GEZ-Gebühr: Rundfunkbeitrag kostet Pflegeeinrichtungen 4 Millionen Euro
(Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images)

GEZ-Gebühr Rundfunkbeitrag kostet Pflegeeinrichtungen 4 Millionen Euro

Pflegeeinrichtungen müssen 50 Prozent mehr Gebühren an ARD und ZDF zahlen. "Warum sollen pflegebedürftige Menschen die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit ihren Milliardenetats, beispielsweise für teure Sportprogramme, sicherstellen?", fragt deren Bundesverband.

Anzeige

Der neue Rundfunkbeitrag kostet die privaten Pflegeeinrichtungen drei bis vier Millionen Euro jährlich. Das gab der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (Bpa) am 5. Februar 2013 bekannt. Bisher waren die privaten Pflegestätten von den Zahlungen befreit.

Die geräteunabhängige Berechnung des Beitrages nach Betriebsstätten, Beschäftigten und angemeldeten Fahrzeugen treffe zudem auch die ambulanten Dienste besonders hart, da diese oft mehrere Filialen hätten und Fahrzeuge zur Versorgung der zu Hause lebenden Patienten benötigten, bemängelt der Bundesverband.

Bpa-Präsident Bernd Meurer erklärt: "Die Abschaffung der früher geltenden Befreiung für unsere Pflegeeinrichtungen ist völlig unverständlich. Die immensen Kosten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dürfen die Pflege nicht zusätzlich belasten. Warum sollen Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Menschen die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit ihren Milliardenetats, beispielsweise für teure Sportprogramme, sicherstellen? Das Geld in der Pflege brauchen wir für wichtigere Aufgaben wie die Demenzbetreuung der Pflegebedürftigen." Die Beitragsregeln müssten daher dringend überarbeitet werden.

Ein Bpa-Sprecher sagte Golem.de: "Die privaten stationären Pflegeeinrichtungen waren überwiegend völlig befreit, und die ambulanten Einrichtungen waren nicht befreit. Daher ergibt sich zusammengenommen eine Steigerung von bis zu 50 Prozent. Ursprünglich war sogar eine Doppelbelastung vorgesehen, denn auch die Bewohner selbst sollten den Rundfunkbeitrag zahlen. Das wurde aber inzwischen zurückgenommen von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Bewohner sind jetzt ausgenommen von der Beitragspflicht."

Die Einführung des neuen Rundfunkbeitrags stößt auf breite Ablehnung. Die Haushaltsgebühr muss jeder zahlen, auch Menschen, die kein Rundfunkgerät besitzen. Nach einer Umfrage sind 60 Prozent der Deutschen dagegen. Nur 37 Prozent finden die Abgabe richtig. Die Höhe liegt pro Haushalt bei monatlich 17,98 Euro. Damit soll die Nutzung von Fernsehen, Hörfunk, Telemedien, Computer und Autoradio der Haushaltsmitglieder abgedeckt sein. Wer bisher nur 5,76 Euro für die reine Nutzung eines Radios oder 5,52 Euro für einen internetfähigen PC gezahlt hat, wird auf 17,98 Euro im Monat heraufgestuft.


BLi8819 10. Feb 2013

Gottschalk ist doch gar nicht mehr bei den öffentlichen, oder? Der vertreibt sich jetzt...

gollumm 09. Feb 2013

Weil ich nicht seitenweise populistische Aussagen auf einer schlecht gemachten Seiten...

/mecki78 06. Feb 2013

Das ist eine nette Idee... aber hilft hier leider gar nichts. Diese Seite ist dazu da...

tingelchen 06. Feb 2013

Zahlst du denn bereits? Oder noch nichts? Wenn du eh schon 17,98¤/mtl. zahlst, wird sich...

tingelchen 06. Feb 2013

Gelobt habe ich die Privatisierung und die Privatwirtschaft mit keinen meiner Worte. Ich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Webentwickler (m/w)
    Kienbaum Management Service GmbH, Gummersbach, Düsseldorf
  2. Webentwickler (m/w) für mobile Anwendungen
    ibau GmbH, Münster
  3. Business Analyst (m/w) Yield Management
    HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  4. Mitarbeiter (m/w) VMware / Windows-Support
    SHD Technologie und Service GmbH & Co. KG, Andernach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Elektroautos

    Tesla will Akkufabrik in Deutschland bauen

  2. Studie

    Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe

  3. Taxi-Konkurrenz

    Uber will Gesetzesreform

  4. Star Citizen

    Virtuelles Raumschiff für 2.500 US-Dollar

  5. Patentstreit

    Samsung fordert Importverbot für Nvidia-GPUs

  6. Spieleklassiker

    Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

  7. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  8. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  9. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  10. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

SE Android: In Lollipop wird das Rooten schwer
SE Android
In Lollipop wird das Rooten schwer
  1. Lollipop Android 5.0 für deutsche Nexus-Geräte ist da
  2. Android 5.0 Lollipop wird für Nexus-Geräte verteilt
  3. Android 5.0 Aktuelles Moto G ist erstes Smartphone mit Lollipop-Update

Battlefield Hardline angespielt: New Action Hero
Battlefield Hardline angespielt
New Action Hero
  1. Videostreaming Youtube startet 60-fps-Wiedergabe
  2. Electronic Arts Business-Ergebnisse und Battlefield-Termine
  3. Dreijahresplan EA will Spielervertrauen zurückgewinnen

    •  / 
    Zum Artikel