Abo
  • Services:
Anzeige
China will den Eurotunnel toppen.
China will den Eurotunnel toppen. (Bild: Philippe Huguen/Getty Images)

Globales Transportnetz: China will längsten Tunnel am Meeresgrund bauen

China will den Eurotunnel toppen.
China will den Eurotunnel toppen. (Bild: Philippe Huguen/Getty Images)

China will den längsten Unterseetunnel der Welt bauen, noch in dieser Woche könnte das Mega-Bauwerk beschlossen werden. Nach dem Willen der Planer soll das Großprojekt nur der Auftakt für ein globales Transportnetz sein.

Anzeige

Am Donnerstag beginnt das gelenkte Parlament Chinas mit vielen roten Fahnen und Marschmusik seine diesjährige Sitzungszeit. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Entscheidung über ein Megaprojekt, das selbst im fortschrittsbegeisterten China die Gemüter erhitzt.

Wenn der Nationale Volkskongress grünes Licht gibt und das Vorhaben in seine offiziellen Wirtschaftspläne aufnimmt, entsteht im Nordosten des Landes eine Eisenbahnstrecke am Meeresgrund, die mehr als doppelt so lang wird wie die bisherigen beiden Rekordhalter für Unterwassertunnel zusammen. Eine positive Entscheidung der Wirtschaftsplaner gilt dabei als sicher - es könnte allenfalls Verzögerungen geben.

Das rekordsüchtige China könnte Europa und Japan somit ein weiteres Mal übertrumpfen. Bisher konkurrieren zwei mit jeweils gut 50 Kilometern fast gleich lange Tunnel um den Unterwasser-Weltrekord: der Eurotunnel zwischen England und Frankreich und der Seikan-Tunnel, der zwei der japanischen Hauptinseln miteinander verbindet. Demnächst geht es hier jedoch allenfalls um Platz zwei: Der chinesische Tunnel soll 125 Kilometer lang werden und lässt damit die Bauwerke der alten Industrieländer weit hinter sich.

Gewaltiger als alles, was andere geschafft haben

Die große Zeit der chinesischen Megaprojekte scheint jetzt erst anzubrechen. Das Land gibt sich nicht mit den längsten Brücken und meisten Wolkenkratzern zufrieden. Die neuen Vorhaben müssen gleich um mehrere Größenordnungen gewaltiger sein als alles, was andere Länder bisher zustande gebracht haben.

Der neue Tunnel hat dabei verkehrspolitisch durchaus Sinn - es fragt sich nur, ob die hohen Kosten auch gerechtfertigt sind. Der Bohai-Tunnel soll die Hafenstadt Dalian in der Provinz Liaoning mit Yantai im reichen Shandong verbinden.

Die Logik offenbart sich beim Blick auf die Landkarte: Östlich von Peking schneidet das Bo-Meer tief in den Kontinent. Wer aus den reichen Küstenregionen in die großen Flächenprovinzen südlich von Russland und nördlich von Korea reisen will, muss entweder einen Tag lang um diese Bucht herumfahren oder die Fähre nehmen.

Das Projekt soll mindestens 30 Milliarden, realistischer jedoch 40 Milliarden Euro kosten. Aus Pekinger Sicht gilt das als vergleichsweise gut angelegtes Geld. Denn das Wachstum des Landes schwächelt - Versuche, die Konjunktur mit billigen Krediten anzukurbeln, verpuffen zusehends. Bauprojekte nützen dagegen ganz unmittelbar dem Arbeitsmarkt und der eigenen Industrie.

Konstruktion ist vergleichsweise zerbrechlich 

eye home zur Startseite
Neuro-Chef 17. Mär 2015

Verwechsle mal die technologischen Fähigkeiten und für Großprojekte bereitgestellten...

Neuro-Chef 17. Mär 2015

Ich habe Flugangst, aber in China 100km unter dem Meer durchfahren würde ich ganz sicher...

Der Held vom... 12. Mär 2015

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Chinesen trotz (oder gerade wegen) der...

__destruct() 12. Mär 2015

Wobei 200! natürlich...

honk 10. Mär 2015

Und wodurch sollen die sterben? An Altersschwäche weil sich der Tunnelbau so lange...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. über Jobware Personalberatung, Home Office und München
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 307,01€ mit Gutscheincode: 16Power17
  2. 198,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  2. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  3. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  4. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  5. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  6. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  7. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  8. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  9. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  10. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Halo Wars 2 angespielt: Mit dem Warthog an die Strategiespielfront
Halo Wars 2 angespielt
Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
  1. Online-Einkauf Amazon startet virtuelle Dash-Buttons

  1. Re: Manipulative Bildauswahl

    eyemiru | 01:36

  2. Re: Apple verklagt Qualcomm weil sie ihnen...

    Cok3.Zer0 | 01:29

  3. Aprilscherz im Januar?

    smaragd99 | 01:25

  4. Re: Vakuum

    masel99 | 01:08

  5. Re: Nett, v.a. Gigabit-Ethernet, aber...

    nille02 | 01:01


  1. 16:49

  2. 14:09

  3. 12:44

  4. 11:21

  5. 09:02

  6. 19:03

  7. 18:45

  8. 18:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel