Higgs-Boson Schwupp - weg, mit Lichtgeschwindigkeit

Das Universum ist instabil, hat ein US-Physiker anhand der Daten über das mutmaßliche Higgs-Boson errechnet. Eines fernen Tages könnte es von einem anderen Universum verschlungen werden.

Anzeige

Im Juli vergangenen Jahres verkündeten Forscher am europäischen Kernforschungszentrum Cern, ein neues Elementarteilchen gefunden zu haben, bei dem es sich mutmaßlich um das Higgs-Boson handele. Es soll anderen Elementarteilchen ihre Masse verleihen. Wenn das 2012 entdeckte Teilchen das Higgs-Boson ist, könnte das nichts Gutes verheißen.

Das Teilchen hat eine Masse im Bereich von etwa 125 Gigaelektronenvolt (GeV). Mit diesen Werten sowie mit der Masse eines anderen Elementarteilchens, des sogenannten Top-Quarks, hat Joseph Lykken, theoretischer Physiker am Fermi National Accelerator Laboratory (Fermilab) bei Chicago, Berechnungen angestellt. Es gebe schlechte Nachrichten, fasste er seine Ergebnisse bei einer Präsentation auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) zusammen.

Metastabiles Universum

Das Universum sei von Natur aus nicht stabil, erklärte Lykken. Es befinde sich in einem Zustand am Rande der Stabilität, den die Physiker metastabil nennen. Neu sind solche Überlegungen nicht: 1982 hatten die Physiker Michael Turner und Frank Wilczek bereits in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Nature darüber spekuliert, dass das Vakuum, also das Universum, nicht stabil sein könne.

Eines Tages werde alles ausgelöscht. Das habe mit dem Higgs-Feld-Mechanismus zu tun, prophezeite Lykken laut dem US-Fernsehsender Discovery Channel. "Das Universum will einen anderen Zustand annehmen, und irgendwann wird ihm das auffallen." Dann werde sich irgendwo eine kleine Blase auftun - eine Art alternatives Universum -, die sich ausbreiten und alles andere verschlingen werde.

Das Universum wird von einem langweiligeren verschlungen

Die Bewohner würden das kaum mitbekommen: "Sie werden es nicht kommen sehen, denn es kommt mit Lichtgeschwindigkeit auf Sie zu, und das war's", sagte Lykken. "Machen Sie sich also keine Sorgen."

Diejenigen, die den Weltuntergang stets schon hinter der nächsten Ecke wähnen, konnte Lykken indes beruhigen. Das von ihm beschriebene Szenario werde erst in "vielen zehn Milliarden Jahren" eintreten. Dass das Universum ziemlich stabil sei, sei ja vor seinen Berechnungen schon klar gewesen: Es ist immerhin 13,5 Milliarden Jahre alt.

Zudem wolle man das unter Umständen auch gar nicht überleben, resümierte er. Denn das neue Universum werde "viel langweiliger" sein als das jetzige. Warum, erklärte er nicht.


AmokElfe 15. Mär 2013

ja in der Tat habe ich mich da ein wenig verzwickt (habs mir danach acuh nicht nochmal...

GodsBoss 24. Feb 2013

Dann ist die Diskussion hier zu Ende. Du kannst gerne in deinem Elfenbeinturm...

rommudoh 22. Feb 2013

Etwas *unmögliches* kann nie eintreten, damit ist die Wahrscheinlichkeit = 0. Wie...

Yeeeeeeeeha 22. Feb 2013

Du hast ein grundsätzliches Verständnisproblem. Unsere Theorien sind Modelle, welche die...

Tom01 21. Feb 2013

Das sehe ich auch so.

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter/-in Informationstechnologie, Produktdatenmanagement / Bill of Materials Support und Prozesse
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  3. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  4. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scaler: Xbox, streck das Bild!
Scaler
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel