Google Maps angetestet Kleine, aber nicht vollständige Karten im Offlinemodus

Kartenmaterial von Google Maps für den Offlinebetrieb ist auf Android-Geräten schnell heruntergeladen. Die wenige MByte großen Karten sind dann aber nicht so vollständig wie das Onlinematerial, wie Golem.de beim Herunterladen der Berlin-Karte festgestellt hat.

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Mit der neuen Google-Maps-Version für Android können Anwender jetzt auch ohne experimentelle Funktionen das Kartenmaterial offline verfügbar machen. Wer also weiß, dass er sich an Orten aufhält, an denen er keine Internetverbindung hat oder nur sehr schwer an eine gelangt, ist mit der neuen Version bestens ausgestattet.

Die Karten sind dabei sehr klein. Gerade einmal 30 MByte sind es für Berlin und Brandenburg. Das Limit für einen einzelnen Download liegt bei etwa 85 MByte. Danach muss neu angesetzt werden. Es ist also unmöglich, ganz Deutschland in einem Versuch herunterzuladen. Trotzdem reicht die Größe für Metropolen wie etwa Paris. In dem Fall sind es rund 45 MByte. Leider lässt sich ein Areal nicht in der Grobfassung herunterladen. Wer beispielsweise nur auf der Durchreise ist, kann leider nicht nur die wichtigsten Straßen herunterladen.

30 bis 45 MByte für eine Stadt sind erstaunlich wenig Datenmaterial, vor allem für Nutzer, die Offmaps aus unserem Werkzeugkasten kennen, das sich Daten aus dem Openstreetmap-Projekt holt. Dann kann das Kartenmaterial schnell größer als 1 GByte sein. Google verkleinert jedoch die Daten für den Offlinebetrieb. In unserem Test fehlten vor allem die Namen kleiner Straßen. Problematisch dürfte es sein, wenn der Nutzer eine Adresse in einem Ort mit vielen kleinen Gassen sucht.

Es fehlen auch andere Bezugspunkte. Besondere Orte (Points of Interests, POI) gibt es fast gar nicht. In Berlin sind es gerade einmal die S- und U-Bahnhöfe, Parkanlagen und einige Friedhöfe. Die 3D-Ansicht mit den Gebäudemodellen fehlt auch. Im Offlinemodus ist nur die normale gekippte 3D-Ansicht der flachen Karte möglich. Zudem ist eine Suche nach Straßen nicht möglich.

Der Anwender kann aber ein wenig vorarbeiten und beispielsweise den Kartencache nutzen, um weitere Details im Speicher zu halten. Diese sind dann auch ohne Netzverbindung verfügbar. Dazu muss das genaue Ziel aber bekannt sein. Wie zuverlässig das ist, konnten wir beim kurzen Ausprobieren nicht testen.

Trotzdem ist die neue Offlinefunktion sehr praktisch. Vor allem weil sie so kleine Datenmengen benötigt. Wer mehr Details braucht und den Speicher hat, muss zu anderen Lösungen greifen, um die Karten immer zugänglich zu haben.

Die neue Maps-Version sollten Android-Geräte direkt als Update via Google Play anbieten. Sie stand auf unseren Android-Geräten, dem Galaxy Tab 7.0 Plus N sowie einem Galaxy Nexus bereits zur Verfügung. Alternativ kann die Aktualisierung auch manuell angestoßen werden.


tazzmanx 02. Jul 2012

Gibt es eigentlich Nachteile, wenn ich z.b. Berlin vorab in den Cache lade, dann aber mit...

J.K. 02. Jul 2012

Habs mir angeschaut, hat aber leider keinen Google Maps support mehr. Die einzigen...

samy 30. Jun 2012

Geht im Locus pro viel einfacher...

samy 30. Jun 2012

Wer lädt schon Berlin in allen Zoomstufen Offline herunter?? das wären 19 GB bei Locus...

Sebbi 29. Jun 2012

Das ist der Grund warum es von Google auf den Servern ausgeführt wird. Eine simple...

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