Geomerics Enlighten Schön ausgeleuchtete Zukunft

Viele aktuelle oder kommende AAA-Spiele nutzen die Enlighten-Middleware, um mittels indirekter Beleuchtung die Grafik sichtlich aufzuwerten. Die Software unterstützt neben der Frostbite auch die Unreal Engine 4.

Anzeige

Was haben Battlefield 4, The Bureau: Xcom Declassified, Primal Carnage Genesis, Eve Online, die Xbox One, die Nintento Wii U, Windows und Android gemeinsam? Sie alle nutzen oder unterstützen die Beleuchtungstechnik Enlighten von Geomerics. Die Briten mit Sitz in Cambridge dürften vielen Spielern kein Begriff sein, spätestens seit Battlefield 3 aber ist ihre Middleware in den Fokus technikinteressierter Spieler gerückt, sorgt sie doch für eine akkurate Ausleuchtung in DICEs Multiplayer-Shooter.

Mittlerweile sind die Spezialisten für virtuelles Licht eine Größe im Geschäft: Geomerics' Enlighten ist Teil des Integrated Partners Program der Unreal Engine 3 und 4, für eine entsprechende Unterstützung ist somit gesorgt. Seit 2011 ist die Beleuchtungstechnik integriert und lässt sich im Kismet-Editor in Echtzeit an- und abschalten, was den Entwicklern viel Zeit spart. Obendrein nutzen die meisten EA-Studios mittlerweile die Frostbite-Engine, in die Enlighten bereits seit Jahren eingepflegt ist; ein eigenes SDK sowie die Integration in Maya und Max machen es möglich. Neben den eingangs genannten Spielen stehen auf der Liste der von Enlighten beleuchteten Titel unter anderem Mirror's Edge (2013), Star Wars Battlefront, Command & Conquer Generals 2, Dragon Age Inquisition, Plants vs Zombies Garden Warfare, Quantum Conundrum, Army of Two und Need for Speed Rivals.

Enlighten basiert auf Lightmaps und dem Prinzip der Radiosität, also vereinfacht Lichtquellen mit absorbierenden, anteilig emittierenden, spiegelnden oder reflektierenden diffusen Oberflächen - abhängig von deren Beschaffenheit. Um auch leistungsschwächere Plattformen zu unterstützen, bietet Geomerics eine statische und somit vorberechnete sowie eine dynamische Variante an, beide lassen sich natürlich kombinieren und skalieren. Die Middleware ist zwar kein Speicherfresser, die Radiosity-Maps belegen aber dennoch einige Megabyte. Je nach Bedarf wird die dynamische Aktualisierungsrate der Beleuchtung innerhalb weniger Frames oder aber nur alle 20 bis 60 Bilder.

Tech-Demos mit der Unreal Engine 3 und 4

Im Gespräch mit Senior Developer Roland Kuck erläutert dieser, dass sich mit Entlighten die Physik austricksen lässt: Wenn der Programmierer möchte, kann er eine Lichtquelle rot erstrahlen lassen, die emittierende Oberfläche aber wird blau - gut für einen sehr künstlichen Look, wodurch der Entwickler viel Freiheit hat. In erster Linie transportiert die Middleware die Farbstimmung, die simple Lösung wäre ein atmosphärischer Term. In der gezeigten UE3-Demo öffnet Kuck beispielsweise die Tür einer Kammer in Richtung eines wunderschönen Tals, wodurch sich der Raum langsam erhellt und die Lichtstimmung der untergehenden Sonne annimmt. Dynamische Objekte, hier die Bruchteile einer einstürzenden Decke, werden mittels Light Probes eingebunden.

Die UE4-Demo erweist sich als ein römisch angehauchter Tempel samt Tag- und Nachtwechsel mit vielen Fackeln sowie roten Tüchern. Die generelle Qualität der Assets und Texturen ist sehr hoch, zusammen mit Enlighten erstrahlt der Content in fast schon fotorealistischer Grafik. Die Beleuchtung rückt bei aktuellen und kommenden Spielen immer mehr in den Fokus, der Aufwand für die Erstellung von Inhalten steigt drastisch an.

Lösungen wie die Middleware von Geomerics bedeuten bei der Entwicklung einzelner Spielabschnitte eine deutliche Zeitersparnis für den Level-Designer, der dann wiederum mehr Muße für andere grafische Aufwertungen hat. Auch Interaktionen mit der Umgebung lassen sich dank der dynamischen Beleuchtung viel eher umsetzen, wodurch Spiele nicht nur hübscher werden, sondern auch beim Gameplay und der Story an Qualität hinzu gewinnen können.


Raistlin 27. Aug 2013

Der Brigrade macher ist Dozent an der Uni in Breda (NL) ich hatte eine weile unterricht...

Elgareth 26. Aug 2013

Ich les das auch automatisch im Kopf als "Tiple-A"...stört nicht wirklich IMHO

Prypjat 23. Aug 2013

Ist aber in vielen Spielen so. In Oblivion haben sich die Baumwipfel auch oftmals viel zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Intelligence Expert (m/w) (BI-Management & -Reporting)
    DÖHLERGRUPPE, Darmstadt
  2. IT-Administrator (m/w)
    über KÖNIGSTEINER AGENTUR, Dresden
  3. Inhouse PHP Web-Entwickler (m/w)
    IPO PrämienServices GmbH, Weingarten bei Karlsruhe
  4. SOC Security Analyst (m/w) in IT Security Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IMHO - Heartbleed und die Folgen

    TLS entrümpeln

  2. Quartalsbericht

    Google kann Gewinn nur leicht steigern

  3. Maynard

    Wayland-Shell für das Raspberry Pi

  4. BGH-Urteil

    Typenbezeichnung gehört in eine Werbeanzeige

  5. Startup Uber

    Privater Taxidienst Uberpop verboten

  6. Project Atomic

    Red Hat erarbeitet Host-System für Docker-Container

  7. Getac T800

    Robustes 8-Zoll-Tablet mit Windows

  8. MS-Flugsimulator X

    Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnet

  9. Vorratsdatenspeicherung

    Totgesagte speichern länger

  10. Intel

    Broxton LTE erst 2016, Skylake-Produktion noch 2015



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

    •  / 
    Zum Artikel