Anzeige
Für bezahlbaren Wohnraum: Demonstranten stoppen am 1. April 2014 einen Google-Bus in San Francisco.
Für bezahlbaren Wohnraum: Demonstranten stoppen am 1. April 2014 einen Google-Bus in San Francisco. (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

Google Glass zerstört: Opfer zeigt Verständnis für Anti-Google-Proteste

Einem amerikanischen Journalisten ist in San Francisco die Google-Glass-Brille von der Nase gerissen worden. Inzwischen kann er einen solchen Protest gegen die soziale Spaltung durch die IT-Konzerne nachvollziehen.

Anzeige

Wie weit darf der Protest gegen die soziale Spaltung in Städten rund um das Silicon Valley gehen? Ein amerikanischer Journalist musste am vergangenen Wochenende am eigenen Leib erfahren, was es heißt, als Mitarbeiter von Google oder als reicher Google-Glass-Nutzer zu gelten. Bei einem Überfall im Mission District von San Francisco habe ihm eine unbekannte Frau mit dem Ausruf "Glass" seine Google-Glass-Brille von der Nase gerissen und bei der anschließenden Verfolgungsjagd zerstört, schrieb Kyle Russell von Business Insider am Sonntag. Er gehe nicht davon aus, dass die Frau ihm die Brille lediglich stehlen wollte, sagte Russell später zu Mashable.com. "Die Art und Weise, wie sie 'Glass' gerufen und die Brille auf den Boden geworfen hat, hinterließ den Eindruck, dass die Zerstörung ihr Ziel war", sagte der 20 Jahre alte Journalist. Dieser Eindruck könne jedoch auch den Umständen des Vorfalls geschuldet sein.

Zuvor hatte Russell über Proteste gegen einen Google-Mitarbeiter berichtet, der die bisherigen Bewohner aus einem von ihm gekauften Haus werfen will. Schon seit Monaten gibt es in der Stadt Proteste gegen die Verdrängung der angestammten Bevölkerung aus bestimmten Wohngebieten durch wohlhabende IT-Mitarbeiter. So werden beispielsweise Busse blockiert, mit denen Google seine Mitarbeiter zum Firmensitz nach Mountain View transportiert. Die Ablehnung gegen den Konzern mit dem Firmenmotto "Don't be evil" sei inzwischen schon weit gediehen, konstatierte Russell: "Unglücklicherweise steht inzwischen alles, was mit Google in Verbindung gebracht wird, für die Gentrifizierung in der Stadt - von den Bussen, die junge Software-Entwickler zum Firmensitz im Silicon Valley bringen bis zu Google Glass." Dies treffe besonders für Gegenden zu, in denen Gentrifizierung und Einkommensdifferenzen zu Konfliktpunkten in der Gemeinde geworden seien.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen könne er die Aktion der Frau sogar nachvollziehen. Es sei wesentlich schlimmer, seine Wohnung zu verlieren, als seine Brille zerstört zu bekommen, schrieb Russell. Wenn man in San Francisco eine Google-Brille trage, sei es sehr wahrscheinlich, zu Google oder einem anderen Tech-Unternehmen wie Twitter zu gehören. "Wegen meiner Vorliebe für Gadgets sehe ich aus wie einer der Leute, von denen sich die Bewohner der Stadt inzwischen unterdrückt fühlen", schreibt Russell.

Einen schnellen Ausweg aus dem Konflikt sieht Russell nicht. Zwar unternehme Google einiges, um sein schlechtes Image aufzupolieren. So bezahlt das Unternehmen die Stadt für die Nutzung der Bushaltestellen und gab Anstandsregeln für den Gebrauch von Google Glass heraus. Aber das seien keine wirksamen Mittel gegen die Gentrifizierung und die Verdrängung der angestammten Bewohner. Trotz der negativen Schlagzeilen seien die Bewohner von San Francisco jedoch durchaus bereit, mit den IT-Konzernen zusammenzuarbeiten.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 17. Apr 2014

Wie erklärst du denn dann ein Verbot bzw. die Starke einschränkung bei Schusswaffen...

Hawkster 17. Apr 2014

Ach so.... soll die heissen ich hbe diese Rechte nicht einmal? Sehr interessant. Na, da...

TheAerouge 16. Apr 2014

Nunja... so abwegig ist das nicht. Vor ein paar Wochen hat ein Hausbesitzer auf einen...

ChMu 16. Apr 2014

Ach, und Glass macht das? Wo genau steht das? Und wie? Ja, Glass kann die Bilder...

ChMu 16. Apr 2014

Aber die Mieten sind geringer. Darauf kommts ja scheinbar an. In SF ist es so wie...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Spezialist / Entwickler (m/w)
    Bankhaus Lampe KG, Düsseldorf
  2. Systemberater/in EAI Plattformen
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  3. Systemarchitekt (m/w) - Surround View (ADAS)
    Continental AG, Ulm
  4. Technical E-Learning Developer (m/w)
    TTA International GmbH, Raum Köln

Detailsuche



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: Battlefield 1 - Collector's Edition [PC & Konsole]
    209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. Gaming-Neuheiten und Deals zur E3
  3. VORBESTELLBAR: Battlefield 1 [PC]
    49,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  2. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  3. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  4. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  5. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  6. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  7. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  8. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  9. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam

  10. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mighty No. 9 im Test: Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
Mighty No. 9 im Test
Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  1. Mirror's Edge Catalyst im Test Rennen für die Freiheit
  2. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben
  3. Alienation im Test Mit zwei Analogsticks gegen viele Außerirdische

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

  1. Sonderbare Mehrung

    UDA | 13:40

  2. Re: vermenschelte Fragen und arg konstruierte...

    plutoniumsulfat | 13:39

  3. Re: Das läuft dann wie bei Druckern...

    4edebd0f81eeffc... | 13:39

  4. Re: neues Thunderbolt Display mit Grafikkarte...

    Netspy | 13:39

  5. Re: Lets encrypt vs Comodo

    Teebecher | 13:37


  1. 10:36

  2. 09:50

  3. 09:15

  4. 09:01

  5. 14:45

  6. 13:59

  7. 13:32

  8. 10:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel