GVU: Portal Drei.bz wegen Urheberrechtsverletzungen offline
(Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

GVU Portal Drei.bz wegen Urheberrechtsverletzungen offline

Nach Razzien der Kriminalpolizei Bielefeld und Flensburg ist das Portal Drei.bz offline. Die vollständigen Datenbanken liegen bei der Polizei. Drei.bz hatte Links auf illegale Filmkopien bei File- und Streamhostern angeboten.

Anzeige

Die Staatsanwaltschaft Paderborn ist mit Durchsuchungsaktionen gegen den mutmaßlichen Betreiber der Portale Drei.bz und Freedownloadz V2 vorgegangen. Das gab die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) am 6. März 2013 bekannt. Bei der Aktion am 26. Februar 2013 sicherte die Kriminalpolizei Flensburg in einem örtlichen Rechenzentrum Kopien der beiden Angebote, denen Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

"Die Kriminalpolizei Bielefeld konnte in den Privaträumen des Beschuldigten im Kreis Höxter die vollständigen Datenbanken des Portals Drei.bz sowie schriftliche Unterlagen beschlagnahmen", erklärte die GVU. Der Beschuldigte sei geständig. Das zur Zeit der Durchsuchung noch aktive Portal Drei.bz wurde abgeschaltet.

Freedownloadz V2 war bereits vor rund einem Jahr offline gegangen. Acht Wochen zuvor hatte die GVU Strafantrag gestellt. Der GVU-Strafantrag von Anfang Februar 2012 wegen unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke richtete sich zunächst gegen den zu der Zeit unbekannten Betreiber von Freedownloadz V2.

Da das Portal mehrere Werbeflächen vermietet hatte, erstattete die GVU zusätzlich Strafanzeige wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung. Im Verlauf der folgenden Monate habe sich der Verdacht bestätigt, dass der Beschuldigte auch für das Portal Drei.bz verantwortlich sein könnte, so die GVU.

Drei.bz listete am Tag der Durchsuchung nach eigenen Angaben insgesamt 176.566 Titel. Sämtliche Dateien befanden sich auf den Servern von File- und Streamhostern. Die registrierten Nutzer von Drei.bz konnten auf die Inhalte nur durch Links zugreifen.

Die Startseite des Portals enthielt Abbildungen von Covers aktueller Kinofilme und Spiele, die von Sexwerbung umrahmt waren. Dazu zählte ein Werbebanner, das eine Altersverifikation vortäuschte.

Freedownloadz V2 bot Anfang 2012 rund 72.000 Links zu illegalen Kopien von Spielfilmen und Games. Zusätzlich enthielt das Angebot eine XXX-Sektion mit Verlinkungen zu insgesamt 9.119 pornografischen Videodateien.


Th3Dan 08. Mär 2013

Also bei wirklich professionellen Warez-Seiten uppen keine Freunde der Inhaber. Das...

Trockenobst 06. Mär 2013

Am Ende werden sie paar luschige 1000er gemacht haben und sich fragen was "falsch...

Th3Dan 06. Mär 2013

Klar kann man mit illegalen Inhalten Geld verdienen, man muss es nur richtig und vor...

LibertaS 06. Mär 2013

Dann kommt deren Sondereinheit "Pusemuckel" und beschlagnahmt dein WLAN kabel und löscht...

Prypjat 06. Mär 2013

Und das läuft ziemlich instabil und hat noch etliche Bugs.

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Developer .NET (m/w)
    UWS Business Solutions GmbH, Paderborn
  2. IT-Consultant (m/w) Inhouse System Engineering
    Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln
  3. Prozessmanager/in
    Universität zu Köln, Köln
  4. Product Manager Mobile Apps (m/w)
    Affinitas GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Arducorder Mini

    Open-Source-Tricorder sammelt Umweltdaten

  2. Goethe, Schiller, Lara Croft

    Videospiele gehören in den Schulunterricht

  3. Bundesnetzagentur

    "Wir können Routerzwang gar nicht abschaffen"

  4. Blue Byte

    Assassin's Creed Identity für mobile Geräte

  5. Kingzone K1

    Sehr dünnes Smartphone mit 1080p-Display für 260 Euro

  6. Viewsonic

    Gaming-Monitor mit 144 Hz Bildfrequenz

  7. Basis Peak

    Vier Tage schwitzen mit Intels Fitness-Smartwatch

  8. In eigener Sache

    Golem.de offline und unplugged

  9. Arduino

    Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101

  10. Microsoft-Handy

    Nokia 130 mit langer Akkulaufzeit für 29 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Deutsche Telekom: 300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
Deutsche Telekom
300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
  1. Deutsche Telekom Umstellung auf VoIP oder Kündigung
  2. Entlassungen Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark
  3. Mobile Encryption App angeschaut Telekom verschlüsselt Telefonie

Nicholas Carr: Automatisierung macht uns das Leben schwer
Nicholas Carr
Automatisierung macht uns das Leben schwer
  1. HP Proliant m400 Moonshot-Microserver mit 64-Bit-ARM-Prozessoren
  2. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt
  3. Computerchip IBM stellt künstliches Gehirn vor

Bash-Lücke: Die Hintergründe zu Shellshock
Bash-Lücke
Die Hintergründe zu Shellshock
  1. OS X Apple liefert Patch für Shellshock
  2. Shellshock Immer mehr Lücken in Bash
  3. Linux-Shell Bash-Sicherheitslücke ermöglicht Codeausführung auf Servern

    •  / 
    Zum Artikel