Großprojekt Bundesagentur für Arbeit stellt komplett auf E-Akte um

"Es gibt keine Organisation oder Behörde von vergleichbarer Größe in Europa, die das bereits getan hat", so die Bundesagentur zu dem Großprojekt. Die elektronische Akte kommt mit der Enterprise-Content-Management-Plattform Filenet P8 von IBM.

Anzeige

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) führt 2012 in allen 176 Arbeitsagenturen und über 400 weiteren Dienststellen die elektronische Akte ein. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, handelt es sich um ein einmaliges Großprojekt.

"Es gibt keine Organisation oder Behörde von vergleichbarer Größe in Europa, die das bereits getan hat", sagte eine Sprecherin der Behörde der Süddeutschen Zeitung. "Wir sind hier die Ersten."

Die Umstellung wurde durch Pilotprojekte in Sachsen-Anhalt und Thüringen vorbereitet. Im Juni 2011 gab die Bundesagentur bekannt, dass 22,2 Millionen Kundenakten in den Arbeitsagenturen liegen. Täglich kämen etwa 260.000 neue Dokumente hinzu. Bei den Familienkassen, die das Kindergeld auszahlen, sind es 13,2 Millionen Akten mit etwa 140.000 neuen Dokumenten täglich. "Man kann sich vorstellen, dass zum Beispiel die Lagerung von so vielen Dokumenten Zeit kostet", sagte Raimund Becker vom Vorstand der Bundesagentur. "Außerdem müssen Papierakten oft verschiedenen Sachbearbeitern zur Verfügung stehen und dazu aufwendig versendet werden."

Scannen von 10.000 Blatt pro Stunde

Eine Sprecherin der Bundesagentur sagte Golem.de: "Die Software ist von IBM. Wir scannen nicht selbst, sondern bedienen uns Scan-Zentren der Deutschen Post. Wir liefern nur die Akten." Die Hochleistungsscanner digitalisieren etwa 10.000 Blatt pro Stunde. IBM liefert eine Software auf Basis ihrer Enterprise-Content-Management-Plattform Filenet P8. Die E-Akte erlaubt auch den gleichzeitigen Zugriff von berechtigten Mitarbeitern auf Dokumente und Akten. IBM entwickelte darüber hinaus eine spezielle Bedienoberfläche für die Bundesagentur. Im Dokumentenmanagementsystem (DMS) würden die Dokumente und Akten gerichtsverwertbar, revisionssicher und langfristig verkehrsfähig gespeichert.

Ein dreistelliger Millionenbetrag werde so ab 2016 eingespart. Aber erst einmal müsse "viel investiert werden", sagte die Sprecherin Golem.de. Angaben zu den Kosten der Einführung wurden nicht gemacht. Ab 2016 wirkten sich Personaleinsparungen und Kosteneinsparungen für Lagerflächen positiv aus. "Wir führen die elektronische Akte in sogenannten Wellen nach Regionen ein und schulen die Mitarbeiter."

Laut Süddeutscher Zeitung sollen auch die Akten der Jobcenter einbezogen werden, wo die Papierberge noch viel größer seien als bei der Arbeitslosenversicherung.


Klonky 27. Jun 2012

Wie Arnold Schwarzenegger in Simpsons Der Film schon sagte: De ham mi g'wählt um zu...

spiderbit 27. Jun 2012

hmm hab 2 antworten auf die Frage 1. über eine Mehrwertsteuererhöhung finanzieren -> nein...

lisgoem8 26. Jun 2012

Nicht die tausenden Arbeitsvermittler die diese Vermittlungsgutscheine regelrecht...

Thaodan 26. Jun 2012

Weswegen gibt es in Deutschland so viele Staatsfunktionen die von privaten Unternehmen...

Charles Marlow 26. Jun 2012

"Digitale Schnittstelle seit Monaten und auch nach mehreren Updates nicht funktionsfähig...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  2. Applikationsadministrator/-in
    Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  3. Junior Systementwickler (m/w)
    Flughafen München GmbH, München-Flughafen
  4. (Junior) IT Berater (m/w) Java / Datenbank-Entwicklung
    cimt ag, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Next Browser angeschaut: Android-Browser mit Gestensteuerung
Next Browser angeschaut
Android-Browser mit Gestensteuerung

Das Go-Launcher-Team hat einen eigenen Browser für Android veröffentlicht. Der Next Browser wird über Gesten bedient, synchronisiert Lesezeichen und kann mittels Erweiterungen um zusätzliche Funktionen ergänzt werden.

  1. Offline-Karten-App für Android Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop
  2. Smartphones und Tablets Google will Android-Fragmentierung bekämpfen
  3. All Access Google stellt Spotify-Konkurrenten vor

Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Legale Privatkopien: "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"
Legale Privatkopien
"EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

Die EU diskutiert in der kommenden Woche ein Papier, das den Konflikt zwischen Geräteherstellern und Verwertungsgesellschaften lösen soll. Der Bitkom fordert eine schnelle Umsetzung des Vorschlags des EU-Mediators António Vitorino.


Zum Artikel