Geheimnisverrat: Opera verklagt ehemaligen Opera-Entwickler
Trond Werner Hansen soll Geschäftsgeheimnisse an Mozilla verraten haben. (Bild: Mozilla)

Geheimnisverrat Opera verklagt ehemaligen Opera-Entwickler

Opera verklagt Trond Werner Hansen, den ehemaligen Entwicklungsleiter von Operas Desktopbrowser, auf rund 2,9 Millionen Euro wegen des Verrats von Geschäftsgeheimnissen an Mozilla. Hansen wehrt sich.

Anzeige

Trond Werner Hansen soll Geschäftsgeheimnisse von Opera an Mozilla verraten haben. Deshalb hat Opera Klage gegen Hansen eingereicht und fordert 20 Millionen Norwegische Kronen (rund 2,9 Millionen Euro) Schadensersatz von ihm. Hansen hat von 1999 bis 2006 für Opera gearbeitet und leitete damals die Entwicklung von Operas Desktopbrowser. Er war nach eigener Aussage für Konzepte wie Tabbed-Browsing, die integrierte Suche, Speed Dial und Mausgesten verantwortlich.

In den Jahren 2009 und 2010 war Hansen dann nochmals als Berater für Opera tätig. Später beriet er auch Mozilla. Dabei soll er Mozilla Geschäftsgeheimnisse von Opera verraten haben, wie unter anderem The Next Web berichtet.

In einem Video von Mozilla ist Hansen zu sehen, wie er einen für die Touch-Bedienung optimierten Browser Junior präsentiert. Darum geht es in der Klage aber nicht, sondern um neue Funktionen, die Mozilla-Entwickler Alex Limi in der gleichen Veranstaltung vorgestellt hat. Laut Hansen geht es vor allem um ein "Search Tabs" genanntes Konzept.

Hansen weist Vorwürfe zurück

Opera hat die Klage mittlerweile bestätigt, nennt aber keine Details. Und auch Hansen hat sich mittlerweile in seinem Blog geäußert und weist Operas Vorwürfe zurück.

Er habe nach seinem Abschied von Opera im Jahr 2006 erwogen, einen sehr schlichten Browser zu entwickeln. Dabei seien einige neue Konzepte entstanden. Der von ihm nur GB genannte Browser sei aber nie realisiert worden. 2008 habe er mit dem damaligen Opera-Chef Jon von Tetzchner über GB verhandelt, sie hätten sich aber nicht über die Vergütung einigen können. Hansen wollte nach eigener Aussage kein Gehalt, aber 1 Prozent der mit dem Browser erzielten Werbeeinnahmen.

Anfang 2009 kam es aber zu einem Beratervertrag, in dessen Rahmen Hansen auch versucht habe, Ideen aus GB bei Opera einzubringen. Ende 2010 habe Opera sich entschieden, den Vertrag mit ihm nicht zu verlängern, so Hansen. Die Entwicklung sei bis zu diesem Zeitpunkt kaum vorangeschritten. Er habe dann den amtierenden Opera-Chef Lars Boilsen darüber informiert, dass er plane, seine für GB entwickelten Ideen in ein Open-Source-Projekt wie Firefox einzubringen - sowohl mündlich als auch schriftlich per E-Mail. Boilsen habe signalisiert, dass er Hansens Pläne verstehe.

Zu den Details der Klage äußert sich auch Hansen nicht, gibt sich aber überzeugt, seine Sicht der Dinge belegen zu können.


Rulf 30. Apr 2013

nun...er hat seine ideen hergezeigt, diese sollten aber bei opera nie in aktuellen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemadministrator/-in Lokale Netzwerke und LAN-Design
    Dataport, Hamburg
  2. Softwareentwickler GUI, HMI (m/w)
    GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH, Kaufering (Raum München)
  3. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  4. IT-Consultant Softwareentwicklung (In-House) (m/w) Systemengineering
    Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Südafrikanische App-Enwicklerin

    "Man findet ein Problem und überlegt sich eine App"

  2. Offener Brief

    Spielentwickler gegen Hass

  3. U3415W

    Gebogener 34-Zoll-Monitor von Dell zum Spielen

  4. Promi-Hack JLaw

    Apple will Fotodiebstahl untersuchen

  5. Kaveri ohne Grafikeinheit

    Neue Athlon-Prozessoren für den Sockel FM2+

  6. Taxi-Konkurrent

    Landgericht verbietet Uber deutschlandweit

  7. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  8. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  9. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  10. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen
  2. Teilchenbeschleuniger China will Higgs-Fabrik bauen
  3. Wissenschaft Hören wie die Fliegen

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Alienware Alpha ausprobiert: Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
Alienware Alpha ausprobiert
Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
  1. Deutschland E-Sport ist mehr als eine Randerscheinung
  2. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  3. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3

    •  / 
    Zum Artikel