Google: Chrome 25 mit Web Speech API ist fertig
Chrome 25 veröffentlicht (Bild: Google)

Google Chrome 25 mit Web Speech API ist fertig

Google hat seinen Browser Chrome 25 in einer stabilen Version veröffentlicht. Größte Neuerung ist die Unterstützung des Web Speech API, mit dem Web-Apps per Sprache gesteuert werden können, beispielsweise um E-Mails zu diktieren.

Anzeige

Chrome 25 unterstützt das Web Speech API, über das Entwickler eine Spracherkennung in ihre Web-Apps integrieren können. Google hat dazu eine Demo samt Dokumentation veröffentlicht. Nach der Beta Mitte Januar 2013 erschien der Browser nun in einer stabilen Version.

Darüber hinaus unterbindet Google mit Chrome 25 die heimliche Installation von Browsererweiterungen unter Windows. Bislang erlaubt es Chrome, unter Windows Erweiterungen nicht nur über den Chrome Web Store zu installieren, sondern auch über die Windows Registry. Mit Chrome 25 ist das nicht mehr möglich, da der Weg über die Windows Registry missbraucht werden kann, um Erweiterungen ohne Wissen des Nutzers zu installieren.

Zahlreiche Neuerungen für Webentwickler

Chrome 25 enthält darüber hinaus zahlreiche Neuerungen für Webentwickler, darunter Unterstützung für Shadow DOM. Damit lassen sich wiederverwendbare Widgets fürs Web erstellen. Die Technik wird heute schon von vielen Browsern verwendet, beispielsweise um die Bedienelemente für die integrierten Videoplayer darzustellen. Dabei handelt es sich letztendlich um HTML, CSS und Javascript, das vom Browser gekapselt wird, so dass Web-Apps keinen Zugriff auf diesen Teil des DOM haben. Mit Shadow DOM steht diese Möglichkeit auch Web-Apps zur Verfügung, was verhindern soll, dass Widgets andere Teile einer Webseite stören oder dass sie Javascript-Variablen oder CSS-Selektoren verwenden, die anderweitig belegt sind.

Die Shadow-DOM-Implementierung stellt Chrome 25 mit dem Webkit-Präfix zur Verfügung, so dass ein eigener Zweig im DOM mit webkitCreateShadowRoot erstellt werden kann. Um die Verbreitung der Technik zu fördern, hat Google dem W3C eine passende Testsuite zur Verfügung gestellt.

Bereits seit längerem unterstützt Chrome Content Security Policy (CSP), um die Gefahr durch Cross-Site-Scripting zu verringern. In der neuen Version steht CSP nun ohne Präfix zur Verfügung.

Darüber hinaus stellt Chrome über das Resource Timing API und das User Timing API weitere Details zur Verfügung und ermöglicht die Abwicklung gleichzeitiger Transaktionen über IndexedDB, das Web Audio API stellt den Konstruktor OfflineAudioContext zur Verfügung und das Pseudoelement ::cue ermöglicht es, per WebVTT eingeblendete Untertitel anzupassen.

Auch die in Chrome integrierten Entwicklerwerkzeuge wurden verbessert: Mit der Funktion console.clear() lässt sich beispielsweise die Javascript-Konsole im Browser leeren. Zudem ist es möglich, die Log-Ausgaben farblich zu markieren. In der Timeline wird nun auch die CPU-Auslastung zum jeweiligen Zeitpunkt angegeben.

Chrome bietet in der neuen Version auch die Möglichkeit, Medientypen zu emulieren, um bestimmte Medien-Querys zu testen.

Sicherheitslücken geschlossen

Google schließt mit Chrome 25 auch einige Sicherheitslücken, von denen allerdings keine als kritisch eingestuft wurde. Insgesamt schüttet Google 2.500 US-Dollar an die Finder von fünf in Chrome 25 beseitigten Sicherheitslücken aus.

Chrome 25 steht ab sofort für Windows, Linux und Mac OS X unter google.com/chrome/browser zum Download bereit.


BlackPhantom 22. Feb 2013

Mir persönlich fehlt die CSS3-Eigenschaft "hyphens". Was das ist kannst du hier lesen...

Cryptoman6 22. Feb 2013

@Fuschio: Dort steht 2500$ nicht 3500$, dementsprechend bekommt jeder 500$ ;)

neocron 22. Feb 2013

sehe ich auch so ... gerade android bedarf nach dem diktieren noch soviel...

Fuschio 22. Feb 2013

...ergeben bei mir $1000 + $1000 + $500 + $500 + $500 = $3500 für die fünf Finder der...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Consultant SAP CRM / Solution Architect SAP CRM (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  2. Softwaretester / Testautomatisierer (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  3. Wirtschaftsinformatiker / Betriebswirt (m/w)
    iOMEDICO AG, Freiburg
  4. IT-Projektmanager (m/w) für den Bereich SAP PP/MM
    Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  2. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  3. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  4. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  5. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  6. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  7. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  8. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10

  9. Verschlüsselung

    PEP will Nachrichtenverschlüsselung einfacher machen

  10. Dreijahresplan

    EA will Spielervertrauen zurückgewinnen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Destiny: Schicksal voller Widersprüche
Test Destiny
Schicksal voller Widersprüche
  1. Destiny 500 Millionen US-Dollar Umsatz mit "steriler Welt"
  2. Destiny "Größter Unterschied sind sehr pixelige Schatten"
  3. Bungie Kostenloses Upgrade von Old- zu Current-Gen-Konsolen

DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel: Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel
Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
  1. Miraisens Virtuelle Objekte werden ertastbar
  2. Autodesk Pteromys konstruiert Papiergleiter am Computer

Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  2. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?
  3. Neues Verfahren Yale-Forscher formt Smartphone-Hüllen aus metallischem Glas

    •  / 
    Zum Artikel