Abo
  • Services:
Anzeige
Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch.
Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch. (Bild: Hacking Team)

Hacking Team: Eine Spionagesoftware außer Kontrolle

Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch.
Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch. (Bild: Hacking Team)

Die geleakten Unterlagen des Hacking Teams offenbaren zwei erschreckende Fakten: Der lukrative Handel mit Spionagesoftware fördert eine Schattenwirtschaft, in der offenbar rechtliche Übertritte zum Alltag gehören - und diese werden wegen der Verflechtung mit staatlichen Auftraggebern auch stillschweigend geduldet.

Sieben Zero-Days und mindestens ein Rootkit: Der Datenfundus des Hacking Teams deckt ein erschreckendes Software-Arsenal auf. Verwerflich ist dabei nicht nur, dass das Hacking Team Sicherheitslücken bei dubiosen Quellen einkauft. Noch beunruhigender ist, dass die Hersteller von Spionagesoftware eine eigene Entwicklungsabteilung besonders für Flash-Exploits und Rootkits betreiben - und das unter dem Schutz der italienischen Behörden.

Anzeige

Einige der jetzt bekanntgewordenen Zero-Day-Lücken hat der Hersteller von Spionagesoftware aber eingekauft. Das bedeutet: Sie waren in einschlägigen Kreisen längst bekannt und haben Millionen Nutzer gefährdet. Geradezu zynisch klingt vor diesem Hintergrund nicht nur das Motto des Unternehmens, es betreibe ethisches Hacking. Auch seine Mitteilungen nach dem Leak lassen ein erschreckendes Weltbild erkennen: Jetzt könnten Terroristen und Menschenhändler ungehindert ihre Software und die Zero-Days nutzen. Wild West im Internet. Dabei stehen die selbsternannten "ethischen Hacker" den Bösen, die sie bekämpfen wollen, offenbar in nichts nach.

Der dubiose Handel mit gefährlichen Waffen

Nach dem 2013 beschlossenen internationalen Wassenaar-Abkommen gilt für Spionagesoftware die EU-Verordnung (EG) Nr. 428/2009 (Dual Use). Sie lässt sich demnach sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke nutzen und fällt somit unter Exportkontrollen.

Aus den E-Mails des Hacking Team geht hervor, dass das Unternehmen die Öffentlichkeit schlichtweg belogen hat, als es versicherte, dass seine Spionagesoftware nicht in Länder verkauft werde, in die es nicht exportiert werden darf. Quittungen belegen, dass die Republik Sudan noch Ende 2014 Geld für das RCS von Hacking Team bezahlte, als längst Exportverbote gegen das Land beschlossen waren.

Keinerlei staatliche Kontrollen

Im Herbst 2014 stoppte die italienische Regierung plötzlich alle Exporte des Hacking Teams in Länder, die im Verdacht standen, Menschenrechte zu verletzen. Nachdem das Hacking Team intensives Lobbying bei seinen italienischen Kunden betrieben hatte - unter anderem mit Briefen an die Carabinieri und hochrangige italienische Militärs - hob das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung das Verbot im Dezember 2014 aber nicht nur auf, sondern erteilte eine umfassende Exportgenehmigung für die Länder, die das Wassenaar-Abkommen akzeptieren.

Auf einzelne Prüfung verzichtete die italienische Regierung fortan. Stattdessen wird gegen diejenigen ermittelt, die möglicherweise die internen Dokumente des Hacking Teams in die Öffentlichkeit gebracht haben.

Spionagesoftware verbreitet sich wie ein Virus 

eye home zur Startseite
MoodyMammoth 21. Jul 2015

Das glaubst Du jetzt nicht wirklich, oder???? Wenn doch, setz die Drogen ab, die...

jt (Golem.de) 20. Jul 2015

You're absolutely right. I misread the passage. Although sex trafficking does include...

Prinzeumel 18. Jul 2015

Kein Plan. Aber könnte ganz gut zu "der pate" passen. ^^

Prinzeumel 18. Jul 2015

Du warst offensichtlich nie auf einer s21 Demo.

Niaxa 18. Jul 2015

Und Gummi gab es vor dem Kaugummi, was willst jetzt damit sagen? Klar gabs den Brennstoff...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Frankfurt am Main
  2. über Schultz & Partner Unternehmens- & Personalberatung, Bremen
  3. operational services GmbH & Co. KG, Stuttgart
  4. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 19 % Cashback bekommen
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. (Core i7-6700HQ + GeForce GTX 1070)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes
  2. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  3. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation


  1. Zero G

    Schwerelos im Quadrocopter

  2. Streaming

    Youtube hat 1 Milliarde US-Dollar an Musikindustrie gezahlt

  3. US-Wahl 2016

    Nein, Big Data erklärt Donald Trumps Wahlsieg nicht

  4. Online-Hundefutter

    150.000 Euro Strafe wegen unerlaubter Telefonwerbung

  5. Huawei

    Vectoring mit 300 MBit/s wird in Deutschland angewandt

  6. The Dash

    Bragi bekommt Bluetooth-Probleme nicht in den Griff

  7. Bugs in Encase

    Mit dem Forensik-Tool die Polizei hacken

  8. Autonomes Fahren

    Verbraucherschützer fordern "Algorithmen-TÜV"

  9. The Last Guardian im Test

    Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest

  10. E-Sport

    Cheats und Bots in Südkorea offenbar gesetzlich verboten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Travelers Box: Münzgeld am Flughafen tauschen
Travelers Box
Münzgeld am Flughafen tauschen
  1. Apple Siri überweist Geld per Paypal mit einem Sprachbefehl
  2. Soziales Netzwerk Paypal-Zahlungen bei Facebook und im Messenger möglich
  3. Zahlungsabwickler Paypal Deutschland bietet kostenlose Rücksendungen an

Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. Red Star OS Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux
  2. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit
  3. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak

  1. Re: Externes Gerät? Token?

    eXeler0n | 20:36

  2. ISO 26262

    PiranhA | 20:32

  3. Re: Dem Inginöör ist nichts zu schwöör!

    George99 | 20:29

  4. Re: TÜV sollte erst mal üben

    nicoledos | 20:21

  5. Re: Meistwerk?

    blubberer | 20:19


  1. 18:49

  2. 17:38

  3. 17:20

  4. 16:42

  5. 15:05

  6. 14:54

  7. 14:50

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel