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Kdbus ist zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden.
Kdbus ist zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden. (Bild: Sebastian Oliva/CC-BY-SA 3.0)

Greg Kroah-Hartman: Kdbus wird zur Aufnahme in Linux vorgeschlagen

Kdbus ist zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden.
Kdbus ist zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden. (Bild: Sebastian Oliva/CC-BY-SA 3.0)

Nach einem Jahr Entwicklung ist Kdbus offiziell für die Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden. Die Idee zu dieser Interprozesskommunikation stammt von Systemd-Entwicklern.

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"Kdbus ist eine Interprozesskommunikation (IPC) auf Kernel-Ebene, die einen Nachbau der Protokollschicht mit dem existierenden D-Bus-Daemon verfolgt, während einige Funktionen ermöglicht werden, die vorher nicht im Userspace implementiert werden konnten", schreibt der Linux-Hacker Greg Kroah-Hartman in einer E-Mail an die Kernel-Mailing-Liste. Damit schlägt er nach über einem Jahr Entwicklung erstmals offiziell die Aufnahme von Kdbus in Linux vor.

Demnach ist die Technik als sogenannter Char-Treiber implementiert, der Geräte nach Bedarf erstellt. Einer der Hauptvorteile der Implementierung von D-Bus im Kernel ist, dass der Nachrichtentransfer über geteilte Speicherbereiche abläuft, um "unnötige zusätzliche Datenkopien während des Nachrichtenaustauschs" zu vermeiden. Darüber hinaus können mit den eigentlichen Nachrichten auch Dateideskriptoren (FD) sowie geschützte Mem-FDs weitergereicht werden.

Die Nachrichten selbst werden dabei Peer-to-Peer per Unicast oder Multicast versendet und die Nachrichten können mit vertrauenswürdigen Metadaten wie einem Zeitstempel, Cgroup-Pfad, Sicherheitslabel und weiteren versehen werden. Welche der Daten dabei tatsächlich aufgenommen und zur Nachricht hinzugefügt werden, entscheidet der Empfänger.

Der Treiber verhält sich dabei komplett agnostisch gegenüber den transportierten Daten. Zudem werden mehrere komplett voneinander getrennte Domains unterstützt, was die gleichzeitige Verwendung mehrerer virtualisierter Instanzen erlaubt. Eine einfache Datenbank für Richtlinien kann das Auffinden und Kommunizieren zweier Dienste unterbinden.

Ursprünglich stammt die Idee, die D-Bus-Technologie in den Kernel zu verlagern, von den Systemd-Entwicklern und ist von einigen Kernel-Hackern positiv aufgenommen worden. Neben den bekannten Systemd-Entwicklern wie Lennart Poettering und Kay Sievers sowie dem Kernel-Maintainer Kroah-Hartman haben insgesamt weit über 30 Personen zu den Projekt beigetragen. Die erste Userspace-Implementierung der Technik findet sich dementsprechend auch in Systemd. Weitere Informationen über die Funktionsweise von Kdbus finden sich in der Dokumentation, die ebenfalls als Patch bereitsteht.


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