Globalstar Amazon testet Betrieb von eigenem mobilen Internetdienst

Auf Satellitenfrequenzen testet Amazon einen mobilen Datendienst. Partner ist Globalstar, der seine Frequenzen bereitstellte.

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Amazon hat einen Testlauf für einen eigenen Dienst für mobiles Internet durchgeführt. Das hat die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren. Das Netzwerk wurde im kalifornischen Cupertino auf Frequenzen des Satellitennetzbetreibers Globalstar betrieben.

Ob der Test fortgeführt wird, sei nicht bekannt. Verantwortlich war das Lab126, der Forschungsbereich des Internethändlers, wo auch das Kindle entwickelt wurde.

Amazon hat den Bericht nicht kommentiert. Globalstar hat einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.

Amazon hätte Bedarf an einem eigenen Netzwerk für mobiles Internet: Der Konzern investiert massiv in Rechte, um seinen Kindle-Nutzern Filme und Musik bieten zu können. Die Ausgaben für Technik und Content stiegen im vergangenen Berichtszeitraum von 1,08 Milliarden US-Dollar auf 1,59 Milliarden US-Dollar.

Amazon arbeitet laut einem unbestätigten Bericht auch an einem Smartphone mit 3D-Display. Wie das Wall Street Journal im Mai 2013 von Insidern erfahren hatte, waren noch ein weiteres Smartphone und ein Streaming-Audio-Gerät im Lab126 in Vorbereitung. Möglich sei aber auch, dass die Geräte wegen zu hoher Kosten oder mangelnder Performance nicht auf den Markt kommen.

Amazon entwickelt auch eine Set-Top-Box für Streaming-Videos, die noch 2013 erscheinen und Kindle TV heißen könnte. Amazon wolle so mehr Nutzer für sein Video-on-Demand-Angebot gewinnen. Das Projekt wird bei Amazon von dem früheren Cisco-Vice-President Malachy Moynihan geleitet, der auch bereits neun Jahre bei Apple gearbeitet hat.


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