Geforce-Probleme Nvidia warnt PC-Spieler vor Tomb Raider

Crystal Dynamics hat bei der Entwicklung der PC-Version von Tomb Raider vor allem mit AMD gearbeitet. Nvidia warnt allerdings vor grundlegenden Problemen mit Geforce-Grafikkarten, die nicht nur durch ein Treiberupdate zu beheben sein sollen.

Anzeige

"Es gibt Leistungs- und Stabilitätsprobleme mit Geforce-GPUs und Tomb Raider bei den höchsten Grafikeinstellungen", schreibt Andrew Burns von Nvidia in einem Forenbeitrag. Er rät davon ab, das Actionspiel auszuprobieren - wörtlich schreibt er "test", womit er möglicherweise eher das Erstellen von Benchmarks und weniger das tatsächliche Spielen meint.

Tatsächlich hat sich inzwischen herausgestellt, dass es vor allem im Zusammenhang mit Super-Sample-Anti-Aliasing (SSAA), teils auch mit Tessellation zu Schwierigkeiten kommen kann, wie etwa PC Games Hardware berichtet. Die Probleme treten auch mit dem aktuellen Treiber von Nvidia auf, der die Versionsnummer 314.14 hat. Beim Test von Golem.de gab es in der Stufe "Hoch" nur einmal den Fehler, dass keine Objekte mehr dargestellt wurden, was nach einem Neustart aber behoben war. Davon abgesehen lief das Programm über Stunden stabil - und zwar mit dem WHQL-Treiber 314.07. Dabei hatten wir, weil auf einem Notebook mit Geforce GT 540M gespielt wurde, das Anti-Aliasing abgeschaltet. Die von PCGH und einigen Lesern beschriebenen Probleme traten stets mit SSAA auf, FXAA unterstützt Tomb Raider ebenfalls, in einem kurzen Test auf dem gleichen Notebook ergaben sich damit keine Fehler.

Burns schreibt, dass Nvidia die fertige PC-Fassung erst am vergangenen Wochenende - also unmittelbar vor der Veröffentlichung am 5. März 2013 - erhalten habe. Diese Version sei im Hinblick auf Stabilität, Bildqualität und Geschwindigkeit deutlich schlechter gewesen als ein früherer Build. Nvidia arbeite eng mit Crystal Dynamics zusammen, um die Probleme zu lösen. Allerdings würden sich nicht alle Fehlerquellen durch neue Treiber beseitigen lassen, sondern auch die Spielentwickler müssten ihren Code anpassen.

Die PC-Version ist nicht direkt bei Crystal Dynamics in Kalifornien, sondern beim niederländischen Dienstleister Nixxes entstanden - im Grafikvergleich von Golem.de hat sie insgesamt einen überzeugenden Eindruck gemacht.

Möglicherweise ist Burns auch schlicht sauer, dass die Entwickler enger mit AMD statt mit Nvidia zusammengearbeitet haben und den beiden Firmen gemeinsam ein kleiner Coup gelungen ist: Die PC-Fassung enthält die von AMD stammende Tressfx-Technologie, die Lara Crofts Haare auf neue Art animiert. Das sieht zwar nicht immer gelungen aus, ist aber eine nette Grafikspielerei, die übrigens auf AMD-Karten ähnlich gut funktioniert wie auf Nvidia-Hardware und auf beiden nahezu gleich viel von der Bildwiederholrate abknapst - rund 30 Prozent.

PC Games Hardware gehört ebenso wie Golem.de zur Computec Media AG.


ramboni 11. Mär 2013

Ich bin kein "Gamer" aber als ich das hier verlinkte Video gesehen habe habe mich...

derKlaus 11. Mär 2013

Das entspricht der Wahrheit. ATI-Treiber waren zu Win 9x-Zeiten und Rage 128 Chips schon...

Prypjat 11. Mär 2013

Wer hat denn Angst vor neuen Treibern? Wenn alles läuft und es keine Probs gibt, wieso...

magic23 10. Mär 2013

Gestern hat sich bei mir über Steam ein Patch für Tomb Raider aufgespielt und seither hat...

Xstream 10. Mär 2013

dafür gibt es z.b. das google tv ui, das könnte man ohne weiteres auch auf einem android...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Systemadministrator/-in
    MEDIVERBUND AG, Stuttgart
  2. .NET Entwickler (m/w) Sales Systems
    TUI Deutschland GmbH, Hannover
  3. (Senior) Consultant Business Intelligence (m/w)
    Comma Soft AG, Bonn
  4. IT-Security Auditor (m/w) Payment Card Industry (PCI)
    TÜV SÜD Gruppe, Stuttgart, München, Hamburg oder Home-Office

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  2. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  3. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

  4. Spam

    AOL bekämpft Spam mit Verschärfung der DMARC-Einstellung

  5. Mac OS X

    Sicherheitsupdate und Beta-Versionen für alle

  6. Onlinemodus

    Civ 3 und 4 sowie Borderlands ziehen um

  7. Grafikkarte

    Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar

  8. Instant Messenger

    Whatsapp hat eine halbe Milliarde Nutzer

  9. Update für Real Racing 3

    EA verärgert einige Spieler mit Werbeeinblendungen

  10. Triple-Level-Cell

    15 Nanometer für Flash-Speicher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel