der Turbine eines anderen Kraftwerks. Hier hatte der Techniker einer Servicefirma mit einem USB-Stick rund zehn Computer im Netzwerk mit Crimeware verseucht. Der Datenträger wurde eingesetzt, um Updates auf die Systeme zu spielen. Die befallenen Rechner mussten abgeschaltet werden. Damit verzögerte sich der Neustart des Kraftwerks um rund drei Wochen.

Das ICS-Cert lehnte aus Sicherheitsgründen Angaben zum Ort und Typ der Kraftwerke ab.

Der IT-Sicherheitsexperte Justin W. Clarke von Cylance sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass viele kritische Infrastruktursteuerungen noch unter Windows XP und Windows 2000 laufen, auf denen die Auto-Run-Funktionen für externe Datenträger aktiv seien.


Gozilla 19. Jan 2013

Das geht sehr wohl. Auch eine alte W2K Kiste kann man so einrichten das nicht jeder...

yeti 19. Jan 2013

Hoffentlich verschwindet OPC COM/DCOM bald. OPC XML-DA und OPC UA sind dann ja wenigstens...

borg 19. Jan 2013

Das gilt für Leute die was von Linux verstehen, nicht aber für jene, die die...

Drag_and_Drop 18. Jan 2013

^^ Eigentlich meinte ich: "BLACKOUT - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg http://www...

s1ou 18. Jan 2013

Liegt doch wohl ehr daran das "Kernkraftwerkssteuerung 2004 Gold Edition" nur und...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant (m/w) IT-Sicherheit
    T-Systems Multimedia Solutions GmbH, verschiedene Standorte
  2. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. IT-System-Operator/in
    Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Karlsruhe
  4. Fachinformatiker (m/w) Systemintegration
    alstria office REIT-AG, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  2. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  3. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  4. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  5. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  6. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  7. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  8. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  9. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  10. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel