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Crysis kommt bald aus der Cloud.
Crysis kommt bald aus der Cloud. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Geforce Grid: Grafikkarten werden virtuell und streamen Spiele

Crysis kommt bald aus der Cloud.
Crysis kommt bald aus der Cloud. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Diablo 3 macht derzeit noch Probleme, bei Diablo 4 könnte das nach Nvidias Willen anders werden: Nutzer könnten es in der Minute, in der es freigeschaltet wird, mit Freunden spielen - ob per Tablet oder PC, wäre egal.

Nvidias Vision von virtualisierter Grafik, als Marke VGX nun geschützt, ist ein ziemlich umfassender Ansatz für das Streamen von 3D-Anwendungen. Das Unternehmen stellte VGX und dessen Anwendung namens Geforce Grid nun auf seiner Konferenz GTC im kalifornischen San José vor.

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Für Spiele bedeutet VGX das, was Unternehmen wie Onlive bereits anbieten: Alle Inhalte, auch die 3D-Grafik, werden in der Cloud berechnet. Der Spieler braucht nur ein technisch sehr einfaches Gerät, das den Stream wiedergibt und seine Eingaben entgegennimmt. Auch Google will das über einen Fernseher erreichen.

Der Fernseher ist auch eine Zielplattform von VGX, denn mehr als einen H264-Decoder muss das Endgerät nicht mitbringen. Aber auch Tablets sind möglich, ebenso jedes andere Gerät mit einem schnellen Videodecoder.

Bei Nvidias Lösung liegt die Besonderheit darin, dass die Anpassung von Spielen nicht sehr aufwendig ist. Jeder Titel, der unter einem virtualisierten Betriebssystem und mit einer Geforce-Grafikkarte läuft, soll sich für VGX eignen.

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  • Nvidia will die Latenzen stark reduzieren.
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  • Oben zwei VGX-Karten in einem Dell-Server
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Nvidia will die Latenzen stark reduzieren.

Dafür hat der Chipentwickler auch die Grafikkarte vollständig virtualisiert. Alle Funktionen des 3D-Beschleunigers stehen zur Verfügung, Nvidias Software klinkt sich dafür in Hypervisor von Citrix oder Vmware ein. Beide Unternehmen unterstützen VGX.

Das Ergebnis ist ein Spiele-PC, der als virtuelle Maschine in einem Rechenzentrum läuft. Hier kommt es auf möglichst hohe Dichte an, daher hat Nvidia eigene Karten entwickelt. Die VGX-Karten bestehen derzeit aus vier GPUs, jede hat Zugriff auf 4 GByte Speicher. Je nach den Hardwareanforderungen der Spiele können Dutzende bis Hunderte Spiele-PCs auf einer der Karten virtualisiert werden.

Statt eines herkömmlichen Framebuffers geben die virtuellen GPUs ihre Bilder direkt an einen eigenen H264-Encoder auf den Karten weiter. Dieser arbeitet besonders schnell, um die Latenzen zu verringern.

Denn diese Verzögerungen zwischen der Eingabe des Spielers und der Aktion auf dem Bildschirm sind beim Spiele-Streaming entscheidend, wie auch Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang in seiner Keynote-Ansprache klar herausstellte.

Zusammen mit Gaikai, das PC-Spiele schon zum Beispiel als Facebook-App anbietet, will Nvidia die Latenzen deutlich reduzieren. Huang zeigte dazu eine Aufschlüsselung der Zeiten, die beim Streaming anfallen. Das Geforce Grid - unter diesem Namen wird die Technik VGX als Service vermarktet - soll unter anderem für das Umsetzen der 3D-Bilder in den Stream nur 10 statt 30 Millisekunden benötigen.

Den Vergleich zog Huang mit "Cloud Gen 1", gemeint sein dürfte Onlive. Doppelt so schnell wie die erste Generation soll das Rendern in der Cloud sein, und nur noch 30 statt 75 Millisekunden soll der Weg durchs Internet brauchen. Dafür sind aber viele Rechenzentren nahe an den Standorten der Spieler nötig. Nicht reduzieren kann Nvidia die Latenz des Displays, sprich: HDMI mit seinem Kopierschutz HDCP verschlingt unverändert viel Zeit.

Insgesamt soll sich auch in der Praxis die Latenz bei etwas mehr als 150 Millisekunden bewegen. Für viele Spiele mag das ausreichen, bei sehr schnellen Titeln wie Egoshootern und Rennspielen aber wohl kaum.

Es geht Nvidia allerdings auch nicht allein darum, den Spiele-PC überflüssig zu machen. Vielmehr steht die Bequemlichkeit im Vordergrund. Und die endet nicht beim Wegfall von Download, Installation und Patchen eines Spiels, was bei Streamingdiensten alles der Anbieter übernimmt.

Vielmehr sieht Nvidia die Möglichkeit, jedes Spiel in gleichbleibender Qualität auf jedem Gerät zu spielen, als größten Vorteil. Zudem ist es reizvoll für Nutzer, ihre Freunde sofort in eine Multiplayer-Partie einzuladen. Sofern diese einen Account beim Streaminganbieter besitzen oder dieser Demoversionen anbietet, wäre das problemlos möglich.


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tingelchen 18. Mai 2012

Die ISP's in Deutschland sind vieles. Aber nicht überlastet. Bitte nicht mit den...

tingelchen 18. Mai 2012

Autsch... so schlecht sind nicht einmal die Youtube HD Videos ^^ Codec Fragmente...

tingelchen 18. Mai 2012

Doch... Solitär ;)

Lyve 17. Mai 2012

..Server im Keller mit einem snes Emulator drauf und dann an Thin Clients per Stream. Die...

nie (Golem.de) 17. Mai 2012

Klar, das ist eine Marketing-Folie - sie wurde ja auch auf der Keynote einer...



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