Google, Apple, Microsoft, Samsung: Große Mängel in Vertragsbedingungen der App-Plattformen
(Bild: Yuriko Nakao/Reuters)

Google, Apple, Microsoft, Samsung Große Mängel in Vertragsbedingungen der App-Plattformen

Die Verbraucherzentrale verklagt Google und Apple, weil in Appstores Verbraucherrechte verletzt würden. Zehn Abmahnungen wurden verschickt, geprüft wurden Google, Apple, Microsoft, Samsung und Nokia.

Anzeige

Laut Verbraucherzentrale sind große Teile der Nutzungsbestimmungen der Betreiber von App-Portalen rechtswidrig. Die Vertragsbedingungen seien zu lang und benachteiligten die Nutzer, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Der Verband hat darum zehn Abmahnungen verschickt.

Die Unternehmen "agieren weltweit, doch ignorieren sie leider allzu oft deutsche Verbraucherschutzvorschriften", sagte Helke Heidemann-Peuser, Referatsleiterin für Rechtsschutz beim VZBV. Geprüft wurden die Vertragsbedingungen der fünf Unternehmen Google, Apple, Microsoft, Nokia und Samsung.

Je 25 Klauseln beanstandete der VZBV bei Google und Apples iTunes, 19 bei Samsung, 15 bei Nokia und zehn bei Microsoft. Besonders die Datenschutzbedingungen seien rechtswidrig: Eine rechtskonforme Einwilligung für die Nutzung der Verbraucherdaten werde nicht eingeholt. "Zum Beispiel wurden nach den Bestimmungen von Google, iTunes und Nokia personenbezogene Daten erfasst, ausgewertet und weiterverarbeitet, ohne dass die Nutzer aktiv zugestimmt hatten. Die Vertragsbedingungen lassen eine Kontrolle über diese sensiblen Daten nicht zu", so die Datenschützer.

Kleingedruckt, dafür umso länger

Auch die Länge der Vertragsbedingungen wurde kritisiert. So waren diese bei iTunes 21 DIN-A4-Seiten lang, fast ohne Nummerierung sowie in Schriftgröße 9 gehalten. AGB in dieser Form können laut VZBV nicht in vollem Umfang wahrgenommen und begriffen werden.

Die Formulierungen seien oft nicht verständlich, nicht nachvollziehbar und schränkten Widerrufs-, Kündigungs- und Gewährleistungsrechte der Verbraucher ein: Google verwendete unbestimmte Begriffe wie "möglicherweise", "gegebenenfalls" oder "unter Umständen". Apple wolle selbst entscheiden, ob der Anwender bei Nichtleistung Ansprüche geltend machen könne, und beschränke eventuelle Ansprüche auf Neulieferung beziehungsweise Erstattung des Preises. Microsoft und Nokia sicherten sich zu, Inhalte beziehungsweise den Zugriff zum Dienst zu beschränken. Samsung machte die Haftung unter anderem von "erheblichen Mängeln" abhängig.

Microsoft und Nokia haben Mängel beseitigt

Bei den App-Store-Seiten von Microsoft, Google und Nokia fehlte laut VZBV ein Impressum, so dass der Kunde nicht die Möglichkeit habe, bei Beschwerden mit den Firmen in Kontakt zu treten.

Nach Abmahnung durch den Verbraucherschutzverband sind die Betreiber ihren Informationspflichten nachgekommen. Nur Microsoft und Nokia hätten bisher vollständig Unterlassungserklärungen abgegeben und die Beanstandungen umfassend abgestellt. Gegenüber Google und Apple iTunes hat der VZBV Klage erhoben.


Mac Jack 21. Aug 2012

Alte Themen werden nur in besonderen Situationen ausgegraben. http://www.orschlurch.net...

SaSi 20. Aug 2012

akzeptierst du alles, lässt du dir immer mehr gefallen... auch wenn ich jetzt ein anderes...

SaSi 20. Aug 2012

Brauchst du kunden, schmeichelst du diese bis du keine mehr brauchst...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior-PHP-Entwickler (m/w) Web-Development
    Planet Sports GmbH, München
  2. Linux Developer (m/w)
    GMIT GmbH, Berlin
  3. Referentin / Referent Online-Marketing / Veranstaltungsorganisation
    Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg
  4. Fachinformatiker (m/w)
    Clemens Kleine Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Facebook, Google, Twitter

    Branchenweite Interessengruppe zum Open-Source-Einsatz

  2. Typ 007

    Leica Mittelformatkamera S filmt in 4K

  3. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  4. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  5. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  6. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  7. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  8. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  9. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  10. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen
  3. Apple Digitale Geldbörse in iPhone 6 macht offenbar Fortschritte

Smartphone-Diebstahl: Sicher ist nur, wer schnell reagiert
Smartphone-Diebstahl
Sicher ist nur, wer schnell reagiert
  1. Android-Versionen Kitkat verbreitet sich langsamer als Jelly Bean
  2. Googles VoIP-Dienst Kostenlos telefonieren mit Hangouts für Android und iOS
  3. Android Wear Google will die Smartwatch klüger machen

NFC in der Analyse: Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
NFC in der Analyse
Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
  1. NFC iPhone 6 soll zum digitalen Portemonnaie werden
  2. Mini-PC Broadwell- und Braswell-NUCs laden Smartphones drahtlos

    •  / 
    Zum Artikel