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Kann zwar nicht schweben, soll aber trotzdem ein Hoverboard sein. Ja ne - is klar!
Kann zwar nicht schweben, soll aber trotzdem ein Hoverboard sein. Ja ne - is klar! (Bild: Christopher Furlong/Getty Images)

Bretter am Fließband

Aber Spaß beiseite, die Sache ist durchaus ernst. Dass die falschen Hoverboards regelmäßig brennen, hat mehrere Gründe. Zum einen liegt es an den Lithium-Ionen-Akkus. Prinzipiell sind es die gleichen Akkus, wie sie auch in Smartphones oder Tablets verbaut sind, allerdings sind sie in Boards deutlich größeren Belastungen ausgesetzt. Beschleunigungen, Gewichtsverlagerungen oder Erschütterungen können dazu führen, dass die Akkus beschädigt werden, anschließend überhitzen und dadurch in Flammen aufgehen.

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Zum anderen ist die Qualität der Akkus und anderer Bauteile meist dürftig, was mit ihrer Herkunft und Entstehungsgeschichte zu tun hat. Je nach Definition stammen die ersten Modelle entweder vom chinesischen Unternehmen Chic Robotics oder vom US-Startup Hovertrax im Jahr 2013. Aufgrund der undurchsichtigen Patentsituation in China entstanden in den vergangenen beiden Jahren zahlreiche Firmen, die Hoverboards herstellen. Sie haben so hippe Namen wie Cyboard, Scoot, Future Foot, Monorover, Airboard, Esway, IO Hawk, Oxboard, Phunkee Duck oder, kein Witz, Swagway.

Die Namen sind unterschiedlich, die Verkaufspreise liegen zwischen 300 und 600 Euro, aber die Technik ist in nahezu allen Fällen die gleiche. Ähnlich wie Smartphone-Hersteller nutzen auch die Hoverboard-Firmen die gleichen chinesischen Zulieferer und Fabriken. Die Bauteile sind also Massenware, den Auftrag bekommt häufig, wer am billigsten produziert. In einer langen Reportage für Buzzfeed besuchte der Journalist Joseph Bernstein eine dieser Fabriken im chinesischen Shenzhen, die in kürzester Zeit aus einem abseitigen Trendprodukt eine Massenware machen können. Was angesagt ist, wird gebaut.

Angesagt sind Hoverboards allemal und trotz der Meldungen von Unfällen und Gefahren dürfte sich daran in diesem Jahr nichts ändern. Der Erfolg ist vor allem dem Internet und den sozialen Netzwerken zu verdanken - und den Celebrities, die sich darin bewegen. Popstars wie Nicki Minaj und Justin Bieber, Sportler wie Basketballer J. R. Smith und Fußballer Karim Benzema, Talkshowhost Jimmy Fallon und Vine-Star Cody Johns (der gleich eine eigene Hoverboard-Firma gegründet hat) - sie alle haben sich im vergangen Jahr auf den Rollbrettern filmen lassen.

Eine globale Memeufaktur

Bei den Weltmeisterschaften in Peking wurde Usain Bolt von einem Kameramann auf einem Segway umgefahren, was im Internet für mehr Reaktionen sorgte als seine Goldmedaille. Nur wenige Tage später fuhr er selbst vergnügt und selbstironisch auf einem Rollbrett herum. Die Comedyshow Saturday Night Live griff unlängst das Gadget in einem Sketch auf. Besseres Marketing kann sich eine Branche nicht wünschen.

Der Buzzfeed-Autor Bernstein prägte in seiner Reportage dafür den Begriff "Memeufacturing", ein Portmanteau aus Meme und dem englischen Wort für Herstellung, manufacturing. Bernsteins Definition: Das soziale Netz fördert Trends, die wiederum Auswirkungen auf die Technikbranche haben. Oder in seinen Worten: "Unser niemals endender digitaler Output, unsere Tweets, unsere Vines, Instagram- und Facebook-Posts verändern das Leben von Menschen auf der anderen Seite der Welt."

Das ist die Realität im Jahr 2016: Memes machen Gadgets. Selfiesticks, Hoverboards, Quadcopter, der Erfolg dieser Gadgets ist unweigerlich mit ihrer Rezeption im Internet verbunden, mit viralen Videos und den Profilen von Persönlichkeiten, die sich unbewusst zum Werbeträger machen. Auf diesen Effekt hoffen die Hersteller schwachsinnigster Erfindungen, wie sie unlängst wieder auf der Fachmesse CES vorgestellt wurden. Dass die Produkte häufig weder besonders hilfreich sind oder im Fall der Elektrobretter unter Umständen sogar gefährlich sein können, spielt keine Rolle. Wieso auch? Notfalls nimmt man eben einen Feuerlöscher mit.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 Hoverboards: So hip, es brennt gleich

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der_wahre_hannes 28. Jan 2016

Stimmt. Ich träume auch davon, dass mir ein Raubtier erst das halbe Bein abkaut, dann...

hjp 27. Jan 2016

Das war dann wohl eine allgemeine Schutzverletzung.

Flome1404 27. Jan 2016

ich sehe täglich leute die zeitung lesen, deswegen muss es nichts neues sein :P

Flome1404 27. Jan 2016

Ein Typ im Vaderkostüm ist noch keine Werbung ;)

dumdideidum 27. Jan 2016

Schon bei "...das schlimmste Gadget nach dem Selfiestick.." ...wollte ich das erstmal...



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