Google+-Redesign Whitespace-Humor und verärgerte Entwickler

Das neue Google+-Layout zeigt auf großen Displays eine prominent platzierte große weiße Fläche - die provoziert genervte Kommentare, vor allem aber viele witzige Ideen zur Nutzung des Whitespace.

Anzeige

Google+ sieht seit kurzem anders aus und das Redesign findet nicht jeder gut. Vor allem wird kritisiert, dass große Bildschirme bei maximiertem Browserfenster nicht ausgenutzt werden und Googles soziales Netzwerk auf ihnen verloren oder löchrig aussieht. Praktisch veranlagte Google+-Nutzer haben bereits Skripte wie den Whitespace-Remover for Google Plus oder GExtend geschrieben, die den Whitespace verringern, indem sie bestimmten Elementen etwas mehr Platz zur Verfügung stellen.

  • Google+-Nutzer Christian Martel bedeckt den Whitespace mit einer Topfpflanze. (Bild: Christian Martel)
  • Eric Tamez dient er als Katzenstellplatz. (Bild: Eric Tamez)
  • Josh Kupke betrachtet damit Röntgenbilder. (Foto: Josh Kupke)
  • Bei Lewi Hussel passt Facebook in den Google+-Whitespace. (Bild: Lewi Hussel)
  • Terrence M. Boyd kann endlich seine Technik richtig sortieren. (Bild: Terrence M. Boyd)
  • Und bei Yousef Schwarzenegger schaut Karl Klammer vorbei. (Bild: Yousef Schwarzenegger)
Google+-Nutzer Christian Martel bedeckt den Whitespace mit einer Topfpflanze. (Bild: Christian Martel)

Mehr Energie fließt jedoch in humorvolle Lösungen für das Whitespaces-Problem (#usesforwhitespace) des neuen Layouts von Google+. So könnte etwa ein anderes Browserfenster innerhalb des Whitespace noch einmal Google+ anzeigen, es könnte Facebook darübergelegt oder eine Topfpflanze an die richtige Stelle vor dem Display gestellt werden. Eine lebendige Katze tut es natürlich auch. Die weiße Fläche könnte als Ablage für Kopfhörer oder zur Auswertung von Röntgenbildern dienen oder für einen aufgeräumten Arbeitsplatz sorgen. Einer der Protagonisten von Game of Thrones könnte den Whitespace bewachen oder Microsofts altes Office-Maskottchen Karl Klammer (Clippy) freundlich aus dem Whitespace grüßen.

Eine Ursache für das Designkonzept könnte Googles fiktive Übernahme des bis dato unbekannten Unternehmens Whitespace sein, ein Google+-Nutzer hat sich die passende Pressemitteilung dazu ausgedacht. Diese Lösungen helfen aber wiederum denjenigen nicht, die auf sehr kleinen Displays arbeiten und eher das Gefühl haben, weniger als zuvor von Google+ sehen zu können.

Entwickler verärgert über plötzlichen Relaunch

Da der Google+-Relaunch für Probleme mit Google+Apps sorgen kann, gibt es aber nicht nur Kritik am neuen Aussehen. So ist etwa der freie Entwickler Mohamed Mansour extrem verärgert über die überraschende Veränderung - seine in den letzten zehn Monaten über zwei Millionen Mal heruntergeladenen kostenlosen Apps und Extensions funktionierten nun nicht mehr oder seien zumindest potenzielle Fehlerquellen - und würden so unnötig Frust auslösen.

"Warum habt ihr euch nicht an die Entwickler gewandt und ihnen gesagt, dass eine große Veränderung kommt? Haben wir die Plattform nicht genug unterstützt, um zu erfahren, dass Dinge nicht mehr funktionieren werden?", fragt Mansour. Nun gebe es auf Hunderttausenden von Rechnern Probleme beim Besuch von Google+, viele Fehlermeldungen würden gezeigt und hunderttausende Stunden harter Arbeit zunichte gemacht.

Als positives Gegenbeispiel nennt Mansour die Einführung der Facebook-Chronik (Timeline), die sich über Monate hinzog. Hier seien Entwickler lange genug vorgewarnt gewesen, um Anpassungen vorzunehmen. Auch die Nutzer wurden nicht überrascht und sie hatten anders als bei Google+ die Wahl, früher oder später zum neuen Layout zu wechseln. Da Mansour für seine Google+-Apps recht bekannt ist, hat die Diskussion unter seinem offenen Brief an Google mittlerweile einen enormen Umfang erreicht.


__destruct() 16. Apr 2012

Echt, geht das unter Windows inzwischen in manchen Programmen mit mehreren Spalten? In...

Chevarez 15. Apr 2012

Gehört der Inhalt, der vorher von zu viel Whitespace getrennt war, eigentlich thematisch...

Casandro 14. Apr 2012

Leider gibts ja 4:3 nicht erschwinglich in guten Auflösungen, aber 50% JS würde ich heute...

irata 14. Apr 2012

Gottseidank gibt es "Noobs", sonst wären wir wohl alle arbeitslos ;-)

BLi8819 13. Apr 2012

Von wegen ungenutzter Platz Google nutzt den Platz um Programmcode zu übertragen :-D

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior Process Consultant MES (m/w)
    Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  2. Anwendungsbetreuer / Administrator (m/w) für Medizinische Informationssysteme
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  3. Entwic­kler Con­trol­ling­sys­teme (m/w)
    Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
  4. IT-Projektmanager (m/w) Systemgestaltung im Arbeitsgebiet Fahrzeugeinplanung / Programmplanung
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafikkarte Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar
  2. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

    •  / 
    Zum Artikel