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Ein Gebäck als Namensgeber
Ein Gebäck als Namensgeber (Bild: Kochtopf/CC-BY 2.0)

Google: Zopfli statt zlib

Ein Gebäck als Namensgeber
Ein Gebäck als Namensgeber (Bild: Kochtopf/CC-BY 2.0)

Google hat unter dem Namen Zopfli eine neue Kompressionsbibliothek als Open Source veröffentlicht, die kleinere Dateien erzeugen soll als gzip. Dabei ist Zopfli kompatibel zu gzip, so dass der Algorithmus zur Kompression von Webinhalten verwendet werden kann.

Zopfli soll gzip als Kompressionsalgorithmus für Webinhalte ersetzen. Der nach einem Schweizer Gebäck benannte Algorithmus erzeugt Ergebnisse, die mit gzip kompatibel sind und somit von jedem Browser, der heute schon mit gzip komprimierte Webinhalte unterstützt, verarbeitet werden können. Dabei soll sich das Volumen komprimierter Inhalte im Vergleich zur zlib bei maximaler Kompression um 3 bis 8 Prozent verringern lassen, so Google.

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Dazu verwendet Zopfli eine alternative Implementierung des Kompressionsalgorithmus Deflate, die im Vergleich zu bisherigen Umsetzungen kleinere Dateien erzeugen soll. Zwar bieten andere Kompressionsalgorithmen höhere Kompressionsraten, sie lassen sich im Web aber nicht sinnvoll einsetzen. Gzip-kompatibel komprimierte Inhalte können hingegen fast alle Browser verarbeiten. Auch für PNG-Bilder eignet sich Zopfli, da hier die Daten intern auch gzip-kompatibel komprimiert werden.

Die Kompression von textbasierten Webinhalten wie HTML, CSS und Javascript reduziert die übertragene Datenmenge erheblich, so dass der zusätzliche Rechenaufwand auf Seiten von Server und Client nicht ins Gewicht fällt. Letztendlich verringern sich durch die Kompression die Ladezeiten von Webseiten nicht nur spürbar, auch die Traffic-Kosten sinken.

Zopfli soll die Kompression nun nochmals verbessern, was Ladezeiten weiter verkürzt und den zu übertragenden Traffic weiter reduziert. Allerdings ist dies mit einem erhöhten Rechenaufwand verbunden, so dass die Kompression von Daten mit Zopfli rund 100- bis 1.000-mal so lange dauert wie mit der zlib bei maximaler Kompression. Beim Entpacken gibt es hingegen keine Unterschiede zwischen Daten, die mit Zopfli oder zlib komprimiert wurden. Zopfli eignet sich daher vor allem für Daten, die nur einmal gepackt und dann sehr oft ausgeliefert werden, beispielsweise Webinhalte, die in komprimierter Form für eine gewisse Zeit gecacht werden.

Geschrieben wurde Zopfli in C, was die Portierung auf möglichst viele Systeme einfach machen soll.

Entwickelt wurde Zopfli von Lode Vandevenne, der bei Google in Zürich arbeitet. Er hat Zopfli im Rahmen der 20 Prozent seiner Arbeitszeit umgesetzt, die Google seinen Mitarbeitern zur Umsetzung eigener Ideen einräumt.

Zopfli steht unter der Apache-Lizenz 2.0 und kann unter code.google.com/p/zopfli heruntergeladen werden.


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sunscreen 04. Mär 2013

http://mail.zlib.net/pipermail/pigz-announce_zlib.net/2013-March/000007.html http://zlib...

Thaodan 02. Mär 2013

Also könnte man auch LZMA nutzen (ich weiß das aktuell die Browser es nicht können, aber...

baldur 02. Mär 2013

Ich kann mir das gerade für PNG-Dateien recht gut vorstellen. Die ändern sich ja selten...

GodsBoss 01. Mär 2013

Vielleicht übernehmen die aber die neue Kompressionsmöglichkeit auch, um noch kleinere...

Lala Satalin... 01. Mär 2013

Bei PNG ist nicht unbedingt ZLIB der Flaschenhals. Das Problem ist, dass die Encoder alle...



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