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Ingress-Spieler in Kiew
Ingress-Spieler in Kiew (Bild: Anne Beuttenmüller/Niantic Labs Google)

Google Portalhack-Spiel Ingress verlässt den Betastatus

Ingress schließt Mitte Dezember die Betaphase ab. Erst vor wenigen Tagen hatte die Google-Tochter Niantic Labs das Augmented-Reality-Spiel für alle geöffnet. Gerüchte über neue Fraktionen wurden nicht bestätigt.

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Das Augmented-Reality-Spiel Ingress wird am 14. Dezember 2013 die Betaphase beenden. Das hat Entwickler Niantic Labs bekanntgegeben. Bereits am 31. Oktober öffnete die Google-Tochter das Programm für alle Spieler, so dass für eine Teilnahme keine Einladung mehr notwendig ist. Vorher wurde die Anzahl der aktiven Teilnehmer limitiert und Mitspieler konnten sich nur anmelden, wenn sie ihre Teilnahme auf der Website beantragten oder über einen Einladungscode von aktiven Spielern verfügten.

Bei der Android-App für Smartphones und Tablets kämpfen zwei Fraktionen um den Besitz von Portalen. Das sind Sehenswürdigkeiten, Bauwerke, Haltestellen, Skulpturen oder andere öffentliche Orte. Gerüchte über zusätzliche Fraktionen neben dem Widerstand und den Erleuchteten wollte Anne Beuttenmüller, Product Marketing Managerin von Niantic Labs, nicht kommentieren. Informationen zur Entwicklung des Spiels werden nur allmählich bekanntgegeben. Das letzte Update der App für Ingress-Spieler, das bei Google Play erhältlich ist, wurde am ersten November 2013 veröffentlicht. Nach eigenen Angaben arbeitet das Startup aber ständig an der Weiterentwicklung.

Datenschutz - "Ohne GPS-Daten gäbe es kein Ingress"

Der Datenschutz der Nutzer soll bei der Google-Tochter im Vordergrund stehen. Alle Teilnehmer müssen vor Spielbeginn den Nutzungsbedingungen zustimmen. Wer versucht, zusätzliche und somit illegale Informationen über eine der Ingress-Schnittstellen zu erhalten, muss mit einer Löschung seines Accounts rechnen. Die massenhafte Speicherung von Positionsdaten könne man im Zuge des Spieles nicht verhindern. "Ohne GPS-Daten gäbe es kein Ingress", so Beuttenmüller.

Das Userscript Ingress Intel Total Conversion (IITC) will die normale Kartenansicht durch zusätzliche Informationen ergänzen. So kann per Browser-Plugin oder App die Position von Spielern angezeigt werden, wenn sie gerade Portale angreifen oder einnehmen. IITC bedient sich dabei den Statusmeldungen des Spiels.

Mit Hinweis auf die Verletzung der Nutzerbedingungen wurde die Erweiterung abgeschaltet. Die Sperre führte innerhalb der Community zu Diskussionen.

Punkte gibt es innerhalb des Spiels auch dafür, bei der Google-Tochter selbstgemachte Fotos von Portalen einzureichen. Die Nutzungsbedingungen stehen nicht im Widerspruch zum Urheberrecht: Wer ein Bild macht, bleibt der Urheber. Allerdings wird Google und allen Vertragspartnern erlaubt, die Inhalte der Spieler zu Spielzwecken in vollem Umfang zu nutzen und alle Inhalte auf den eigenen Servern zu speichern.

Nach Angaben von Beuttenmüller ist aber keine Verwendung der Fotos oder anderer Daten für Dienste wie Google Maps oder Google Earth geplant: "Es wird zwar oft darüber spekuliert, dass Ingress zum Sammeln von Daten entwickelt worden sei, aber das ist nicht der Fall. Ingress wurde entwickelt, um Nutzern ein ganz neuartiges Spielerlebnis zu ermöglichen."

Monetarisierung bleibt fraglich

Auch zur Monetarisierung des Spieles werden keine konkreten Angaben gemacht. Sollte innerhalb der App künftig Werbung angezeigt werden, so dürfe dies auf keinen Fall die Nutzererfahrung negativ beeinflussen, erklärte Beuttenmüller. Derzeit wird mit Werbepartnern wie Vodafone Deutschland, HINT Water und Zipcar in den USA experimentiert, deren Niederlassungen auf der Spielekarte angezeigt werden. Niantic Labs möchte mit den Experimenten "ein Gefühl dafür entwickeln, wohin die Reise gehen könnte".

Ingress auf Google Glass?

Ingress scheint wie geschaffen für die Datenbrille Google Glass, von der dieses Jahr noch eine überarbeitete Version erscheinen soll. Google Glass basiert ebenfalls auf dem Betriebssystem Android. Es soll seinen Trägern auf dem Sichtfeld Informationen aus dem Internet anzeigen.

Ob es Ingress für das brillenähnliche Gestell geben wird, möchte das Unternehmen derzeit weder bestätigen noch ausschließen. Vor 2014 ist mit der Markteinführung der Datenbrille nicht zu rechnen. Niantic Labs hätte also noch Zeit für die Entwicklung einer passenden App.


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kitingChris 14. Nov 2013

Was hält dich davon ab diese Leute kennen zulernen? In unserer Community sind wirklich...

JackIsBlack 06. Nov 2013

Vodafone ist in Deutschland der einzige werbepartner. Bist ja auch nicht gezwungen da hin...

underlines 05. Nov 2013

Ich finde es ganz lustig zu sehn wo ich vor einem Jahr war, oder wo meine meistbesuchten...

Egon E. 05. Nov 2013

Um die Verwendung des Bildes geht es doch überhaupt nicht. Das steht schon im ersten Beitrag.

sha (Golem.de) 04. Nov 2013

Danke für den Hinweis. Wir haben den entsprechenden Absatz entfernt und überarbeiten die...



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