Google zeigt keine Suchergebnisse.
Google zeigt keine Suchergebnisse. (Bild: Golem.de)

Google Captcha-Eingaben verunsichern Nutzer

Auf Suchanfragen bei Google reagiert die Suchmaschine bei einigen Nutzern mit einer zwingenden Captcha-Eingabe. Das verunsichert Betroffene, weil sie vermuten, dass ihr Rechner von Schadsoftware infiziert ist. Es gibt einen Workaround.

Anzeige

Internetnutzer in Deutschland werden derzeit von Google durch Captcha-Rückfragen verunsichert. Suchanfragen werden mit einer Captcha-Eingabe statt mit einem Suchergebnis beantwortet. Auf der dann erscheinenden Webseite behauptet Google, dass vom abfragenden Computer ungewöhnlich viele Anfragen an Google gesendet würden. Demzufolge sei auf dem Computer des Google-Nutzers Schadsoftware, die eine Denial-of-Service-Attacke (DoS-Attacke) gegen Google durchführe.

  • Google vermutet eine DoS-Attacke und zeigt keine Suchergebnisse
  • Googles Captcha-Abfrage
  • Googles Captcha-Abfrage
  • Googles Captcha-Abfrage
Googles Captcha-Abfrage

Das Problem trat bei den privaten Internetzugängen mehrerer Golem.de-Mitarbeiter auf. Auf allen Computern lief aktuelle Sicherheitssoftware, und alle Software-Patches waren installiert. Das Problem trat mit Windows- und Mac-OS-Computern sowie mit iOS-Geräten auf. Nachträgliche Überprüfungen konnten auf den betreffenden Rechnern keine Schadsoftware finden. Damit ist eine DoS-Attacke von den betreffenden DSL-Anschlüssen sehr unwahrscheinlich, zumal der Netzwerkverkehr der betreffenden DSL-Anschlüsse keinen erhöhten Datenverkehr aufwies.

DSL-Anbieter kann keine DoS-Attacke bestätigen

In verschiedenen Foren berichten Anwender ebenfalls von Captcha-Anfragen, ohne dass sie sich erklären können, warum sie diese erhalten. Da gehäuft Nutzer von den Captcha-Anfragen berichten, die einen DSL-Anschluss bei O2 haben (ehemals Alice), haben wir nachgefragt. Telefónica konnte im DSL-Netz von O2 für die zurückliegenden Tage weder eine DoS-Attacke "noch einen unüblich erhöhten Datenverkehr bestätigen". Prinzipiell trafen die Captcha-Anfragen in der Vergangenheit auch DSL-Kunden der Deutschen Telekom und von Vodafone.

Betroffene Nutzer erhalten ein Suchergebnis erst nach Eingabe des Captchas. In einigen Fällen lieferte Google gar keine Suchergebnisse mehr. Es gab nur eine Fehlermeldung, dass der eigene Computer oder das betreffende Netzwerk viele Anfragen an Google sendeten und die Suchmaschine daher für den Nutzer nicht mehr erreichbar sei.

Google liefert keine Erklärung

Eine Anfrage bei Google zu dem Vorgang blieb bislang unbeantwortet. Damit ist weiter unklar, weshalb Anwender die DoS-Attacke-Warnungen vermehrt erhalten. Es wäre denkbar, dass die Einstellungen bei Google falsch gesetzt sind und die DoS-Attacke-Hinweise falsch verteilt werden.

Nachtrag vom 26. Juli 2012, 8:08 Uhr

Alle bisherigen Recherchen deuten darauf hin, dass Google sehr lange Zeit für bestimmte IP-Adressen oder direkt für eine Reihe von IP-Adressen eine Captcha-Abfrage vorschaltet. Das geschieht, weil Googles Suchmaschine vermutet, dass von den entsprechenden IP-Adressen eine DoS-Attacke durchgeführt wird.

Viele DSL-Kunden erhalten von ihrem Anbieter bei jeder Anmeldung eine andere IP-Adresse, die zufällig ausgewählt wird. Diese Neuanmeldung geschieht bei vielen Nutzern nachts und nach Golem-Recherchen liefert Google auch dann Captcha-Anfragen, wenn von der betreffenden IP-Adresse fast 20 Stunden lang keine Angriffe durchgeführt worden sein können.

Das hilft gegen Captcha-Abfragen

Tauchen die Captcha-Abfragen bei einer Google-Recherche auf, hilft es, sich so lange eine neue IP-Adresse vom Anbieter zuweisen zu lassen, bis die Captcha-Abfragen verschwinden. Dazu muss sich der Nutzer immer wieder neu beim DSL-Anbieter anmelden.


Moxx 25. Jan 2014

Moin, bei liegt die Sperre an den Cookies. Cookies deaktiviert und es folgt ständig die...

MikeBerlin 08. Dez 2013

Seit VDSL habe ich auch immer diese Captures. Was tun?

hschwartzer 18. Sep 2012

Hey, ich habe hier eine Übersicht zu Google Alternativen gefunden: http://goo.gl/1siHV...

Salzbretzel 10. Aug 2012

noch immer das optische Highlight bei google Mein System ist sauber und das einzige Gerät...

MonMonthma 28. Jul 2012

Die Suchmaschine von T-Online, bei Falscheingabe kann man auch im Kundencenter...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler/in für fliegenden Versuchsträger
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. IT-Spezialist / Betriebsmittelplaner (m/w)
    Leopold Kostal GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
  3. Referent IT-Betrieb (m/w)
    Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (KUV), Berlin
  4. IT-Entwickler Sharepoint (m/w)
    DEKRA SE, Stuttgart

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. 10 EURO GÜNSTIGER: Kingston HyperX Cloud Headset
    74,90€
  2. TIPP: Alternate Schnäppchen Outlet
  3. Fire TV Stick
    39,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Dirt Rally

    Klassischer Motorsport im Early Access

  2. Netzpolitik

    Oettinger forciert Vorratsdatenspeicherung auf EU-Ebene

  3. KDE Plasma 5.3 im Test

    Ein Desktop, der Energie versprüht

  4. Musikindustrie

    Größte Bittorrent-Tracker abgeschaltet

  5. Test State Of Decay Survival Edition

    Alte Zombies in neuem Gewand

  6. Weltraumspiel

    Kerbal Space Program ist gestartet

  7. Debian 8 angeschaut

    Das unsanfte Upgrade auf Systemd

  8. Crowdfunding

    Kickstarter startet offiziell in Deutschland

  9. Dragon Age Inquisition

    200 Stunden, 15.840 Handlungspfade und Zehntausende von Bugs

  10. Exacto

    Selbstlenkende Gewehrmunition wird Realität



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Raspberry Pi im Garteneinsatz: Wasser marsch!
Raspberry Pi im Garteneinsatz
Wasser marsch!
  1. Hummingboard angetestet Heiß und anschlussfreudig
  2. Onion Omega Preiswertes Bastelboard für OpenWrt
  3. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster

Flex Shape Gripper: Zuschnappen wie ein Chamäleon
Flex Shape Gripper
Zuschnappen wie ein Chamäleon
  1. Windkraftwerke Kletterroboter überprüft Windräder
  2. Care-O-bot Der Gentleman-Roboter gibt sich die Ehre
  3. Roboter Festos Falter fliegen fleißig

Fuzzing: Wie man Heartbleed hätte finden können
Fuzzing
Wie man Heartbleed hätte finden können
  1. Fehlersuche LLVM integriert eigenes Fuzzing-Werkzeug
  2. Mozilla Firefox 37 bringt Zertifikatsperren und Nutzerfeedback
  3. IT-Sicherheit Regierung fördert Forschung mit 180 Millionen Euro

  1. Re: Release-Upgrade am offenen Herzen?

    wasdeeh | 16:14

  2. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    tangonuevo | 16:13

  3. Unsicher

    Dumpfbacke | 16:13

  4. Re: gut gebrüllt löwe

    andi_lala | 16:12

  5. Re: Sowas gibt es doch praktisch gar nicht mehr.

    undercover | 16:11


  1. 15:40

  2. 14:03

  3. 14:00

  4. 13:17

  5. 13:00

  6. 12:21

  7. 12:03

  8. 11:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel