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Vom Gartenschlauch zum Router: das neue Smart Garden System vom Gardena
Vom Gartenschlauch zum Router: das neue Smart Garden System vom Gardena (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

So teuer wie 300 Meter Gartenschlauch

So gibt es auf dem Gateway zwar einen QR-Code für die 37-stellige Gerätenummer, die man bei der Registrierung eingeben muss. Doch die App verfügt über keine Möglichkeit, den QR-Code zu lesen oder über eine Zwischenablage einzufügen. Bei unserem Smartphone (Huawei P7) wird das Eingabefeld von der Tastatur verdeckt, was bei der Eingabe einer solch langen Zahlen-Buchstaben-Kombination nicht gerade hilfreich ist. Ist diese Hürde genommen, lassen sich Sensor und Ventil integrieren.

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In der Bedienungsleitung für die Hardware ist der Link zu einer Anleitung für die App angegeben. Doch diese gibt es gar nicht. So intuitiv wie von Gardena vorgesehen, lässt sich das Programm nicht bedienen. Will man beispielsweise das Ventil einbinden, muss man die Batterie neu einsetzen. Dann lässt es sich zum Konto hinzufügen. Wird das Gerät gefunden, muss man nochmal auf die angezeigte Seriennummer klicken, damit es wirklich angeschlossen ist. Ist das geschafft, lässt sich über die App tatsächlich das Ventil ein- und ausschalten. Plug and Spray für den Gärtner in 15 Minuten. Mit dem Raspberry Pi dauert das locker einige Tage, vom Entwickeln des Konzepts ganz abgesehen.

Standardfunktionen für Smart-Home-Produkte

Wie hat Gardena das gemacht? Neugierig haben wir den ersten Router des Axt- und Gartenschlauchherstellers aufgeschraubt. Im Gehäuse steckt eine Platine mit Standardkomponenten für ein Smart-Home-System: zunächst ein Atmel-Micro-Controller AT91SAM9G25 mit 400 MHz sowie ein Samsung-Flash-Speicher mit 2 GByte und ein SD-RAM mit 1 GByte. Weiterhin finden sich der Controller-Chip SiM3U167 und der Funkchip Si 4467 für die Kommunikation mit den angeschlossenen Geräten. Die WLAN-Verbindung übernimmt der Realtek-Chip RTL8188CUS-GR. Neben dem Ethernet-Port gibt es auf der Platine auch Bohrungen und Anschlüsse für eine USB-Buchse. Im Gehäuse ist dafür sogar schon eine Aussparung vorgesehen. Doch der Anschluss wird nicht genutzt.

Laut Bedienungsanleitung funkt der Router mit 25 Milliwatt im Frequenzbereich zwischen 863 und 870 MHz. Die Reichweite der SRD-Technik (Short Range Devices) liegt demnach bei 100 Metern, wobei zu deren Vergrößerung externe Antennen angeschlossen werden können. Diese sind aber nicht im Lieferumfang enthalten. Details zur verwendeten Software gibt es nur auf Anfrage. Laut Gardena läuft der Router mit Yocto-Linux, das speziell für eingebettete Systeme gedacht ist. Der Kernel 3.19.0-r4 und die weitere GPL-Software seien dabei unverändert übernommen und durch eigene Anwendungen ergänzt worden, die nicht Open Source seien. Für die Kommunikation mit Ventil und Sensor verwendet Gardena das Protokoll Lemonbeat von RWE Smarthome. Eine Information, die für Nutzer noch wichtig werden könnte.

Systembedingter hoher Preis

Zu den von Anfang an wichtigen Informationen gehören die Kosten für das System. Bei einem Materialwert von vielleicht 30 Euro für das Gateway und die eher schlicht wirkenden Ventile und Sensoren hat uns der Verkaufspreis von 500 Euro überrascht: Das ist eine ganze Stange Geld für den Kleingärtner und entspricht einem Gegenwert von gut zwei Jahren Pacht, etwa 330 Metern Gardena-Gartenschlauch oder einer Viertelmillion Liter Leitungswasser zum Gießen. Doch der Preis erklärt sich auch mit den besonderen Anforderungen des Internets der Dinge.

Denn Gardena hat ein Konzept gewählt, das auf der permanenten Verbindung des Gateways mit dem Internet und den firmeneigenen Servern basiert. Es besteht keine Möglichkeit, über die Ethernet- und WLAN-Schnittstelle das Ventil anzusteuern oder den Sensor auszulesen. Da der Router nicht über eine öffentliche IP-Adresse verfügt, muss er permanent einen Tunnel zum Server herstellen, um überhaupt erreichbar zu sein. In der Cloud sind zudem die Nutzerdaten gespeichert, auf die von der App aus zugegriffen werden kann.

Kein Zugriff auf Geräte bei Netzstörung

Gardena muss also für die gesamte Lebensdauer des Produktes diese Infrastruktur bereitstellen. RWE Smarthome ermöglicht beispielsweise einen Zugriff auf den Router per WLAN. Zwar gibt es bei RWE auch einen Zugang von unterwegs, doch der kostet nach den ersten zwei Jahren eine Gebühr von gut 15 Euro im Jahr. Der Verzicht auf eine solche Zusatzgebühr bei Gardena schlägt sich offenbar im Kaufpreis nieder.

Für den Nutzer bedeutet dies außerdem: Bei einer Netzstörung oder im Fall, dass Gardena die Server einmal abschalten sollte, werden die Geräte unbrauchbar. Dass Letzteres durchaus passieren kann, zeigt das Beispiel Revolv. Der von Google übernommene Dienst hat angekündigt, die Server für einen Hub zur Funkansteuerung diverser Heimgeräte abzuschalten. Zum großen Ärger der Nutzer.

 Gardena Smart Garden im Test: Plug and Spray mit HindernissenSchlaues Ventil mit Eigenleben 

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Paule 26. Mai 2016

Wenn man so etwas nicht zwingend Online bzw. zentral per Cloud steuern muss, dann kann so...

Snoozel 24. Mai 2016

Lustig ist auch dass Gardene scheinbar Plastik benutzt das nicht UV-Stabil ist. Ein...

Snoozel 24. Mai 2016

Na dann, Loxone Air, paar Air Steckdosen dazu, Magnetventile, und nen 50er für einen...

Snoozel 24. Mai 2016

Dann lieber gleich was anständiges, z.B. Loxone Air, und ein paar Magnetventile. Kann...

mac4ever 19. Mai 2016

Autor: mac4ever 12.05.16 - 10:23 ...denn hier läuft so ein System längst: fest...



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