Abo
  • Services:
Anzeige
Hold Security hat eine Datenbank mit Milliarden gestohlenen Zugangsdaten entdeckt.
Hold Security hat eine Datenbank mit Milliarden gestohlenen Zugangsdaten entdeckt. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Hold Security: Milliarden geklauter Passwörter entdeckt

Ein US-Unternehmen hat nach eigenen Angaben Milliarden Passwörter gefunden, die von russischen Hackern erbeutet worden sind. Für zunächst 120 US-Dollar sollten besorgte Anwender erfahren können, ob ihres dabei ist.

Anzeige

Hold Security hat nach eigenen Angaben eine Gruppe russischer Datendiebe ausgemacht, die eine Datenbank mit mehr als einer Milliarde gestohlenen Benutzernamen und Passwörtern pflegt. Gleichzeitig bot Hold Security einen neuen Dienst an: Gegen einen Obolus von 120 US-Dollar im Monat sollten besorgte Anwender erfahren, ob ihr Name in der Datenbank auftaucht. Nachdem Journalisten nachfragten, nahm das Unternehmen das Angebot wieder aus dem Netz.

Die Meldung über die neu entdeckte Datenbank brachte die New York Times. Laut Hold-Security-CEO Alex Holden entdeckte sein Unternehmen die Datenbank bei russischen Datendieben, die in einer Kleinstadt in Russland beheimatet sind. Die Daten sollen von über 420.000 Webseiten erbeutet worden sein, darunter auch von namhaften. Hold Security will die Namen der Webseiten nicht bekanntmachen, sie aber informieren. Einige Webseiten seien nach wie vor angreifbar, sagte das renommierte Sicherheitsunternehmen.

Gutachten bestätigt Echtheit

Laut unabhängigen Experten, die von der New York Times mit der Begutachtung der Daten beauftragt wurden, sei die gefundene Datenbank authentisch. Die dort gesammelten 4,5 Milliarden Datensätze seien unter anderem von Botnets ausfindig gemacht worden, die nach SQL-Injection-Schwachstellen auf Webseiten gesucht haben. Die Botnets hätten die Webseiten markiert und die Datendiebe seien später zurückgekommen, um die Datenbanken auszulesen. Insgesamt hätten sie mehr als 4,5 Milliarden Datensätze erbeutet. Bislang seien die Daten für Spammails und Twitter-Nachrichten genutzt worden.

Hold Security hat nach eigenen Angaben die Datensätze gefiltert und beispielsweise Dubletten entfernt. Dabei konnten sie 1,2 Milliarden einmalige Datensätze extrahieren. Seine Firma wolle Anwendern eine Möglichkeit bieten, zu prüfen, ob ihre Zugangsdaten in der Datenbank enthalten sind, sagte Holden der New York Times.

Kostenpflichtige Sicherheitsprüfung

Fast zeitgleich mit der Erscheinung des Artikels auf der Webseite der New Yorks Times präsentierte das Sicherheitsunternehmen einen neuen kostenpflichtigen Dienst: Für monatlich 120 US-Dollar könnten Kunden überprüfen lassen, ob sie Opfer der Cybervor-Attacke geworden sind, wie Hold Security den Angriff nennt. So lautete zunächst das Angebot auf der Webseite. Nachdem das Wall Street Journal nachfragte, war der Dienst nicht mehr verfügbar.

Zu Forbes sagte das Unternehmen später, der Dienst solle 120 US-Dollar im Jahr oder 10 US-Dollar monatlich kosten. Der Obolus sei symbolisch zu sehen, schrieb Holden per E-Mail. Es würden ja auch Kosten für sein Unternehmen entstehen.

Das Hasso Plattner Institut sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bieten ähnliche Dienste kostenlos an.

Nachtrag vom 6. August 2014, 15:45 Uhr

Das BSI will in Zusammenarbeit mit deutschen und US-Behörden möglichst bald erfahren, ob Identitäten deutscher Benutzer in der Datenbank gelistet sind. Das sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall, so das BSI und kritisiert, dass es derzeit für Privatanwender keine Möglichkeit gebe festzustellen, "ob sie von dem Vorfall betroffen sind."


eye home zur Startseite
Ork 07. Aug 2014

Naja, das mit den Ziffern ist an Geldautomaten noch verständlich :) Aber die...

Ork 07. Aug 2014

Bei Brute-Force interessiert mich die Zahl an sich nicht, da probier ich alles durch. Zu...

stmartin 07. Aug 2014

Warum wurde denn die Abfrage bei Hasso-Plattner-Institut (https://sec.hpi.uni-potsdam.de...

UristMcMiner 07. Aug 2014

Der lieber Herr Müller hat bestimmt einen SHA-2 mit Muskatnuss ;)

Herr Ahlers 07. Aug 2014

Mich beschäftigt die Frage wie es so eine "News" bis in die Nachrichten der Öffentlich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ASYS Automatisierungssysteme GmbH, Dornstadt bei Ulm
  2. THOMAS SABO GmbH & Co. KG, Lauf
  3. CIBER AG, Heidelberg
  4. MEIERHOFER AG, München, St. Valentin (Österreich)


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Interstellar, Mad Max, Codename UNCLE, American Sniper, San Andreas)
  2. (u. a. Fallout 4 USK 18 für 19,99€ inkl. Versand, The Expendables Trilogy Limited Collector's...

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. Lufttaxi

    Uber will Senkrechtstarter bauen

  2. Medizin

    Apple Watch soll Krankenakten verwalten

  3. Postauto

    Autonomer Bus baut in der Schweiz einen Unfall

  4. Neues iPhone

    US-Late-Night-Komiker witzeln über Apple

  5. Festnetz

    Weiterhin kein Internet ohne Telefonie bei der Telekom

  6. Zertifikate

    Mozilla will Startcom und Wosign das Vertrauen entziehen

  7. Kreditkartenmissbrauch

    Trumps Hotelkette mit Malware infiziert

  8. Open Location Platform

    Here lässt Autos miteinander sprechen

  9. Facebook

    100.000 Hassinhalte in einem Monat gelöscht

  10. TV-Kabelnetz

    Unitymedia arbeitet intensiv an verbesserten Ping-Zeiten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
PES 2017 im Test: Vom Feeling her ein gutes Gefühl
PES 2017 im Test
Vom Feeling her ein gutes Gefühl

Interview mit Insider: Facebook hackt Staat und Gemeinschaft
Interview mit Insider
Facebook hackt Staat und Gemeinschaft
  1. Nach Whatsapp-Datentausch Facebook und Oculus werden enger zusammengeführt
  2. Facebook 64 Die iOS-App wird über 150 MByte groß
  3. Datenschutz bei Facebook EuGH soll Recht auf Sammelklage prüfen

iOS 10 im Test: Klügere Apps, Herzchen und ein sinnvoller Sperrbildschirm
iOS 10 im Test
Klügere Apps, Herzchen und ein sinnvoller Sperrbildschirm
  1. Betaversion iOS 10.1 Beta enthält Porträt-Modus für iPhone 7 Plus
  2. Apple Nutzer berichten über verschiedene Probleme mit dem iPhone 7
  3. Apple Startprobleme beim Update auf iOS 10

  1. Re: Es ist unfaßbar...

    Walter Plinge | 08:54

  2. Vielleicht geht es nur mir so, aber ...

    ArchLInux | 08:53

  3. Re: Wie lange werden wir noch über jeden Unfall...

    chefin | 08:53

  4. Re: Bewohner umsiedeln aber Touristen anlocken - wat?

    Trollversteher | 08:51

  5. Re: 1+N-Tonnen-System

    GrandmasterA | 08:50


  1. 07:56

  2. 07:33

  3. 07:17

  4. 19:12

  5. 18:52

  6. 18:34

  7. 18:17

  8. 17:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel