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Schauspieler Martin Starr bei der Premierenfeier zu Silicon Valley
Schauspieler Martin Starr bei der Premierenfeier zu Silicon Valley (Bild: Valerie Macon/Getty Images)

Elon Musk und Peter Thiel als Vorlagen

Die restlichen 20 Minuten von Silicon Valley setzt sich die Authentizität fort. Man möchte meinen, dass Produzent Judge das Bild der Tech-Branche an der US-Westküste überzeichnet und karikiert hat. Doch eigentlich bildet die TV-Show nur das ab, was hier wirklich passiert. Und was hier passiert, grenzt größtenteils an Wahnsinn und Skurrilität, die Drehbuchautoren hatten es hier leicht. Schlechter Geschmack, die Überpräsenz von Zehenschuhen und die Unterpräsenz von Frauen spiegeln Silicon Valley anno 2014 wieder.

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Da ist etwa der Investor Peter Gregory, der Studenten 100.000 US-Dollar zahlt, wenn sie ihr Studium abbrechen und ins Unternehmertum einsteigen. Als Vorlage für diesen Charakter dient Star-Investor Peter Thiel, der mit seiner Thiel Foundation genau das gemacht hat. Und der Boss des fiktiven Unternehmens Hooli ist die Summe aller exzentrischen Tech-CEOs, allen voran Marc Benioff von Salesforce und Obervisionär und Tesla-Chef Elon Musk.

Musk fand übrigens die erste Folge von Silicon Valley nicht lustig. HBO hätte Silicon Valley nicht verstanden, schimpfte er auf der Premierenfeier. Die Produzenten nehmen die Kritik gerne auf: Wenn Menschen wie Musk sich von der Darstellung angegriffen fühlen, habe man das Ziel wohl erreicht.

Silicon Valley für den Rest Amerikas

Das Problem mit Silicon Valley ist, dass es eine riesengroße Blase ist. Wer nicht selbst reflektiert, übersieht das. Unternehmensbewertungen in Milliardenhöhe, Millionen für Ideen, die noch nicht auf dem Markt sind - auch wenn vieles davon gerechtfertigt ist, am Ende des Tages ist es absurd. HBO vermittelt das allen, die außerhalb der geografischen Grenze der San Francisco Bay Area leben. Der Rest Amerikas hat einen Grund, darüber zu lachen.

Die Reality-Serie Startups: Silicon Valley war die erste von einigen TV- und Film-Produktionen, die sich mit dem aktuellen Tech-Boom beschäftigen. Amazon versuchte, mit Betas eine Geschichte über Entwickler in San Francisco zu erzählen und war damit nur wenig erfolgreicher als die Reality-Show. Bei The Internship schaffte es der Google-Campus auf die Hollywood-Leinwand. Der Film war zwar plumper und hatte weniger Humor, vermittelte aber ebenfalls den Wahnsinn, der sich hier gerade abspielt. In der HBO-Serie Looking war San Francisco die Heimat der drei homosexuellen Protagonisten. Einer davon arbeitete bei einem Games-Studio im Startup-Bezirk SoMa. Dialoge wie "Ist dieser Typ heiß? Instagram-Filter haben alles ruiniert" und "Jemand sollte dazu eine Facebook-Kampagne starten", porträtierten die Kultur der Stadt ebenso wie Klagen über die steigenden Mietpreise.

Silicon Valley setzt dort fort, wo Looking nur angestreift ist. Mit der Serie haben die Produzenten erfolgreich die Kultur und Stimmung der Tech-Branche festgehalten, ohne sie durch den Schmutz zu ziehen. Es bleibt zu hoffen, dass der Rest Amerikas es diesmal versteht. Wie Box-CEO Aaron Levie nach der Erstausstrahlung auf Twitter kommentierte: "Die gute Nachricht dazu: Es ist akkurat. Die schlechte Nachricht: Es ist akkurat."

 HBO-Serie Silicon Valley: So authentisch, dass es keine Scherze braucht

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Linguist 12. Apr 2014

Wollte auch grad was dazu schreiben - wenn das kein Übersetzungsfehler ist, dann ist das...

motzerator 10. Apr 2014

Man kann auch an Diskussionen zu einem Thema teilnehmen, wenn man seine Informationen...

Spartaner113 09. Apr 2014

also ich bin ein Freund von Serien die versuchen eine Geschichte zu erzählen und davon...

DrWatson 09. Apr 2014

Ehrlich? Wie wird das denn gemessen? http://edition.cnn.com/2014/03/04/travel/most...

Destynova 09. Apr 2014

Hinweis zur Wortwahl: "Schützlinge" sind die, um die sich gekümmert wird. Die im Text so...



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