Kampagne: "Mein Kopf gehört mir"
Kampagne: "Mein Kopf gehört mir" (Bild: Handelsblatt/Screenshot: Golem.de)

Gegen Piraten Kaum Künstler bei Kampagne "Mein Kopf gehört mir"

In seiner Antwort auf die Anti-Piratenpartei-Kampagne im Handelsblatt "Mein Kopf gehört mir" fordert Pirat Bruno Kramm ein Urheberrecht für die Urheber und die Allgemeinheit.

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Die Piratenpartei rechnet vor, dass sich unter den Prominenten, die sich an der Urheberrechtskampagne "Mein Kopf gehört mir" beteiligt haben, wenig Künstler befänden. Das Handelsblatt hatte 160 Stimmen gegen die Piraten veröffentlicht, darunter viele Manager aus Medienkonzernen und Politiker, aber auch Schriftsteller und Autoren wie Julia Friedrichs, Juli Zeh, Anselm Grün, Gaby Hauptmann und Helge Hesse, die Drehbuchautorin Katharina Kress und die Schauspielerin Maria Furtwängler.

Der Musiker und Musikproduzent Bruno Kramm betonte in einer Erwiderung für die Piratenpartei Deutschlands: "Unter den 160 veröffentlichten Stimmen finden sich nur wenige, die tatsächlich Urhebern gehören, wie zum Beispiel Autoren oder anderen Künstlern. Das ist bezeichnend für die Urheberrechtsdebatte: Nur vordergründig werden 'Interessen von Kreativen' vertreten. Medienkonzerne, die den Anschluss an die moderne Informationsgesellschaft verpasst haben, wollen um jeden Preis ihre Verwertungsrechte aus der physischen Welt unverändert auf die Netzwelt anwenden und die Urheber weiterhin in restriktive, umfassende und einseitige Vertragsabhängigkeiten zwingen."

Die von den Piraten angestrebten Reformen würden Verwerterrechte begrenzen, da nach der Überzeugung der Partei das Urheberrecht in erster Linie den Urhebern und der Allgemeinheit dienen solle.

Der Vizeparteichef Bernd Schlömer sagte, die Haltung der Piraten sei nicht "Wir wollen alles umsonst" und forderte das Handelsblatt zu einem konstruktiven Dialog auf.

In der am 10. April 2012 vorgelegten Forsa-Umfrage Stern-RTL-Wahltrend stieg die Zustimmung für die Piraten um 1 Punkt auf einen neuen Rekordwert von 13 Prozent. Die Grünen gaben 2 Punkte ab und fielen auf 11 Prozent zurück. Die FDP kann sich erholen und stieg um 2 Punkte auf 5 Prozent. Es ist ihr bester Wert seit Ende August 2011. Die Piratenpartei wäre nach Union und SPD damit die drittstärkste Kraft.

Nachtrag vom 10. April 2012, 17:07 Uhr

Schlömer kündigte im Interview mit der Ostsee-Zeitung für Mitte des Jahres einen runden Tisch mit Künstlern an. Es solle einen Dialog "unter gleichberechtigten Partnern" geben. Die Piraten wollten Musikern und anderen Kreativen zuhören und mit ihnen ihre Vorstellungen zum Urheberrecht diskutieren, meinte Schlömer.


Jakob B 17. Apr 2012

... sagte Robbespierre auf dem Weg zum Schafott. Die ganze Diskussion erinnert mich ein...

pholem 13. Apr 2012

Du gehst hier nicht so richtig auf deine ursprüngliche Kernthese ein: Jetzt sprichst du...

Jonny Dee 13. Apr 2012

Dieser Kommentar ist etwas Off-Topic, aber ich möchte aus aktuellem Anlass auf eine...

Trockenobst 12. Apr 2012

Da sagen aber die Künstler selbst die direkt verkaufen ganz was anderes: http://on3.de/e...

Trockenobst 12. Apr 2012

Es ist lustig, wie man anderen Leuten kompliziertest irgendeine Scheiße "vorgibt", nur...

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