Google: EU prüft Lizenzmodell von Android
(Bild: Stephen Lam/Reuters)

Google EU prüft Lizenzmodell von Android

Die Kartellwächter der Europäischen Union prüfen laut einem Medienbericht die Geschäftsbeziehungen von Google und Smartphone-Herstellern. Einer der Vorwürfe: Google soll Android unter Wert verkauft haben.

Anzeige

Über eine neue Untersuchung der Europäischen Kommission von Googles Geschäftsmethoden bei Android berichtet die Financial Times. Der Zeitung liegen nach eigenen Angaben Dokumente vor, welche die Vorstufe einer Kartelluntersuchung beschreiben. Demnach sollen sich Provider und Smartphone-Hersteller zu 82 Fragen äußern.

Die Kartellwächter wollen unter anderem wissen, wie die Lizenzierung von Android genau abläuft. Die Fragen behandeln den Zeitraum seit dem Januar 2009. Google antwortete auf eine Anfrage der Financial Times, dass Android ein offenes Betriebssystem sei, über dessen Art des Einsatzes Gerätehersteller, Provider und Anwender unabhängig entscheiden würden.

Besonders schwer wiegt ein Vorwurf, den die EU kürzlich auch gegenüber Apple erhoben hat: Google soll die Hersteller von mobilen Geräten zu Exklusivverträgen drängen und damit seine marktbeherrschende Stellung missbrauchen. Im ersten Quartal 2013 befand sich Android auf fast 75 Prozent aller verkauften Smartphones. Zudem soll Google die Lizenzen für Android unter ihrem tatsächlichen Wert angeboten haben.

Aus dem Bericht geht nicht klar hervor, ob die Anfangsuntersuchungen der EU im Zusammenhang mit der Initiative Fairsearch stehen. Dabei hatten sich unter anderem Microsoft, Nokia und Oracle an die EU gewandt und Vorwürfe gegen Google erhoben. Das Unternehmen soll nicht nur beim Betriebssystem Android, sondern auch bei den vorinstallierten Apps seine Marktmacht missbrauchen.

Google steht nicht nur wegen Android bei der EU in der Kritik. Bereits seit dem Jahr 2010 führt die Kommission ein förmliches Verfahren gegen das Unternehmen, das sich um die Google-Suche und daraus mutmaßlich abgeleitete Wettbewerbsverstöße bei anderen Diensten dreht. Obwohl Google bereits im Juni 2012 Vorschläge zur Einigung machte, ist der Konflikt noch nicht beigelegt.


katzenpisse 17. Jun 2013

Die vermarkten Ihr Fire aber auch nicht als Android-Tablet, sondern einfach nur als HD...

Nephtys 17. Jun 2013

Ein häufiges Fehldenken: In freien Märkten wie unserem geht es nicht um Gewinn, sondern...

Schiwi 17. Jun 2013

Grade Microsoft macht das so, schließlich haben sie Windows8 doch bloß deswegen verkaufen...

rts 16. Jun 2013

75% Marktanteil rühren daher, dass a) Microsoft bisher nicht in der Lage war ein...

rts 16. Jun 2013

Die von die angebrachten Search Engines und Mail Provider sind optional. Der Nutzer kann...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  2. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  3. Consultant Software Asset Management (SAM) für Microsoft (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, deutschlandweit
  4. IT-Enterprise Storage Architect (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  2. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  3. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  4. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display

  5. Merkel auf IT-Gipfel

    Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig

  6. Elektromobilität

    Die Chipkarte für die Ladesäule

  7. Next Century Cities

    32 US-Städte wollen Glasfaserausbau selbst machen

  8. Azure-Server

    Microsoft und Dell bringen Cloud in a Box

  9. GNU

    Emacs 24.4 mit integriertem Browser

  10. IT-Gipfel 2014

    De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel