Links im Bild: der Prototyp des HDR-Bildprozessors
Links im Bild: der Prototyp des HDR-Bildprozessors (Bild: MIT)

HDR-Bildprozessor: Perfekt belichtete Fotos und Videos ohne Blitz

Forscher des MIT haben einen Bildprozessor entwickelt, der in Bruchteilen von Sekunden HDR-Fotos und Videos errechnen kann. Das soll für besser belichtete Bilder sorgen, auch wenn keine Profibeleuchtungstechnik vor Ort ist.

Anzeige

Schnappschüsse sind oft von dunklen und zu hellen Bildbereichen geprägt, die nur durch aufwendige Nachbearbeitung am Rechner beseitigt werden können. Ein neuer Bildprozessor, den Forscher des MIT Microsystems Technology Laboratorys entwickelt haben, kann hingegen HDR-Bilder mit besserer Belichtung innerhalb von Sekundenbruchteilen errechnen. Ein Blitz, der oft die Lichtstimmung zerstört, soll so überflüssig werden. Die Technik könne in Smartphone-Kameras und normale Digitalkameras integriert werden, sagt Forscher Rahul Rithe vom MIT.

Bisher werden HDR-Bilder mit der Kameraelektronik nach der Aufnahme berechnet, was die Kameras oft für mehrere Minuten stilllegt, weil bei diesen Rechenoperationen die Kamera stark gefordert wird. Mit der Neuentwicklung wird die Arbeit einem auf diese Aufgabe spezialisierten Prozessor übertragen, der sie praktisch in Echtzeit erledigen soll.

Rahul Rithe und Anantha Chandrakasan haben zusammen mit weiteren Forschern den Chip entwickelt. Dabei werden drei Bilder aufgenommen: eines mit normaler Belichtung und jeweils eines mit Unter- und Überbelichtung. Die Bilder werden dann so zusammengerechnet, dass ein Bild mit durchgängig guter Belichtung entsteht. Diese Berechnung soll nur wenige hundert Millisekunden dauern, wenn ein 10-Megapixel-Foto aufgenommen wird. Das ist auch schnell genug für Videobilder. Der Prozessor soll erheblich weniger Strom benötigen als bisherige Lösungen. Genaue Zahlen nannten die Forscher aber nicht.

Auch zur Schattenaufhellung kann die Technik eingesetzt werden. Dabei werden dann zwei Fotos geschossen. Eines mit Blitz und das andere ohne. Die Einzelbilder werden so verrechnet, dass einerseits die künstliche Beleuchtung wirkt, andererseits die Farbstimmung ohne Kunstlicht nicht untergeht. Das Sensorrauschen solle dabei reduziert werden, ohne dass Artefakte an den Kontrasträndern entstehen, sagen die Forscher.

Die Arbeit an einem Prototyp des Bildprozessors, der in CMOS-Technik hergestellt wurde, hat Foxconn finanziert.


Eheran 27. Feb 2013

Ich kann mir nicht vorstellen, dass so gescheite Bilder rauskommen, denn die Pixel sind...

Wissard 26. Feb 2013

Deswegen musst du auch meinen ganzen Beitrag lesen und dich nicht nur aufs iPhone...

SoniX 25. Feb 2013

Sehr nett von dir :-) Kann aber wirklich nicht sagen wann ich dazu kommen werde. Aber...

Polydesigner 25. Feb 2013

The best definition of HDR that I can find is this one from wikipedia: HDR (high...

SeveQ 24. Feb 2013

Da steht nicht, dass man damit jede Art von Aufnahme jeder beliebigen Technik erzeugen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Anwendungsbetreuer (m/w) SAP HCM
    Stadtwerke München GmbH, München
  2. Software Developer C++ (m/w)
    Data Room Services GmbH, Frankfurt
  3. Web-Programmierer (m/w) Frontend-Entwicklung
    Detlev Louis GmbH, Hamburg
  4. Ingenieurin / Ingenieur Elektrotechnik / Informationstechnik / Informatik
    Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: 3 TV-Staffeln für 25 EUR
    (u. a. Firefly, Das Adlon, Mad Men, Family Guy, Wolfblood)
  2. NEU: Musik-Blu-rays reduziert
    (u. a. Metallica 9,99€, Bee Gees 9,97€, Bruce Springsteen 9,97€, Alanis Morissette 9,05€)
  3. NEU: 2 TV-Staffeln auf Blu-ray für 30 EUR
    (u. a. The Big Bang Theory, Supernatural, The Vampire Diaries, The Clone Wars)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Story Mode

    Telltale arbeiten an Minecraft-Episodenabenteuer

  2. Deutscher Entwicklerpreis 2014

    Lords of the Fallen schafft eines von drei Triples

  3. General vor dem NSA-Ausschuss

    Der Feuerwehrmann des BND

  4. Outcast 1.1

    Technisch überarbeiteter Klassiker bei Steam und GOG

  5. Microsoft

    Webbrowserauswahl in Windows ist abgeschafft

  6. Streaming

    Netflix schließt Offline-Videos kategorisch aus

  7. KDE Applications 14.12

    Erste Frameworks-5-Ports der KDE-Anwendungen erschienen

  8. Spearfishing

    Icann meldet Einbruch in seine Server

  9. Amiibos

    Zubehör für Super Smash Bros wird rar und teuer

  10. x86-64-Architektur

    Fehler im Linux-Kernel kann für Abstürze ausgenutzt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Security: Smarthomes, offen wie Scheunentore
Security
Smarthomes, offen wie Scheunentore
  1. Software-Plattform Bosch und Cisco gründen Joint Venture für Smart Home
  2. Pantelligent Die funkende Bratpfanne
  3. Smarthome Das intelligente Haus wird nie fertig

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

    •  / 
    Zum Artikel