ICOA: Googles Übernahme von WLAN-Provider war eine Falschmeldung
Die Übernahme von ICOA durch Google war frei erfunden. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

ICOA Googles Übernahme von WLAN-Provider war eine Falschmeldung

Zahlreiche Websites berichteten über das Unternehmen ICOA, das von Google angeblich für 400 Millionen US-Dollar übernommen wurde. Nun stellte sich heraus, dass dahinter vermutlich eine Kursmanipulation steckte, die Millionen eingebracht haben könnte.

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Über die Website PRweb.com wurde eine Meldung verbreitet, nach der Google den WLAN-Provider ICOA für 400 Millionen US-Dollar übernommen habe. Was aussah wie ein typisches Geschäft, entpuppte sich nun als geschickte Manipulation. Das angeblich übernommene Unternehmen klärte jetzt auf, dass es keineswegs von Google gekauft wurde. Schuld an der Misere sei nur die Presseveröffentlichung, die den Kurs des börsennotierten Unternehmens ICOA explodieren ließ.

Im Meldungsanfang hieß es wortwörtlich: "Google has announced its acquisition of ICOA Inc. A provider of Wi-Fi to high traffic public locations." Der Rest der Pressemitteilung beinhaltet zudem Rechtschreibfehler. Sie wurde auch nicht auf den Seiten von Google oder ICOA veröffentlicht.

Google-Mitarbeiter sagten dem Blog des Wall Street Journals, All Things D, dass die Meldung zur Übernahme nicht stimme. Doch da hatten es schon zahlreiche Tech-Websites gemeldet. Dem Wall Street Journal schrieb der Finanzchef von ICOA, Erwin Vahlsing Jr., ebenfalls, dass es sich um eine Falschmeldung handele. In dieser Richtung äußerte sich auch George Strouthopoulos, der Chef des Unternehmens. Er schrieb der Website Cnet, dass sein Unternehmen niemals in Übernahmeverhandlungen gestanden habe.

Der Grund für das Absetzen der Meldung über Prweb.com könne eine gezielte Kursmanipulation sein, schreibt die Website Buzzfeed. Der Pennystock notierte vor der Meldung bei 0,0001 US-Dollar pro Aktie. In der Spitze erreichte der Kurs nach der Meldung jedoch rund 0,0004 US-Dollar. Wer vorher viele Aktien hielt und sie in der allgemeinen Aufregung verkaufen konnte, hat durchaus ein kleines Vermögen machen können.

Börsenmanipulationen sind strafbewehrt, selbst wenn es sich dabei nur um einen Spaß gehandelt haben sollte.

Nachtrag vom 26. November 2012, 23:58 Uhr

PRWeb.com hat einen Identitätsdiebstahl als Grund für die Veröffentlichung der Falschmeldung genannt. Das Unternehmen prüfe jede Meldung, die es verbreite. Diesmal hätten die Sicherungen jedoch versagt. Der Fall sei nun den Behörden übergeben worden, teilte PRweb.com mit.


cranus 27. Nov 2012

Wenn wir die Schulden die Deutschland hat nicht anerkennen, verlieren wir Geld. Warum...

cyzz 27. Nov 2012

Rechtschreibfehler als Indikator? muahhahaha, jetzt kann ich mit einem Lächeln auf die...

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