HTTP/2.0 Facebook, Twitter und Akamai unterstützen SPDY

Googles HTTP-Nachfolger SPDY bekommt weitere prominente Unterstützer: Facebook, Twitter und Akamai unterstützen das von Google entwickelte Protokoll, wollen es aber weiter verbessern. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass SPDY die Grundlage für HTTP/2.0 wird.

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Facebook will sich aktiv an der Entwicklung von HTTP/2.0 beteiligen. Das hat Facebook-Entwickler Doug Beaver in der Mailingliste der zuständigen IETF-Arbeitsgruppe angekündigt. Dabei unterstützt Facebook das von Google entwickelte Protokoll SPDY in Version 2 und erhofft sich dank der bereits vorhandenen Browserunterstützung durch Chrome und Firefox direkte Verbesserungen, sobald Facebooks eigene SPDY-Implementierung fertig ist. Das aber soll nicht mehr lange dauern, denn die Arbeiten sind fast abgeschlossen.

Facebook erwartet, dass der HTTP-Nachfolger es ermöglicht, schnellere und sicherere Webdienste zur Verfügung zu stellen. Dazu sollte HTTP/2.0 Multiplexing und eine grundsätzliche Verschlüsselung vorsehen, ohne zusätzliche Latenz genutzt werden können, eine Flusskontrolle je Request und Server Push unterstützen. Nicht alle diese Voraussetzungen erfüllt SPDY, weshalb Facebook auf die Weiterentwicklung des Protokolls setzt, sich daran aber beteiligen will.

So plädiert Facebook dafür, TLS zur Verschlüsselung zu nutzen und die Verwendung von HTTP/2.0 in der TLS-NPN-Erweiterung zu kommunizieren und nicht im Upgrade-Header von HTTP/1.1, da dies zu unnötige Verzögerungen führe.

Beim Thema Server-Push setzt Facebook bislang auf Long-Polling, da der Ansatz mit vielen Browsern kompatibel ist. Ideal sei diese Lösung aber nicht, weshalb Facebook dafür plädiere, einen standardisierten Server-Push-Mechnanismus für HTTP/2.0 zu entwickeln. Um auch Chats damit realisieren zu können, sollte dieser Mechanismus ohne Verzögerungen arbeiten.

Facebook hält SPDY derzeit für den besten Vorschlag

Von den derzeit vorliegenden Vorschlägen erfüllt SPDY diese Ansprüche aus Sicht von Facebook am besten, weshalb Facebook SPDY demnächst einsetzen will, sowohl zur Kommunikation mit Nutzern als auch zur Vernetzung seiner Webserver untereinander. Zwar schreibt SPDY keine Verschlüsselung vor, die bestehenden Implementierungen setzten es aber auf Basis von TLS um, so dass die Kommunikation grundsätzlich verschlüsselt wird.

Zudem spricht die Unterstützung durch Chrome und Firefox für SPDY, da es dadurch schon jetzt von vielen Nutzern verwendet werden kann. Microsofts Vorschlag HTTP Speed+Mobility will Facebook hingegen nicht umsetzen, da hier die Verschlüsselung und Server Push fehlen und Abfragen unnötig verzögert werden.
Auch das unter Beteiligung vom Varnish Cache Project vorgeschlagene Network-Friendly HTTP Upgrade lehnt Facebook als HTTP-Nachfolger ab. Es sei unvollständig und es gebe keine Client-Implementierungen.

Twitter setzt SPDY bereits ein

Auch Twitter favorisiert SPDY und setzt es bereits ein. Seine Implementierungen für SPDY v2 und v3 hat Twitter derweil als Open Source veröffentlicht.

Dabei stellt Twitter vor allem zwei Aspekte in den Mittelpunkt: Multiplexing und Verschlüsselung. Beide sehe Twitter durch SPDY abgedeckt, wünsche sich aber in Sachen Verschlüsselung noch Verbesserungen, schreibt Twitter-Entwickler Jeff Pinner.

SPDY beseitigt nicht alle Probleme 

chrulri 19. Jul 2012

Aber wenn er dann die Hälfte doppelt hat, hat er immer noch nicht alles :-(

chrulri 19. Jul 2012

Man muss nicht Programmieren können um zu verstehen was ein Protokoll und was ein Dienst...

DASPRiD 17. Jul 2012

Wieso muss es umbedingt Server Push sein, wenn WebSockets bereits verbreiteter sind?

dabbes 17. Jul 2012

Klar gibts die, was glaubst du wohl warum da nix voran geht und google die Schnautze voll...

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