Abo
  • Services:
Anzeige
Konzept für eine Mondbasis: Relaisstation auf dem Weg zum Mars
Konzept für eine Mondbasis: Relaisstation auf dem Weg zum Mars (Bild: Nasa)

Helium-3: Kommt der Energieträger der Zukunft vom Mond?

Konzept für eine Mondbasis: Relaisstation auf dem Weg zum Mars
Konzept für eine Mondbasis: Relaisstation auf dem Weg zum Mars (Bild: Nasa)

Ein Helium-Isotop vom Mond soll die Energieversorgung auf der Erde sicherstellen. Chinas nächste Mondmission soll gezielt nach Helium-3 im Mondboden suchen. Aber ist ein solches Vorhaben überhaupt realistisch?

Brennstoff vom Mond für Kraftwerke auf der Erde: Helium-3 gilt als möglicher Treibstoff für Fusionsreaktoren der Zukunft. Roboter sollen das Helium-Isotop auf unserem Trabanten schürfen. Dann soll es zur Erde transportiert und verwendet werden. Das klingt nach Science-Fiction, nach dem britischen Film Moon etwa oder Frank Schätzings Roman Limit, beide aus dem Jahr 2009.

Anzeige

Anfang dieses Jahres hat China eine Raumsonde in die Mondumlaufbahn einschwenken lassen, die eine weitere Mondmission vorbereiten soll. Eines der Ziele des chinesischen Mondprogramms ist die Suche nach Bodenschätzen. Darunter: Helium-3.

China will Proben vom Mond holen

Die Sonde fliegt in etwa 200 Kilometern Höhe über die Mondoberfläche, nimmt Bilder auf und sammelt Daten. Diese werden zur Vorbereitung einer zukünftigen Mondmission benötigt: 2017 will die nationale chinesische Raumfahrtbehörde einen Rover auf den Mond schießen. Ziel der Mission Chang'e-5 wird das Mare Imbrium oder Regenmeer. Dort soll es große Vorkommen von Helium-3 geben. Der Rover - der zweite, den China zum Mond schickt - soll landen und Proben sammeln. Diese sollen dann zur Erde zurückgebracht werden.

Wenn die Proben schon auf der Erde seien, dann biete es sich an, sie auch darauf zu untersuchen und dann zu überlegen, was sich mit dem Helium-Isotop anfangen lasse, sagte Ulrich Köhler vom Berliner Institut für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Gespräch mit Golem.de.

Der Sonnenwind bringt Helium-3

Das Helium-3 besteht aus zwei Protonen und einem Neutron, und es ist ein guter Energieträger: Eine Tonne soll ausreichen, um eine Stadt mit sieben Millionen Einwohnern ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Auf der Erde kommt das dreiwertige Helium allerdings - anders als das vierwertige - kaum vor. Es ist Bestandteil des Sonnenwindes, der die Erdoberfläche nicht erreicht - dafür sorgt das Erdmagnetfeld. Der Mond hat jedoch kein Magnetfeld, das den Sonnenwind abhält. Deshalb hat sich dort das Helium-3 angelagert.

Zwar hatte das Helium-3 dafür einige Milliarden Jahre Zeit. Dennoch ist die Konzentration sehr gering, das Helium-3 "einfach mit der Schaufel" auszubuddeln und wegzukarren, sei nicht möglich, sagte Köhler. Der Mondboden muss auf etwa 700 Grad aufgeheizt werden, um das Gas aus dem Regolith zu bekommen. Den Abbau und das anschließende Konzentrieren könnten Roboter übernehmen.

Ein Roboter gräbt den Mond um

Gerald Kulcinski von der Universität des US-Bundesstaates Wisconsin in Madison, ein wichtiger Befürwortwer des Helium-3-Abbaus auf dem Mond, hat vor einigen Jahren das Konzept für einen solchen Rover vorgestellt: Ein Parabolspiegel auf dem Dach soll das Sonnenlicht einfangen und konzentrieren. Groß wäre die Ausbeute nicht, denn die Konzentration ist äußerst gering. Um eine Tonne Helium-3 zu gewinnen, müssten 50 bis 100 Millionen Tonnen Regolith umgegraben werden. Um den Strombedarf der USA ein Jahr lang zu decken, würden 40 Tonnen des Helium-Isotops benötigt.

  • Konzept für einen Rover, der Helium-3 aus dem Mondboden fördern soll (Bild: University of Wisconsin)
  • So könnte eine künftige Mondbasis aussehen. Von dort aus könnten Raumschiffe zu anderen Planeten fliegen. (Bild: Nasa)
  • Statt nach Helium-3 könnte auf dem Mond nach Wasser gesucht werden - um Raketentreibstoff herzustellen.  (Bild: Foster+Partners)
Konzept für einen Rover, der Helium-3 aus dem Mondboden fördern soll (Bild: University of Wisconsin)

Das ist eine Menge Mondboden, der durchsucht werden muss. Das sieht auch Köhler so: "Nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft und der Technik ist das noch in sehr weiter Ferne, um nicht zu sagen, im Moment ist es nicht sehr realistisch, daran zu denken."

Das heißt aber nicht, dass es grundsätzlich unmöglich ist. Wozu wird das Helium-3 benötigt?

Was tun mit dem Helium-3? 

eye home zur Startseite
theWhip 31. Aug 2015

.... vom Firmen welche dort auf dem Mond ihre Werbung plazieren..... ;)

itcomserve.net... 30. Aug 2015

Es ist vielversprechend Helium 3 als die Energiegrundlage für die Erforschung des...

gaym0r 26. Aug 2015

Pack noch Kadsen in den Post dann hast du dich komplett lächerlich gemacht.

SelfEsteem 25. Aug 2015

Machst du dir um die gefaehrdete Artenvielfalt auf dem Mond Sorgen? Menno, haben wir...

Elgareth 24. Aug 2015

Für mich die beste Stelle als Nordkorea sagt "Das ist unser Raumschiff", und keiner das...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH, Rott am Inn
  2. ZF Friedrichshafen AG, Passau
  3. über Robert Half Technology, Dortmund
  4. Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Jurassic World, Creed, Die Unfassbaren, Kingsman, John Wick, Interstellar, Mad Max)
  2. (u. a. Interstellar, Mad Max, Codename UNCLE, American Sniper, San Andreas)

Folgen Sie uns
       


  1. Dice

    Kampagne von Battlefield 1 spielt an vielen Fronten

  2. NBase-T alias 802.3bz

    2.5GbE und 5GbE sind offizieller IEEE-Standard

  3. Samsung-Rückrufaktion

    Bereits 60 Prozent der Note-7-Geräte in Europa ausgetauscht

  4. Mavic Pro

    DJI stellt klappbaren 4K-Quadcopter für 1.200 US-Dollar vor

  5. Streamripper

    Musikindustrie will Youtube-mp3.org zerstören

  6. Jupitermond

    Nasa beobachtet Wasserdampf auf Europa

  7. Regierung

    Wie die Telekom bei Merkel ihre Interessen durchsetzt

  8. Embedded Radeon E9550

    AMD packt Polaris in 4K-Spieleautomaten

  9. Pay-TV

    Ultra-HD-Programm von Sky startet im Oktober

  10. Project Catapult

    Microsoft setzt massiv auf FPGAs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
DDoS: Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
DDoS
Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
  1. Hilfe von Google Brian Krebs' Blog ist nach DDoS-Angriff wieder erreichbar
  2. Picobrew Pico angesehen Ein Bierchen in Ehren ...
  3. Peak Smarte Lampe soll Nutzer zum Erfolg quatschen

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  2. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  3. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus

Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

  1. ... und der Papst verbietet Kondome (kwT)

    tfg | 03:18

  2. Re: die Amis plätten VW und wir im gegenzug FB?

    GenXRoad | 03:16

  3. Re: Sind eigentlich die Linken...

    burzum | 02:57

  4. Re: Die pure Definition von "Den Hals nicht voll...

    HorkheimerAnders | 02:45

  5. Re: Wo werden die Daten gespeichert?

    floziii | 02:19


  1. 20:57

  2. 18:35

  3. 18:03

  4. 17:50

  5. 17:41

  6. 15:51

  7. 15:35

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel