Abo
  • Services:
Anzeige
Der Tropfen oben wird mit Golddrähten verbunden.
Der Tropfen oben wird mit Golddrähten verbunden. (Bild: IBM)

Halbleiter: IBM schaltet mit Nanolitern

Der Tropfen oben wird mit Golddrähten verbunden.
Der Tropfen oben wird mit Golddrähten verbunden. (Bild: IBM)

Wissenschaftler von IBM schlagen für künftige Prozessoren und Speicherbausteine geladene Flüssigkeiten als Ladungsträger vor. Das soll Geräte unter anderem viel sparsamer machen als bisher und den herkömmlichen Transistor ersetzen.

Mittels einer Kombination aus Metalloxiden und Flüssigkeiten wollen Forscher von IBM die bisherige Bauform von Transistoren ersetzen. Denn selbst wenn sich auf dem bisher größten Chip GK110 von Nvidia über sieben Milliarden der kleinen Schalter unterbringen lassen - das Funktionsprinzip hat sich seit der praktischen Erforschung der Transistoren in den 1940er Jahren kaum verändert.

Anzeige

Im Endeffekt geht es immer darum, einen Schalter zu betätigen. Bleibt diese Verbindung auch ohne Spannung bestehen, wie es beispielsweise bei Flash-Speichern der Fall ist, kann der Zustand des Schalters auch zum dauerhaften Speichern von Informationen genutzt werden.

Bei Lebewesen, beispielsweise beim Menschen in dessen Gehirn, erledigen den Transport der Information vor allem Elektrolyte mit bestimmten Ionenzuständen. Das will IBMs Forschungsabteilung nun auch mit Mikroelektronik erreichen.

Dazu wird eine Flüssigkeit verwendet, die mit Ionen versetzt ist. Das Material ist in seinem ursprünglichen Zustand nichtleitend und kann sich so zwischen den beiden Gates eines Transistors befinden, der Schalter ist damit aus. Wenn eine Spannung an die Flüssigkeit angelegt wird, findet ein Ionenfluss statt. Aus dem Nichtleiter des Metalloxids ist dann ein Leiter geworden. Das bleibt auch ohne Strom so, so dass dich die Technik auch als Ersatz für Flash-Speicher eignen soll.

Schon bei den bisherigen Experimenten im Labor konnte IBM dabei Strukturbreiten erreichen, die modernen Halbleitern nahekommen. So soll ein Tropfen der Ionenflüssigkeit von nur 100 Nanolitern ausreichen. Der Webseite Venture Beat sagte IBM, dass die Flüssigkeitsschalter auch als Weg dienen könnten, um Moore's Law länger Gültigkeit zu verleihen.

Diese Voraussage des Intel-Mitbegründers, nach der sich die Zahl der Transistoren auf gleicher Fläche alle zwei Jahre verdoppeln lässt, wird in den letzten Jahren immer wieder angezweifelt. Bisher kamen die Chiphersteller wie mit den inzwischen verbreiteten Finfets immer wieder auf neue Ideen, aber Silizium und Metalle als Material für die Transistoren wurde nicht ersetzt.


eye home zur Startseite
ShaDdoW_EyE 23. Mär 2013

Ich glaube damit ist nicht die Menge gemeint die für eine Verbindung-, sondern für den...

irata 22. Mär 2013

Moore's Beobachtung war ursprünglich die Verdoppelung der Komponenten jedes Jahr, mit...

justanotherhusky 22. Mär 2013

Erstens: "Das bleibt auch ohne Strom so [, dass der leitende Zustand erhalten bleibt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. jobvector, Düsseldorf
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. T-Systems International GmbH, Hannover
  4. Kurz Industrie-Elektronik GmbH, Remshalden


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Homefront 7,97€, The Wave 6,97€, Lone Survivor 6,97€)
  2. (u. a. Minions 11,97€, Game of Thrones, The Dark Knight Trilogy)
  3. (u. a. Lone Survivor, Riddick, Homefront, Wild Card, 96 Hours Taken 2)

Folgen Sie uns
       


  1. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  2. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen

  3. BGH-Urteil

    Abbruchjäger auf Ebay missbrauchen Recht

  4. Übernahme

    Instapaper gehört Pinterest

  5. Kooperation vereinbart

    Delphi und Mobileye versprechen autonomes Auto bis 2019

  6. Galaxy Note 7 im Test

    Schaut dir in die Augen, Kleine/r/s!

  7. Terrorbekämpfung

    Denn sie wissen nicht, wen sie scannen

  8. Neuer Akku

    Tesla lässt fliegen

  9. FBI

    Russland soll die New York Times attackiert haben

  10. Smach Z ausprobiert

    So wird das nichts



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
No Man's Sky im Test: Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
No Man's Sky im Test
Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
  1. No Man's Sky für PC Läuft nicht, stottert, nervt
  2. No Man's Sky Onlinedienste wegen Überlastung offline
  3. Hello Games No Man's Sky bekommt Raumstationsbau

Analog in Rio: Die Technik hinter den Olympia-Kulissen
Analog in Rio
Die Technik hinter den Olympia-Kulissen
  1. Technik bei Rio 2016 Per Stromschlag zu Gold
  2. Rio 2016 Twitter soll Nutzerkonto wegen IOC-Beschwerde gelöscht haben
  3. Rio 2016 Keine Gifs und Vines von den Olympischen Spielen

­Cybersyn: Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
­Cybersyn
Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
  1. Programmiersprache Go 1.7 läuft schneller und auf IBM-Mainframes
  2. Festplatten mit Flash-Cache Das Konzept der SSHD ist gescheitert
  3. Adecco IBM will Helpdesk-Geschäft in Erfurt und Leipzig loswerden

  1. Re: Offentliche Sicherheit vs. Privatsphäre

    Blackhazard | 13:48

  2. Cache-Kohärenz

    CiC | 13:46

  3. Bald kommen die ersten Klagen: Das Auto...

    HanSwurst101 | 13:45

  4. Re: Reichweite Autobahn

    feierabend | 13:45

  5. Re: Stärkere Version bisher nur in China erhältlich

    Niaxa | 13:44


  1. 13:40

  2. 13:25

  3. 13:10

  4. 13:00

  5. 12:40

  6. 12:16

  7. 12:14

  8. 11:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel