HTC One X im Test: Heißes Teil
HTC hat mit dem One X sein erstes Smartphone mit Vierkernprozessor veröffentlicht. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Gorilla-Glas und NFC-Chip

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Unter einer Abdeckung aus Gorilla-Glas von Corning liegt das 4,7 Zoll große Display, das eine Auflösung von 720 x 1.280 Pixeln hat. Beim Display handelt es sich um ein Super-LCD2-Display, das eigentlich ein IPS-Display ist, wie HTC bestätigte. Die Farben wirken kontrastreich und nicht so übertrieben knallig wie beim Galaxy S2. Bei direktem Sonnenlicht ist das Display gut lesbar, allerdings funktioniert der Helligkeitssensor etwas träge. Das Umschalten zwischen Hoch- und Querformat hingegen funktioniert gut. Der Tegra-3-Chipsatz liefert auch eine überdurchschnittliche Grafikleistung, der Nenamark-Benchmark hat 47,5 Frames pro Sekunde gemessen, fast doppelt so viel wie auf Samsungs Galaxy Nexus.

Unter dem Bildschirm prangen die von Gingerbread-Geräten gewohnten Hardwaretasten, allerdings ohne die Optionstaste. Eigentlich sollte damit der gesamte Bildschirm von Applikationen genutzt werden können, aber die Schaltfläche für die Optionen ist als Softwaretaste umgesetzt und macht den unter Android 4 üblichen Balken am unteren Rand der Anwendungen notwendig, auf dem sonst auch die Bildschirmtasten liegen. Damit reduziert sich der Bildschirminhalt auf 720 x 1.184 Bildpunkte in zahlreichen Applikationen, deren Entwickler die Optionstasten noch nicht in den oberen Teil der Anwendung versetzt haben.

Dazu sagte HTC-Executive-Director André Lönne: "Es ist durchaus möglich, mit Ice Cream Sandwich auf Hardkeys zu verzichten. Zu den Hardkeys zählen übrigens auch die Sensortasten auf den HTC One-Geräten. Allerdings sehen wir darin einen Nachteil für den Nutzer: Erstens rückt damit das Display weiter nach unten, was sich sehr ungünstig auf die Usability auswirkt. Zweitens kann ein großer Teil des Displays durch die Verwendung von starren Tasten nicht optimal genutzt werden."

Dualband-WLAN

Die Netzwerkausstattung ist überdurchschnittlich: Neben dem üblichen HSPA-Modul besitzt das HTC One X auch einen WLAN-Chip, der sich nach 802.11 a/b/g/n mit dem Internet verbindet und somit auch im 5-GHz-Bereich funkt. Ferner kann das HTC One X über NFC kommunizieren. Bluetooth beherrscht das HTC One X in Version 4.0. Das Smartphone lässt sich auch als WLAN-Hotspot nutzen. Damit fehlt dem Gerät lediglich ein LTE-Modul. Auf dem US-Markt gibt es das HTC One X zwar mit LTE, allerdings nutzt es dort andere Frequenzen als hierzulande und wird darüber hinaus mit einem Zweikernprozessor von Qualcomm ausgeliefert. Der GPS-Empfänger reagiert nach dem Start binnen Sekunden und lässt sich auch in Innenräumen nutzen.

Ein Schacht am oberen Rand des Geräts nimmt die Micro-SIM-Karte auf. Der Einschub muss mit Hilfe eines Dorns herausgefummelt werden, der dem Gerät beiliegt. Den richtigen Winkel für das Herausschieben des SIM-Karten-Halters zu finden, gelang uns erst nach mehreren Versuchen. Eine Büroklammer tat es dann auch.

Quadcores belasten den Akku nicht übermaßig

Dass Vierkernprozessoren mehr Akkuleistung benötigen, erklärt sich von selbst. Entsprechend müsste der Lithium-Polymer-Akku im HTC One die höhere Leistungsaufnahme verkraften können. Es zeigte sich beim Antutu-Benchmark, dass bei voller Auslastung aller vier Kerne der Akku schneller leer war als beim Samsung Galaxy Nexus. Tatsächlich hat der Lithium-Ionen-Akku des HTC One X mit 1.800 mAh fast die gleiche Kapazität wie der im Galaxy Nexus verbaute Akku mit 1.750 mAh.

Im Normalbetrieb ist die Akkulaufzeit dann auch durchschnittlich. Werden die Kerne hingegen über Gebühr belastet, etwa bei den für Tegra-Chipsätze konzipierten 3D-Spielen, ist der Akku deutlich unterdimensioniert. Zugegeben: Die wenigsten werden das Android-Smartphone als reine Spielekonsole nutzen, etwas mehr Akkukapazität wäre aber dennoch wünschenswert. Dass er nicht auswechselbar ist, ist ebenfalls ein Manko.

Dazu sagte Lönne zu Golem.de: "Austauschbare Akkus bieten heute kaum noch praktische Vorteile: Die Akkulaufzeiten der Smartphones sind viel höher als noch vor ein paar Jahren. Fest verbaute Akkus in neuester Technologie - wie die Li-Polymer-Akkus - können dagegen ultraflach verbaut werden. So sind Werte mit Unibody-Gehäuse aus Aluminium unter 8 mm möglich." Da die Akkus Bestandteil der Sende- und Empfangseinheit und somit keine Verschleißteile mehr sind, "erhält der Akku statt bis dato sechs Monaten die volle Garantie des gesamten gekauften Produktes", so Lönne weiter.

Während unseres Tests erhielt das HTC One X ein Firmwareupdate, das die Akkuleistung verbessern sollte. Tatsächlich sank danach die Leistungsaufnahme geringfügig, was zu einer minimal längeren Akkulaufzeit führt.

Bei Volllast der CPU, zusätzlich aktivem WLAN und voller Bildschirmhelligkeit zeigt das One X nach einer Stunde nur noch 50 Prozent Akkukapazität an. Der Akku des Galaxy Nexus mit seinem Cortex-A9-Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz hielt nur etwa 15 Minuten länger durch. Besser schnitt das HTC One X bei der Wiedergabe eines mit H.264 codierten 720p-Videos bei aktiver WLAN und voller Bildschirmhelligkeit ab: Dabei leerte sich der Akku in 2,5 Stunden auf 50 Prozent - ein durchschnittlicher Wert. Bei normaler Nutzung mit voller Bildschirmhelligkeit und aktiven Netzverbindungen musste das Smartphone am Abend ans Ladegerät gehängt werden.

 HTC One X im Test: Heißes TeilSchneller Speicher 

theWhip 25. Mär 2014

Wenn eine praktische Update Politik da ist kann man durchaus seine Mobilgeräte länger als...

aivilon 24. Apr 2012

kann ich nur unterstreichen. wenn du "nur erreichbar" bist, und nichts damit machst...

Realist_X 24. Apr 2012

Ha!

aivilon 23. Apr 2012

Zum Thema Custom Rom. Ich hab eins drauf. ARHD (Android Revolution HD) dieses beseitigt...

Xstream 22. Apr 2012

eigentlicht teilen sich dahingehend ati und nvidia immer abwechselnd die spitze genau...

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