Gnome wieder mit Hauptmenü
Gnome wieder mit Hauptmenü (Bild: Screenshot Golem.de)

Gnome 3.8 im Test Alt und Neu passt nur schwer zusammen

Statt des 2D-Ausweichmodus pflegt das Gnome-Team nun einen Classic-Modus mit Erweiterungen. Mit der Gnome-Shell unzufriedene Nutzer wird das wohl nicht überzeugen können. Kleine Verbesserungen und Designänderungen machen die Gnome-Shell aber konsistenter.

Anzeige

Zur Darstellung der Gnome-Shell wird ein System mit 3D-Beschleunigung vorausgesetzt. Bisher bot das Gnome-Team auch einen 2D-Ausweichmodus an, der mit der Veröffentlichung von Gnome 3.8 aber nicht weiter gepflegt wird. Stattdessen kümmern sich die Entwickler nun offiziell um einige wenige Gnome-Shell-Erweiterungen, die an das Bedienungskonzept von Gnome 2 angelehnt sind.

  • Die Erweiterungen des Classic-Modus (Screenshots: Golem.de)
  • Der Gnome-Classic-Modus...
  • ...mit Hauptmenü...
  • ...und Schnellzugriff auf Ordner
  • Alt+Tab listet alle Fenster auf.
  • Die Benachrichtigungen überdecken die Fensterleiste.
  • Die Aktivitäten-Übersicht im Classic-Modus mit vier virtuellen Oberflächen
  • Häufig verwendete Anwendungen in der Gnome-Shell
  • Eine verbesserte Fensterübersicht soll die Auswahl erleichtern.
  • Die neue Suche der Gnome-Shell...
  • ...mit dazugehörigem Konfigurationsmodul
  • Einstellungen der Privatsphäre
  • Einstellungen der Privatsphäre
  • Einstellungen der Benachrichtigungen
  • Einstellungen für Region und Sprache
  • Die Owncloud-Integration...
  • ...zeigt Kalenderdaten im Panel-Applet...
  • ...oder in Evolution.
  • Die Dokumentenanzeige von Google-Docs...
  • ...erlaubt das direkte Bearbeiten.
  • Neue Kontrollleisten für HTML5-Medien in Epiphany
  • Der privaten Modus von Epiphany
  • Verschiedene Zeitzonen...
  • ...und ein Timer in Uhren
  • Die Wetter-Anwendung...
  • ...mit Daten für Berlin...
  • ...und San Francisco
Die Erweiterungen des Classic-Modus (Screenshots: Golem.de)

Da die Erweiterungen aber auch 3D-beschleunigt angezeigt werden, muss die Grafikberechnung auf Hardware, die dies nicht unterstützt, von der CPU via Llvmpipe vorgenommen werden. Um besonders schwache Prozessoren dabei nicht zu stark zu belasten, wird in der Gnome-Classic-Session weitgehend auf CSS-Animationen und -Transitions verzichtet.

Neues in altem Gewand

Die Classic-Session kann beim Login ausgewählt werden und startet die angepasste Gnome-Shell mit besagten Erweiterungen. In unserem Test mit Opensuse 12.3 gelang dies jedoch nicht auf Anhieb und so mussten wir den Classic-Modus aus der laufenden Sitzung heraus starten. Dazu genügt der Befehl "gnome-shell -r - -mode=classic".

Die neue Oberfläche wirkt auf den ersten Blick tatsächlich wie Gnome 2.32. Die Uhr befindet sich beispielsweise wieder auf der rechten Seite in der oberen Leiste. Links sind das Anwendungsmenü sowie der Schnellzugriff für verschiedene Ordner. Der Fensterwechsler (Alt+Tab) wechselt wieder zwischen Fenstern und gruppiert diese nicht nach Anwendungen und die Fenster selbst haben wieder Knöpfe zum Minimieren und Maximieren.

Zwei in einem

Die von vielen Gnome-Nutzern gewünschten alten Funktionen als Erweiterungen für die Gnome-Shell nachzurüsten, hat für die Entwickler den Vorteil, dass sie weniger Code pflegen müssen. Daraus ergibt sich aber auch, dass der Classic-Modus eher ein Mischwesen statt ein vollwertiger Desktop ist.

So befindet sich am unteren Bildschirmrand etwa eine Fensterleiste, diese hat aber kaum Funktionen. Ein Rechtsklick auf eine der Anwendungen in der Leiste zum Beispiel bewirkt nichts. Nutzer müssen stattdessen das sogenannte GMenu der Programme in der oberen Leiste benutzen.

Zudem überdecken Benachrichtigungen die Fensterleiste, statt versetzt darüber zu erscheinen, was die Arbeit mit der Leiste kurz verhindert. Letztlich ist auch die Aktivitätenansicht aus dem Classic-Modus erreichbar und Dialoge wie Passworteingaben werden im schwarzen Design der Gnome-Shell dargestellt, was zu einem inkonsistenten Aussehen führt.

Verbesserte Suche und Systemeinstellungen 

JörgLudwig 02. Apr 2013

Vielen Dank für die Ausführliche Antwort! Leider halte ich den Tipp für unseren...

cookiekiller 01. Apr 2013

Elementary ist doch auch nur Ubuntu ..

Hösch 01. Apr 2013

So ging es mir auch, als ich das erste mal vor OSX sass. 2 Minuten später war mir alles...

David64Bit 31. Mär 2013

Interessant. Ich wüsste nicht wie man Windows 7 in all seinen Funktionen nachbauen soll...

joseejd 29. Mär 2013

Dem kann ich mich nur anschließen, ein guter Testbericht. Bin zwar KDE'ler aber ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. Datenanalyst / Datenanalystin Banksteuerung
    Volksbank RheinAhrEifel eG, Mendig
  2. Produktmanager Digital (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München
  3. Senior Java- / Web-Entwickler / Java- / Web-Entwickler (m/w)
    OCLC GmbH, Oberhaching
  4. SAP Business Process Expert (m/w) Module SD/MM/PP
    Brüel & Kjaer Vibro, Darmstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Gift Trading

    Steam ändert Regeln für geschenkte Spiele

  2. Fluggastdaten

    EuGH soll PNR-Abkommen mit Kanada prüfen

  3. LLGO

    Go-Compiler auf Basis von LLVM

  4. Operation Eikonal

    Regierung schüchtert Ausschuss mit extremem Geheimschutz ein

  5. Creative Commons

    Deutschlandradio darf CC-BY-NC-Bild nutzen

  6. Vodafone All-in-One

    Bündelangebot mit LTE, 100 MBit/s und TV für 60 Euro

  7. Wemo

    Belkin verkauft LED-Lampen mit Internetanschluss

  8. Chipfertigung

    7-Nanometer-Technik arbeitet mit EUV-Lithografie

  9. Plugins

    NPAPI in Chrome nur noch bis September 2015

  10. The Intercept

    NSA und GCHQ sollen Cyberwaffe Regin eingesetzt haben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



NSA-Ausschuss: Meisterschule für Geheimniskrämer
NSA-Ausschuss
Meisterschule für Geheimniskrämer
  1. Kanzlerhandy Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen
  2. NSA und Co. US-Geheimdienste melden viele Zero-Day-Lücken vertraulich
  3. IT-Sicherheitsgesetz BSI soll Sicherheitslücken nicht geheim halten

Next-Gen-Geburtstag: Xbox One und Playstation 4 sind eins
Next-Gen-Geburtstag
Xbox One und Playstation 4 sind eins
  1. Big Fish Games Bis zu 885 Millionen US-Dollar für Casualgames-Anbieter
  2. This War of Mine Das traurigste Spiel des Jahres
  3. Qbert & Co 901 Spielhallenklassiker im Onlinearchiv

Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test: Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test
Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
  1. Systemkamera Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung
  2. Canon PowerShot G7 X im Test Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
  3. Interne Dokumente Neuer Sony-Sensor könnte Kameras kraftvoller machen

    •  / 
    Zum Artikel