Abo
  • Services:
Anzeige
Neues Verfahren zur Halbleiterherstellung: Bildschirmkomponenten aus Zement
Neues Verfahren zur Halbleiterherstellung: Bildschirmkomponenten aus Zement (Bild: Argonne)

Halbleiter: Aus Zement wird Metall

Neues Verfahren zur Halbleiterherstellung: Bildschirmkomponenten aus Zement
Neues Verfahren zur Halbleiterherstellung: Bildschirmkomponenten aus Zement (Bild: Argonne)

Aus Zement wird ein metallisches Glas: US-Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um Zement in einen Halbleiter zu verwandeln. Das Verfahren könnte künftig in der Elektronikherstellung eingesetzt werden.

Wissenschaftler vom Argonne National Laboratory haben ein Verfahren entwickelt, um flüssigen Zement in ein flüssiges Metall zu verwandeln, das als Halbleiter in der Elektronikproduktion eingesetzt werden soll. Das Argonne National Laboratory ist eine der Forschungseinrichtungen des US-Energieministeriums.

Anzeige

Herausgekommen ist ein metallisches Glas. Es weise einige vorteilhafte Eigenschaften auf, erklären die Forscher: Es sei leitfähig, weniger korrosionsanfällig als ein Metall, aber nicht so brüchig wie Glas. Da es fließfähig sei, könne es zudem gut verarbeitet werden.

Komponenten für Bildschirme

Aus dem neuen Material lasse sich einiges machen, sagt Argonne-Physiker Chris Benmore, Dünnfilmtransistoren etwa, wie sie in Flachbildschirmen verbaut werden. Andere mögliche Anwendungen seien Chips oder Schutzüberzüge.

Die Verwandlung wird durch das Einfangen von Elektronen herbeigeführt. Dadurch lassen sich Materialien, die normalerweise Isolatoren sind, elektrisch leitfähig machen. Freie Elektronen werden in den käfigartigen Strukturen, die sich in Glas ausbilden, eingefangen. Auf diese Weise wird das Material ähnlich leitfähig wie ein Metall.

Isolatoren zu Leitern

"Dieses Phänomen, Elektronen einzufangen und so aus flüssigem Zement flüssiges Metall zu machen, wurde erst kürzlich entdeckt, aber bis jetzt nicht im Detail erklärt", sagte Benmore. "Jetzt kennen wir die Bedingungen, die nötig sind, um Elektronen in Materialien einzufangen, und können testen, ob wir auch andere Materialien in elektrische Leiter verwandeln können."

Als Ausgangsmaterial nutzten die Forscher Mayenit, ein Calcium-Aluminium-Oxid. Das haben sie mit einem Laser erhitzt und geschmolzen. Das Material wurde in verschiedenen Atmosphären verarbeitet, um die Bindungen, die der Sauerstoff im Glas eingeht, zu kontrollieren. Das geschmolzene Mayenit wurde dabei in der Schwebe gehalten, um zu verhindern, dass es mit umgebenden Oberflächen reagiert. Beim Abkühlen nimmt das Material eine glasartige Struktur an, in der die Elektronen dann gefangen werden.

Die Forscher wollen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences vorstellen.


eye home zur Startseite
Dr.InSide 04. Jun 2013

Das gibt es seit 1985 und nennt sich ALON, auch bekannt als transparentes Aluminium...

MarcFry 29. Mai 2013

siehe hier, sehr informativ und schockierend zugleich! Sand ist nicht endlich. http...

Eheran 29. Mai 2013

Du vergleichst gerade gestörte Kristallgitter (z.B. durch Dotieren) zum erzeugen von...

Natchil 28. Mai 2013

Warum sollte man dafür dreckigen Zement nehmen?

David64Bit 28. Mai 2013

Ich auch ;) Die Kritiker haben schon so viele Filme zerissen die ich genial Fand und so...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Panasonic Industrial Devices Europe GmbH, Lüneburg
  2. Dataport, Hamburg
  3. Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  4. Daimler AG, Fellbach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. 29,99€
  3. 22,13€ inkl. Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Spielebranche

    Shadow Tactics gewinnt Deutschen Entwicklerpreis 2016

  2. Erotik-Abo-Falle

    Verdienen Mobilfunkbetreiber an WAP-Billing-Betrug mit?

  3. Final Fantasy 15

    Square Enix will die Story patchen

  4. TU Dresden

    5G-Forschung der Telekom geht in Entertain und Hybrid ein

  5. Petya-Variante

    Goldeneye-Ransomware verschickt überzeugende Bewerbungen

  6. Sony

    Mehr als 50 Millionen Playstation 4 verkauft

  7. Weltraumroboter

    Ein R2D2 für Satelliten

  8. 300 MBit/s

    Warum Super Vectoring bei der Telekom noch so lange dauert

  9. Verkehrssteuerung

    Audi vernetzt Autos mit Ampeln in Las Vegas

  10. Centriq 2400

    Qualcomm zeigt eigene Server-CPU mit 48 ARM-Kernen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gigaset Mobile Dock im Test: Das Smartphone wird DECT-fähig
Gigaset Mobile Dock im Test
Das Smartphone wird DECT-fähig

Civilization: Das Spiel mit der Geschichte
Civilization
Das Spiel mit der Geschichte
  1. Civilization 6 Globale Strategie mit DirectX 12
  2. Take 2 GTA 5 saust über die 70-Millionen-Marke
  3. Civilization 6 im Test Nachhilfestunde(n) beim Städtebau

Oculus Touch im Test: Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
Oculus Touch im Test
Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
  1. Microsoft Oculus Rift bekommt Kinomodus für Xbox One
  2. Gestensteuerung Oculus Touch erscheint im Dezember für 200 Euro
  3. Facebook Oculus zeigt drahtloses VR-Headset mit integriertem Tracking

  1. Re: Danke an Ubisoft...

    ohinrichs | 06:36

  2. Re: ich habe dieses freizeit sport spiele thema...

    ohinrichs | 06:32

  3. Mit Glasfaser wäre das nicht passiert :-)

    Jolla | 06:32

  4. Re: CPU Entwicklung eh lächerlich...

    Ach | 06:17

  5. Re: Es werden "bis zu 300 MBit/s innerhalb eines...

    Ovaron | 06:00


  1. 22:00

  2. 18:47

  3. 17:47

  4. 17:34

  5. 17:04

  6. 16:33

  7. 16:10

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel