Hirnsimulation: Roboter mit künstlichem Kleinhirn spielt Ball
Ballspielender Roboter stellt sich auf veränderte Wurfgeschwindigkeit ein. (Bild: Riken/Screenshot: Golem.de)

Hirnsimulation Roboter mit künstlichem Kleinhirn spielt Ball

Zwei japanische Forscher haben ein simuliertes Gehirn auf der Basis einer GPU gebaut. Ein damit ausgestatteter Roboter lernt, wie er einen Ball schlagen muss.

Anzeige

Mit Ballspielen das Gehirn nachbauen, das ist das Ziel von japanischen Forschern: Sie haben einen Roboter gebaut, der Bälle schlagen kann. Ein simuliertes Gehirn steuert dabei die Bewegungen des Roboters.

Das Gehirn des Roboters basiert auf einem Grafikprozessor (GPU) und auf einer Softwareplattform von Nvidia. Damit haben Tadashi Yamazaki und Jun Igarashi vom japanischen Forschungsinstitut Riken Realtime Cerebellum (RC) entwickelt. Das sei ein simuliertes Kleinhirn mit 100.000 Neuronen, das in Echtzeit funktioniere, schreiben sie in der Fachzeitschrift Neural Networks.

Das simulierte Kleinhirn haben sie in einen Roboter eingesetzt. Das Kleinhirn spielt nach Angaben der Forscher "eine wichtige Rolle in der adaptiven Bewegungssteuerung". Der kleine humanoide Roboter soll mit einem Schläger, der an einen Tischtennisschläger erinnert, einen Plastikball treffen, der ihm entgegengeschleudert wird.

Schlagen lernen

Ein externer Beschleunigungssensor erfasst Geschwindigkeit und Flugbahn des Balls und übermittelt die Daten an das RC. Das errechnet daraus, wie der Roboter schlagen muss, um den Ball zu treffen. Das System sei lernfähig, berichtet das US-Technologiemagazin Wired. Das bedeute, der Roboter lerne, wenn er den Ball verfehle, und könne sich zudem auch darauf einstellen, wenn die Forscher die Wurfgeschwindigkeit verändern.

Ziel des Projekts ist, herauszufinden, wie ein Kleinhirn mit technischen Mitteln nachgebaut werden kann. Die beiden Japaner wollen den Quellcode für RC freigeben, damit andere Wissenschaftler damit arbeiten und ihn weiterentwickeln können. Das haben sie auch schon mit dem Code ihrer ersten Hirnsimulation gemacht. Auf diese Weise wollen sie die Forschung auf dem Gebiet weiterbringen.


Wakarimasen 30. Apr 2013

wo liegt das Problem wieder diese typischen leute die bei jedem kleinen Fortschritt...

Neuro-Chef 29. Apr 2013

Ich hoffe wirklich darauf, da ich mich mit Sport überhaupt nicht anfreunden kann. Zum...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  2. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  3. Senior Consultant (m/w) SAP SuccessFactors
    metafinanz Informationssysteme GmbH, München
  4. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  2. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  3. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  4. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren

  5. Highway Signs

    Wiko zeigt neues Smartphone, legt beim Marktanteil zu

  6. Für Core i7-5960X

    X99-Mainboards ab 200 Euro oder mit Streaming-CPU

  7. Deutschland

    Mehrheit der Milliarden Pakete sind Onlinebestellungen

  8. Capcom

    Gameplay aus Resident Evil

  9. Broadcom Wiced Sense

    Externes Sensorpaket für Bluetooth-LE-Geräte

  10. Security

    Promi-Bilder angeblich aus der iCloud gestohlen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

    •  / 
    Zum Artikel