Grafikkarten-Hack: Von Geforce nach Quadro per Lötkolben
Die Platine der GTX-690 mit zwei GPUs (Bild: Nvidia)

Grafikkarten-Hack Von Geforce nach Quadro per Lötkolben

Nvidias Geforce GTX-690 lässt sich zu einer Quadro K5000 umbauen. Das hat Forenpostings zufolge nun ein Elektronikexperte nachgewiesen. Dazu musste er nur einige Widerstände auf der Grafikkarte verändern.

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Im Forum der Elektronik-Bastelseite EEVblog hat ein Nutzer mit dem Pseudonym "Gnif" eine bebilderte Anleitung veröffentlicht. Sie zeigt den Umbau der Dual-GPU-Karte Geforce GTX-690 zu einem Hybridmodell. Nach der Modifikation meldet sich das Gerät beim Betriebssystem als zwei Grafikkarten an: GTX-690 und Quadro K5000. Der Vorteil dieser Aktion: Eine GTX-690 kostet ab 950 Euro, eine K5000 ab 1.800 Euro.

Diesen Preisunterschied rechtfertigen bei den für professionelle Anwendungen vorgesehenen Quadro-Grafikkarten vor allem die Treiber. Sie sind für viele teure Programme zertifiziert, und die Hersteller der Software gewähren in der Regel nur dann Support, wenn zertifizierte Treiber eingesetzt werden. Dabei geht es, anders als bei Spielen, beispielsweise bei 3D-Konstruktionsanwendungen um eine pixelgenaue Darstellung auch bei höchsten Zoomstufen.

Die GPUs auf Geforce- und Quadro-Karten sind jedoch identisch. Um zu verhindern, dass die Quadro-Treiber auch mit Geforce-Karten genutzt werden, melden sich die Grafikkarten auf dem PC mit einer unterschiedlichen PCI-ID. Jede Steckkarte besitzt eine solche ID, die Treiber identifizieren anhand der Nummer das Gerät. Bei Nvidias aktuellen Kepler-GPUs ist diese ID aber nicht, wie bei früheren Grafikkarten, im Bios der Karte gespeichert - bei manchen Geforce-Karten genügte es bisher, das Quadro-Bios einzuspielen, um eine Geforce umzurüsten.

Wie Gnif herausgefunden hat, wird die ID über nahe an der GPU angebrachte SMD-Widerstände bestimmt. Wenn man diese durch andere mit passenden Werten ersetzt, meldet die GPU sich mit einer anderen PCI-ID. Geklappt hat das bisher nur mit GPU 2, die am Ende der Grafikkarte sitzt, die GPU 1, die sich nahe am Slotblech befindet, hat Gnif noch nicht umgebaut. Für diesen Chip gibt es keine so offensichtlichen Markierungen wie bei GPU 2.

Nur für echte Lötprofis

Auch abgesehen vom Verlust der Garantie ist der Umbau für ungeübte Elektronikbastler alles andere als trivial. Die SMD-Widerstände sind weniger als einen Millimeter breit und nur mit einer temperaturgeregelten Lötstation ohne Schäden zu entfernen. Zudem müssen für den Umbau zu einer K5000 drei Widerstände ausgelötet und zwei neue eingesetzt werden. Routiniertes Arbeiten mit SMD-Bauteilen ist unbedingte Voraussetzung für die Modifikation.

Eine Reaktion von Nvidia auf die Anleitung gibt es noch nicht. Gnif schreibt aber, dass er vor dem Post bei EEVblog einen ähnlichen Thread im offiziellen Forum von Nvidia erstellt habe. Dort sei die Anleitung jedoch gelöscht worden. Auf gleiche Weise, nur mit anderen Widerständen lässt sich übrigens aus der GTX-690 nicht nur eine Quadro-, sondern eine Tesla-Karte machen.


Soonnydplayer 27. Mär 2013

Wer soviel Geld hat es sich leisten zu können sich eine Geforce in der Preisklasse zu...

olleIcke 26. Mär 2013

Pixel?! Ehmm.. Pixel sind auf Monitoren kaputt, auf Displays. Wäre mir absolut neu, dass...

Lala Satalin... 26. Mär 2013

Don't feed the trolls.

Crass Spektakel 25. Mär 2013

Lol, "ich denke eher"... besser nicht, gell :-) Ja haben sie: Langsamerer Speicher...

spambox 25. Mär 2013

Das Produkt wird nicht besser, wenn man die Widerstände ändert; es wird nur anders...

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