Abo
  • Services:
Anzeige
Der BND soll eine Operation an offiziellen Regierungsstellen vorbei geplant haben.
Der BND soll eine Operation an offiziellen Regierungsstellen vorbei geplant haben. (Bild: Christof Stache/AFP/Getty Images)

Geheimdienst-Affäre: BND plante Operation ohne Wissen des Kanzleramtes

Der BND soll eine Operation an offiziellen Regierungsstellen vorbei geplant haben.
Der BND soll eine Operation an offiziellen Regierungsstellen vorbei geplant haben. (Bild: Christof Stache/AFP/Getty Images)

Ohne Wissen des Kanzleramtes oder anderer Regierungsstellen plante der BND offenbar eine Geheimdienstoperation in Zusammenarbeit mit dem britischen GCHQ und der NSA. Dabei sollten weitere Rohdaten aus in Deutschland verlaufenden Leitungen gewonnen werden.

Anzeige

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach Recherchen des Spiegels am Kanzleramt vorbei eine weitere heikle Geheimdienstoperation geplant. Um an eine zentrale Datenleitung der Deutschen Telekom in Frankfurt/Main zu gelangen, soll der britische Geheimdienst GCHQ dem BND 2012 ein hoch entwickeltes Erfassungs- und Verarbeitungssystem angeboten haben.

Inländische Daten im Tausch gegen Auslandsdaten

Demnach sollte der BND dieses System nutzen, um durch Deutschland verlaufende Datenleitungen anzuzapfen und daraus Rohdaten zu übermitteln. Im Gegenzug wollte der britische Dienst GCHQ laut dem Bericht Daten aus seiner Auslandserfassung liefern. Als dritten Partner wollten die Deutschen demnach die NSA einbinden. Die Operation trug den Namen "Monkeyshoulder".

Trotz erheblicher interner rechtlicher und politischer Bedenken soll der BND das Projekt bis weit ins Jahr 2013 vorangetrieben haben. Intern sei vorgegeben worden, niemanden offiziell in Kenntnis zu setzen - weder das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik noch das Bundeskanzleramt als oberste Aufsichtsbehörde.

Operation kurz nach Bekanntwerden der NSA-Affäre gestoppt

BND-Mitarbeiter seien in mehreren Workshops geschult worden, das Erfassungssystem des GCHQ bedienen zu können. BND-Präsident Gerhard Schindler habe die Operation schließlich im August 2013 - wenige Wochen nach Beginn der NSA-Affäre - gestoppt. Der BND wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu dem Bericht äußern.

Mittlerweile regt sich zunehmend stärkere Kritik innerhalb der deutschen Politiklandschaft am Verhalten der Bundesregierung in der Affäre. So drängt unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil auf eine vollständige Offenlegung der Vorfälle. "Der gegenwärtige Zustand ist unerträglich, die Bundesregierung muss aufhören zu mauern", sagte der SPD-Politiker der Bild-Zeitung.


eye home zur Startseite
Nantan-Lupan 04. Mai 2015

Der von der Regierung bezahlte Spiegel hat recherchiert .... Das heißt also im Klartext...

smirg0l 04. Mai 2015

Aber mal ganz ehrlich, das funktioniert nur mit halbwegs gebildeten Bürgern, die sich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Darmstadt
  2. Unitool GmbH & Co. EDV-KG, Oyten
  3. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin
  4. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 226,41€

Folgen Sie uns
       


  1. PSX 2016

    Sony hat The Last of Us 2 angekündigt

  2. Raspberry Pi

    Schutz gegen Übernahme durch Hacker und Botnetze verbessert

  3. UHD-Blu-ray

    PowerDVD spielt 4K-Discs

  4. Raumfahrt

    Europa bleibt im All

  5. Nationale Sicherheit

    Obama verhindert Aixtron-Verkauf nach China

  6. Die Woche im Video

    Telekom fällt aus und HPE erfindet den Computer neu - fast

  7. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  8. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  9. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  10. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit
  2. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak
  3. Mitfahrgelegenheit.de 640.000 Ibans von Mitfahrzentrale-Nutzern kopiert

Digitalcharta: Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
Digitalcharta
Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
  1. EU-Kommission Mehrwertsteuer für digitale Medien soll sinken
  2. Vernetzte Geräte Verbraucherminister fordern Datenschutz im Haushalt
  3. Neue Richtlinie EU plant Netzsperren und Staatstrojaner

Garamantis: Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
Garamantis
Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
  1. Gentechnik Mediziner setzen einem Menschen Crispr-veränderte Zellen ein
  2. Zarm Zehn Sekunden schwerelos
  3. Mikroelektronik Wie eine Vakuumröhre - nur klein, stromsparend und schnell

  1. Re: Schande

    sfe (Golem.de) | 00:57

  2. Re: Inhaltlich falsch - leider

    teenriot* | 00:41

  3. Von Windvd gibt es auch eine neue Version mit 4K...

    Markus_T_witter | 00:34

  4. Re: Port umlenken

    Apfelbrot | 00:31

  5. Re: hä? gericht wieder einmal weltfremd?

    lear | 00:30


  1. 00:03

  2. 15:33

  3. 14:43

  4. 13:37

  5. 11:12

  6. 09:02

  7. 18:27

  8. 18:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel