Google I/O Neue Dienste und APIs für Android-Entwickler

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O neue Dienste und APIs für Entwickler vorgestellt - von besserer Ortsbestimmung bis hin zu einem plattformübergreifenden Spieleservice. Zudem gibt es eine komplette Entwicklungsumgebung für Android.

Anzeige

Google liefert neue APIs und Dienste für Android-Entwickler nach, die zum Teil noch heute über ein Update auf Android-Geräten verfügbar sein sollen. Dazu zählen die Google Play Game Services für Spielentwickler. Sie umfassen unter anderem den Dienst Cloud-Save, in dem Entwickler Spielstände in der Cloud ablegen können. Spieler können so ein auf dem Tablet gestartetes Spiel auf dem Smartphone fortsetzen.

Auch Achievements und Leaderboards sind Teil der Play Games Services. Freunde auf Google+ sollen hiermit ihren Punktestand vergleichen können. Dafür können auch Spiele unter iOS und im Web den Dienst nutzen.

Unter dem Stichwort Multiplayer bietet Google ein API für Multiplayerspiele an. Es umfasst sowohl das Matching von Spielern, die über Google+ gefunden werden können, als auch die notwendigen P2P-Netzwerk-Stacks, um die Spieler miteinander zu verbinden. Die ersten Spiele auf Basis der Google Play Game Services sollen noch heute erscheinen, das notwendige Update soll im Laufe des Tages automatisch auf Android-Geräten landen.

Aber nicht nur für Spielentwickler gibt es Neuerungen: Google aktualisiert auch das Maps-API, mit dem neue 3D-Ansichten in Apps integriert werden können. Hinzu kommen drei neue Location-APIs: Der Fused Location Provider nutzt die Daten aller Sensoren in einem Gerät, um die aktuelle Position schneller und genauer zu ermitteln. Dabei verwendet Google einen neuen Low-Power-Modus, der pro Stunde nur einen Prozent der Akkukapazität benötigen soll.

Mittels Geofencing lassen sich Ereignisse auslösen, wenn Nutzer einen Bereich betreten oder verlassen, und mit dem neuen Activity-Recognition-API lässt sich erkennen, was ein Nutzer gerade macht: Über maschinelles Lernen erkennt der Dienst beispielsweise, ob ein Nutzer gerade läuft oder Rad fährt.

Darüber hinaus sollen sich Nutzer künftig per Google+ auf den Seiten von App-Entwicklern anmelden und dabei eine App direkt auf ein Gerät installieren. Wird die App gestartet, ist der Nutzer sofort eingeloggt.

Auch der Dienst Google Cloud Messaging (GCM), über den Entwickler Push-Nachrichten an Apps senden können, wird erweitert: Zum einen können persistente Verbindungen zu GCM aufgebaut und so eine große Zahl an Nachrichten an viele Geräte gesendet werden. Zudem werden künftig Upstream-Nachrichten unterstützt, die also in die andere Richtung gehen. Die Nachrichten werden außerdem über mehrere Geräte synchronisiert. Verschwindet eine Benachrichtigung auf einem Gerät, verschwindet sie auch auf einem anderen.

Android Studio

Mit Android Studio bietet Google darüber hinaus eine komplette Entwicklungsumgebung für Android-Entwickler an. Diese basiert auf IntelliJ und ist speziell zur Entwicklung von Android-Apps ausgelegt. Beispielsweise kann eine App-Vorschau gleichzeitig für unterschiedliche Displaygrößen angezeigt werden. Zudem will Google Dienste wie GCM in die IDE integrieren.

Die Entwicklerkonsole "Google Play Dev Console" erweitert Google um neue Statistiken und Optimierungstipps. Auch wird es einen Übersetzungsdienst geben, mit dem Entwickler ihre Apps von professionellen Entwicklern in andere Sprachen übersetzen lassen können. Dabei können Entwickler zwischen verschiedenen Anbietern wählen.

Erstmals sollen Entwickler über Google Play zudem auch Betatests abwickeln und Apps an Teile ihrer Nutzer ausliefern können.


chrulri 16. Mai 2013

Die gibt's ja mit dem neuen API 18: https://plus.google.com/116110604589325140832/posts...

chrulri 16. Mai 2013

Exakt.

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin
  2. Business Intelligence / Data Warehouse Engineer (m/w)
    Loyalty Partner GmbH, München
  3. IT Support Specialist (m/w) - Applikationsbetreuung
    Real Garant über Baden Executive Search Personalberatung GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  4. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  2. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  3. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  4. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  5. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  6. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  7. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  8. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  9. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  10. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  2. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten
  3. Verschlüsselung E-Mail nur noch mit TLS

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel