Gartner: Tablets und Smartphones bedrohen den PC-Markt
HPs Ultrabook Folio 13 soll die Nummer 1 sichern. (Bild: HP)

Gartner Tablets und Smartphones bedrohen den PC-Markt

Im vierten Quartal 2011 wurden 16 Prozent weniger PCs in Europa verkauft. Das ist das Ergebnis der neuen Studie des Marktforschungsinstituts Gartner. Verantwortlich dafür soll der Boom von Tablets, Smartphones und E-Book-Readern sein. Der deutsche PC-Markt hält sich besser.

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"Die Aufmerksamkeit der Konsumenten richtete sich auf andere Geräte", stellt die Analystin Meike Escherich von Gartner fest. Im Weihnachtsgeschäft 2011 wurden mehr Smartphones, Tablets und E-Book-Reader verkauft und weniger PCs. 58,5 Millionen Geräte wechselten im vierten Quartal den Besitzer, 16 Prozent weniger als Ende 2010.

Vor allem in den von der Euro-Krise besonders stark betroffenen Ländern ging der PC-Absatz stark zurück. In Italien, Griechenland, Spanien und Portugal wurden im Jahresvergleich laut Gartner manchmal über 30 Prozent weniger Rechner verkauft. Die Marktforscher schließen in ihrer Studie Tablets nicht mit ein, sondern nur herkömmliche PCs.

In der Folge mussten alle Unternehmen der Top-Five der größten europäischen PC-Hersteller Marktanteile abgeben. HP ist zwar immer noch die Nummer 1, verkaufte jedoch 15,7 Prozent weniger Rechner. Die Nummer 2, Acer, traf es mit 46,1 Prozent weniger PCs besonders hart. Gartner macht im öffentlichen Teil seiner Studie jedoch keine Angaben zum Umsatz, sondern nur zu den Stückzahlen.

Wachsen konnten nur Asus (plus 1,5 Prozent) und Lenovo (plus 13,9 Prozent). Gartner zufolge geht der Zugewinn bei Lenovo aber auf die Übernahme von Medion und auf starke Preissenkungen zurück. Bei Asus sollen die Zuwächse bei der Verlagerung des Angebots von Netbooks hin zu stärker gefragten Mainstream-PCs liegen. Damit ist das taiwanische Unternehmen nun der drittgrößte PC-Hersteller in Europa.

Desktop-PCs in Deutschland weiterhin gefragt

Der deutsche PC-Markt hat sich jedoch beruhigt: Zwei Quartale in Folge wurden mehr Rechner verkauft, im Vergleich zum vierten Quartal 2010 wurden aber Ende 2011 um 8,2 Prozent weniger Rechner verkauft. Mit Ausnahme von Dell, das um 12,5 Prozent zulegte, verloren alle Unternehmen nach Stückzahlen. Größter Anbieter ist Acer, gefolgt von Lenovo und HP, Asus kommt auf den vierten Platz und verlor in Deutschland 10,5 Prozent. Bemerkenswert ist am deutschen Markt auch, dass der Absatz von Desktop-PCs nur um sechs Prozent nachließ, wohingegen das Volumen der Mobilrechner um 9,2 Prozent zurückging.

Während Apple es in Europa und auch in Deutschland nach den Zahlen von Gartner nicht unter die fünf größten Anbieter schafft, ist das Unternehmen in Frankreich (Platz 5) und Großbritannien (Platz 4) stärker. Dort konnte das Unternehmen auch um jeweils 15,3 und 17,2 Prozent mehr Rechner absetzen.

Die Festplattenkrise hat sich Gartner zufolge zwar auf den europäischen PC-Markt ausgewirkt, aber insgesamt nur in geringem Umfang. Vor allem kleinere lokale Anbieter sollen davon betroffen gewesen sein. Das deckt sich mit den jüngsten Angaben von Seagate, die für solche Unternehmen regelmäßige Versteigerungen durchführen wollen - Großanbieter haben langfristige Verträge mit garantierten Liefermengen.


jack-jack-jack 07. Feb 2012

tatsächlich versuchen Händler noch 15 Zoll Schrott zu verkaufen die Ultrabooks sind ein...

Casandro 07. Feb 2012

Es gibt grob gesagt 3 Märkte, die vom Marketing als "PC-Markt" betrachtet werden. 1. Der...

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