Gnome 3: Benutzer bekommen das Hauptmenü zurück
Gnome 3 soll mit offiziellen Erweiterungen wieder wie Gnome 2 aussehen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Gnome 3 Benutzer bekommen das Hauptmenü zurück

Die andauernde Kritik an der Gnome-Shell zeigt offensichtlich Wirkung: Mit Erweiterungen sollen zumindest einige Funktionen aus Gnome 2 in Gnome 3 wiederbelebt werden, darunter das Hauptmenü.

Anzeige

Einige grundlegende Funktionen aus Gnome 2 sollen künftig auch wieder in Gnome 3 zur Verfügung stehen. Unter dem noch vorläufigen Namen Classic-Modus soll unter anderem das Hauptmenü wieder für diejenigen Benutzer zur Verfügung stehen, die sich mit der neuen Gnome-Shell nicht anfreunden können. Die alten Funktionen sollen aber nicht standardmäßig in Gnome 3 aktiviert werden, sondern als offizielle Erweiterungen verfügbar sein.

Matthias Clasen und Vincent Untz vom Gnome-Team haben die Pläne offiziell bestätigt. Dabei sollen bereits vorhandene, aber nicht offizielle Erweiterungen vom Gnome-Team so angepasst werden, dass sie ohne Vorbehalte unter Gnome 3 funktionieren.

Hauptmenü und Taskleiste als Erweiterung

Neben dem Hauptmenü sollen auch die Taskleiste, der Fensterwechsel per ALT-TAB und die Schaltflächen für das Minimieren von Fenstern als offizielles Modul für Gnome 3 entwickelt werden. Damit sollen Anwender Gnome 3 weitgehend im klassischen Gnome-2-Aussehen verwenden können.

Mit dem Wegfall des sogenannten Fallback-Modus hätten die Anwender auf die letzten Elemente und Funktionen aus der Benutzeroberfläche von Gnome 2 verzichten müssen, schreibt Clasen in der Gnome-Mailingliste. Das Gnome-Team wolle diese Anwender aber nicht verärgern. Wie genau die neuen Funktionen vom Anwender aktiviert werden sollen, steht noch nicht fest. Möglicherweise werde es einen Schalter im Gnome-Tweak-Werkzeug geben. Das Gnome-Team wolle aber weiter an der einheitlichen Benutzerführung der Gnome-Shell festhalten, schreibt Clasen. Denn das Team sei überzeugt, dem Anwender damit eine moderne und intuitive Benutzeroberfläche zu bieten.

Der Gnome-3-Fork Cinnamon werde auch deshalb nicht übernommen, weil einige der dortigen Anpassungen nicht auf Gnome 3 übertragen werden können, schreibt Clasen. Außerdem wolle sein Team die Anzahl der Desktop-Shells reduzieren und nicht eines mit einer anderen ersetzen. Das sei auch der Hauptgrund für die Aufgabe des Fallback-Modus.

Reduzierter Modus für 2D-Rechner

Anwender, die Gnome auf Rechnern ohne 3D-Beschleunigung einsetzen müssen, können künftig einen reduzierten Modus nutzen, bei dem weitgehend auf Animationen verzichtet wird. Das soll wiederum die Leistung mit dem Software-Renderer Llvmpipe verbessern, schreibt Untz. Er hoffe auch, dass Llvmpipe in naher Zukunft deutlich mehr Leistung bringt. Die Verbesserungen werden vermutlich aber erst mit der übernächsten Version 3.10 umgesetzt.

Untz ruft Entwickler dazu auf, die im Fallback-Modus verwendeten Komponenten Gnome-Applets, Gnome-Panel oder Metacity weiterzuentwickeln. Möglicherweise könnte das Mate-Projekt sie verwenden, dessen Komponenten noch aus Gnome 2 stammen und damit langsam als veraltet gelten.


SSD 25. Nov 2012

Eine Aussage wie bei dieser Seite gab es bei deinen Quellen öfter: "Gnome is losing mind...

Seitan-Sushi-Fan 24. Nov 2012

Jo. Was nämlich gerne unterschlagen wird, ist der Fakt, dass dadurch Gnome zu einer der...

natasha 23. Nov 2012

Auf dieser Seite gibt es einen Überblick: http://www.gnome.org/gnome-3/ Hier gibt es...

hansh 23. Nov 2012

Kunde, ... soso, wo genau hast du die Gnome-Shell und Mozilla Firefox den gekauft? Und...

hansh 23. Nov 2012

+1

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  2. Software-Entwickler/in für IT-Lösungen im Bereich Vernetztes Fahrzeug / Telematiksysteme
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  3. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  4. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  2. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  3. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  4. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  5. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  6. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  7. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  8. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  9. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  10. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Kazam Tornado 348 ausprobiert: Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display
Kazam Tornado 348 ausprobiert
Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display

Nanotechnologie: Die unbekannten Teilchen
Nanotechnologie
Die unbekannten Teilchen
  1. Anode aus Titandioxid Neuer Akku lädt in wenigen Minuten
  2. Nanotechnologie Mit Nanoröhrchen gegen Produktfälschungen

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel