Abo
  • Services:
Anzeige
iPhone und Apple Watch
iPhone und Apple Watch (Bild: Philippe Merle/AFP/Getty Images)

IBM: Watson wertet Daten von Apple-Nutzern aus

iPhone und Apple Watch
iPhone und Apple Watch (Bild: Philippe Merle/AFP/Getty Images)

IBM will mit seinem selbst lernenden Computersystem Watson die Gesundheitsdaten von iPhone- und Apple-Watch-Nutzern analysieren - und die Ergebnisse Dritten anbieten.

Anzeige

Aus dem einstigen elektronischen Jeopardy-Gewinner wird ein Analysewerkzeug für die Daten von Millionen Apple-Kunden: IBM will mit seiner Watson-Technologie jene Daten auswerten, die iPhone- und Apple-Watch-Nutzer über spezielle Apps rund ums körperliche Wohlbefinden sammeln. Das hat IBM am Montagabend bekanntgegeben.

Apple hatte im März seine neue Open-Source-Plattform Research Kit vorgestellt, auf deren Basis Forschungseinrichtungen und Uni-Kliniken eigene Apps entwickeln können, um letztlich verschiedene Daten zu Fitness und Gesundheit für ihre Studien zu erheben. Der Vorteil für die Anbieter: Sie bekommen im besten Fall Daten von Hunderttausenden Nutzern, für viel weniger Geld, als die klassische Suche nach Probanden kosten würde. Der Vorteil für die Nutzer: Sie bekommen Anwendungen von angesehenen medizinischen Einrichtungen, mit denen sie ihren Gesundheits- oder Fitnesszustand testen und überwachen können.

Apple hat noch eine weitere Gesundheitsplattform namens HealthKit. Sie richtet sich an die Anbieter kommerzieller Fitnesstracker und -Apps. Vereinfacht gesagt führt sie deren Daten auf dem iPhone zusammen.

IBM will die Daten von beiden Plattformen künftig in großem Stil in seiner Cloud sammeln, auswerten und die Ergebnisse verschiedenen Forschungseinrichtungen oder Kliniken anbieten. "Wir wollen das analytische Gehirn hinter HealthKit und Research Kit sein", sagte IBM-Manager John E. Kelly der New York Times. Apple-Nutzer müssten ihre Daten dazu über eine IBM-App freigeben. Kelly sagte, die Daten würden "typischerweise anonymisiert".

Muster erkennen, Behandlungskosten senken

Michael Rhodin von IBM sagte der Financial Times: "Die Generation Apple Watch interessiert sich für Daten-Philanthropie. Viele von ihnen haben miterlebt, wie Eltern oder Verwandte von Krankheiten niedergestreckt wurden. Warum sollten sie Wissenschaftlern nicht helfen wollen?"

Von Watson, bekanntgeworden als wohnzimmergroßer Supercomputer, der im Jahr 2011 zwei menschliche Champions der Quizshow Jeopardy besiegte, gibt es heute viele (physisch wesentlich kleinere) Versionen für verschiedene Einsatzzwecke, zum Beispiel im Finanzwesen. IBM setzt die selbst lernende Technik schon seit Längerem in der Gesundheitsforschung ein, bisher jedoch vor allem in einzelnen Krankenhäusern.

Nicht nur Apple wird auf Watson vertrauen: Der Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson etwa will ein Coaching-System von IBM haben, das Patienten auf Rücken-Operationen oder den Einsatz künstlicher Gelenke vorbereitet und ihnen anschließend hilft, die richtigen Übungen zur Rehabilitation durchzuführen. Der Medizintechnik-Hersteller Medtronic wiederum will die Watson-Analysen für smarte Insulinpumpen verwenden, die ihren Nutzern immer genau die richtige Dosis verabreichen.

Generell will IBM mit Watson künftig Muster in großen Mengen medizinischer Daten erkennen und helfen, Behandlungen individuell anzupassen, um Kosten zu senken. Davon profitieren sollen Ärzte, Forscher, Versicherungen und Patienten gleichermaßen.

IBM wird deshalb eine eigene Firma in Boston mit 2.000 Mitarbeitern gründen: Watson Health. Zudem hat IBM die Unternehmen Explorys und Phytel gekauft, die sich auf die Auswertung von Patientendaten spezialisiert haben.


eye home zur Startseite
Peter Brülls 15. Apr 2015

Nein, ist sie nicht. Aus Assembler auf äquivalenten Quellcode zu kommen ist leichter...

Orthos 15. Apr 2015

Ihr Großvater hatte einen Herzinfarkt? Dann muss ich ihren Versicherungssatz leider auf...

Bill Carson 15. Apr 2015

"Die Generation Apple Watch interessiert sich für Daten-Philanthropie." Woher kommt...

Djinto 15. Apr 2015

So verstehe ich das auch. Zumindest werden die Schrittzählerdaten übertragen wenn keine...

triplekiller 14. Apr 2015

Wer sich mit diversen Wissenschaften, wie der Wirtschaft, der Medizin, etc. auskennt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bilfinger GreyLogix GmbH, Augsburg
  2. Porsche AG, Weissach
  3. über Robert Half Technology, Hamburg
  4. Zurich Gruppe Deutschland, Köln


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Xbox One Special Edition Controller je 37,00€, Game of...
  2. für je 11,99€
  3. 22,46€

Folgen Sie uns
       


  1. Videostreaming

    Twitch Premium wird Teil von Amazon Prime

  2. Dark Souls & Co.

    Tausende Tode vor Tausenden von Zuschauern

  3. Die Woche im Video

    Grüne Welle und grüne Männchen

  4. Systemd.conf 2016

    Pläne für portable Systemdienste und neue Kernel-IPC

  5. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  6. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  7. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  8. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  9. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  10. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Microsoft: Das bringt Windows Server 2016
Microsoft
Das bringt Windows Server 2016
  1. Microsoft Windows Server 2016 wird im September fertig

Soziale Netzwerke: Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
Soziale Netzwerke
Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
  1. iOS 10 und WatchOS 3.0 Apple bringt geschwätzige Tastatur-App zum Schweigen
  2. Rio 2016 Fancybear veröffentlicht medizinische Daten von US-Sportlern
  3. Datenbanksoftware Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

  1. Re: endlich wird's den deutschen autobauern mal...

    Luke321 | 12:03

  2. Re: Ein Beispiel woraus man lernen könnte

    glasen77 | 11:52

  3. Re: Blaues Licht? - Wohl kaum.

    jhp | 11:48

  4. Re: 100 PS und 500 km Reichweite wären völlig...

    Neutrinoseuche | 11:37

  5. In Deutschland bald 250 MBit/s, in Bamberg jetzt...

    jouleian | 11:37


  1. 11:45

  2. 11:04

  3. 09:02

  4. 08:01

  5. 19:24

  6. 19:05

  7. 18:25

  8. 17:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel