GEZ-Beitrag: Bitkom findet den neuen Rundfunkbeitrag zu hoch
Die neue Rundfunkgebühr sei zu hoch, kritisiert der IT-Branchenverband Bitkom. (Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images)

GEZ-Beitrag Bitkom findet den neuen Rundfunkbeitrag zu hoch

Der neue Rundfunkbeitrag, der am 1. Januar eingeführt wird und die bisherige GEZ-Gebühr ersetzt, sei zu hoch, kritisiert der IT-Branchenverband Bitkom. Die Einsparungen durch den Wegfall von Gebührenfahndern sollten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Anzeige

Die neue Gebührenordnung zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird am 1. Januar 2013 eingeführt und löst die bisherigen GEZ-Gebühren ab. Die wichtigste Neuerung: Private Haushalte bezahlen künftig unabhängig von der Anzahl der im Haushalt vorhandenen Geräte und der Anzahl der Bewohner je Wohnung einen monatlichen Beitrag von 17,98 Euro.

Das ist dem IT-Branchenverband Bitkom zu hoch. Weil durch den einheitlichen Beitrag der Bürokratie-Aufwand reduziert werde, müssten "zumindest die Einsparungen, die durch den Abbau des Kontrollapparates der GEZ erzielt werden, an die Verbraucher weitergegeben werden", fordert Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Er meint damit Gelder, die bisher für Gebührenfahnder und Hausbesuche ausgegeben wurden.

Keine unangekündigten Haustürkontrollen

Dass es Gebührenfahnder und Haustürkontrollen nicht mehr geben wird, hatte Die Linke vor wenigen Wochen bezweifelt. Laut eines internen Dokuments, das dem Blog Digitale Linke vorliegt, wird in einer Mustersatzung der Landesrundfunkanstalten das genaue Gegenteil vorbereitet. Der Südwestrundfunk in Mainz hatte Golem.de daraufhin versichert, dass unangekündigte Kontrollen ab 2013 nicht mehr vorgesehen seien.

Für Unternehmen wird die Beitragsberechnung kompliziert

Nach Ansicht des Bitkom werden mit dem neuen Rundfunkbeitrag zudem Filialunternehmen und Branchen mit besonders vielen Teilzeitbeschäftigten bestraft. Hier richtet sich die Beitragshöhe nach der Anzahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Kraftfahrzeuge. "Je Betriebsstätte kann der Beitrag so zwischen 5,99 und 3.236,40 Euro liegen", so Kempf. "An dieser Stelle muss dringend nachgebessert werden."

Grundsätzlich begrüßt Kempf den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag: "Weil mit immer mehr Geräten wie Tablet-Computern, Smartphones oder auch Spielekonsolen über das Internet Fernsehprogramme empfangen werden können, war eine Abkehr von der gerätebezogenen Gebühr bei Privatpersonen überfällig", sagte er.

Mehrheit lehnt den neuen Rundfunkbeitrag ab

Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt den neuen Rundfunkbeitrag ab. 60 Prozent der Deutschen sind dagegen, ergab eine Umfrage des Nachrichtenmagazins Der Spiegel Anfang Dezember 2012. Nur 37 Prozent finden die Abgabe demnach richtig.

Mit dem Beitrag von monatlich 17,98 Euro soll die Nutzung von Fernsehen, Hörfunk, Telemedien, Computer und Autoradio der Haushaltsmitglieder abgedeckt sein. Wer bisher nur 5,76 Euro für die reine Nutzung eines Radios oder 5,52 Euro für einen internetfähigen PC zahlt, wird auf 17,98 Euro im Monat heraufgestuft.


lottermann 22. Jan 2013

Anlage zur GEZ Anmeldung als Protest und Vorsorge bei Rechtsänderung Folgende Anlage...

lottermann 22. Jan 2013

Lieber Mopsmelder, du bist von der GEZ oder den Öffentlich- Rechtlichen Sendern nehm ich...

ofenrohr 02. Jan 2013

Den unterzeichnet der Bundesrat. http://www.bundesrat.de/cln_320/nn_6898/DE/organe...

Bernd Schröder 02. Jan 2013

Die Zwangszahler von Rundfunkgebühren als "Verbraucher" oder auch "Kunden" zu bezeichnen...

Lokster2k 01. Jan 2013

...bin ganz deiner Meinung...ein Alternativprogramm durch die ÖR ist schützens- und...

Kommentieren



Anzeige

  1. Diplom-Informatiker / Diplom-Ingenieur (m/w)
    Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel
  2. Senior Manager CRM (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  3. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  4. Softwareentwickler (m/w) .NET/C#
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  2. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  3. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  4. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  5. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  6. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  7. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  8. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  9. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  10. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel