Abo
  • Services:
Anzeige
Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015
Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Games Academy: GA Hochschule für Gamedesigner muss schließen

Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015
Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Anfang 2014 hat die Games Academy ihre eigene Hochschule eröffnet - nun muss diese schon wieder schließen, obwohl einige Studios über einen Fachkräftemangel klagen. Golem.de hat mit dem Gründer und dem Rektor über die Ursachen gesprochen.

Anzeige

Die im Jahr 2000 eröffnete Games Academy aus Berlin gilt als die wohl bekannteste Ausbildungsstätte für Spielentwickler. Anfang 2014 hat sie ihre eigene Hochschule bekommen: die GA Hochschule. Nach rund eineinhalb Jahren ist nun wieder Schluss, zum nächsten Semesterende muss die Hochschule den Betrieb einstellen - trotz großer Pläne und trotz eines durch den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) festgestellten Fachkräftemangels in Teilen der Branche. Golem.de hat mit Thomas Dlugaiczyk, dem Gründer der Games Academy und der GA Hochschule, sowie Noch-Rektor Sylvius Lack über die Ursachen gesprochen.

Golem.de: Der Branchenverband BIU beklagt, dass Fachkräfte in der Spielebranche fehlten. Wie kann es da sein, dass die GA Hochschule nicht genug Studenten findet und geschlossen wird?

Thomas Dlugaiczyk: Der BIU führt eine Datenbank, laut der es 156 Studiengänge in Deutschland gibt. Vermutlich sind es sogar eher rund 170 Studiengänge. Wir als Betreiber der Games Academy machen natürlich auch Anbieteranalysen und wissen, dass es über 70 Anbieter gibt. So sind wir der Auffassung, dass es inzwischen eine Marktsättigung im Bereich gamesaffiner Ausbildung gibt. Die Spielebranche beschäftigt wohl um die 13.000 Menschen in Deutschland, je nach Definition. Wenn es 70 Lehr- und Studienstätten gibt und jede nur 50 Studenten ausbildet, haben wir schon 3.500 neue Fachkräfte im Jahr.

Ein Hamburger Jobportal hat aber in einem Jahr nur 1.172 Jobangebote gezählt. Das beutet, dass wir eine deutliche Überdeckung haben. Natürlich verlassen jedes Jahr auch Menschen die Industrie, und der eine oder andere Studierende findet den Weg in andere Branchen. Aber eigentlich sind das alles junge Leute, die unbedingt Gamedesign machen wollen, die gehen nur in andere Branchen, wenn sie bei Gamesfirmen keinen Job finden.

Die wahrscheinlichste Interpretation ist, dass die Industrie kein Mengenproblem hat, sondern ein Qualitätsproblem. Wir brauchen nicht mehr, sondern bessere Ausbildung.

Golem.de: Aber gerade die GA Hochschule hatte sich doch - mehr noch als die Games Academy - auf Studiengänge mit sehr hoher Qualifikation spezialisiert. Warum hat das nicht funktioniert?

Dlugaiczyk: Wir hatten mit dem dritten Studienstart keine ausreichende Anzahl an Studierenden gefunden. Damit war die Weiterführung der Hochschule ökonomisch leider nicht mehr möglich. Warum wir die Zahlen nicht erreicht haben, analysieren wir gerade noch. Wahrscheinlich hätten wir eine deutlich längere Anlaufphase benötigt. Und wir haben nicht erwartet, dass das allgemeine Angebot so stark steigt, wie das nun tatsächlich der Fall ist.

Sylvius Lack: Diejenigen, die den Weg an unsere Hochschule gefunden haben, haben sich bewusst für unser Angebot interessiert, bei dem - ähnlich wie an der Games Academy - von Anfang an grundständige Studiengänge in unterschiedlichen Fachgebieten angeboten werden, also etwa Digital Art oder Gamedesign. Das andere Modell ist, dass nur ein einziger Studiengang im Bereich Games mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten wird.

Unsere Studierenden wollten gerade die Spezialisierung von Anfang an. Das bedeutet eine viel höhere Qualifikation, aber für uns als Hochschule eben auch ein höheres ökonomisches Risiko, weil die Auslastung der Studiengänge sehr unterschiedlich sein kann und der Anteil fachspezifischer Lehrveranstaltungen größer ist.

Anschluss zu anderen Studiengängen gesichert 

eye home zur Startseite
Richterbern 17. Sep 2015

@DerVorhangzu ich kann dir in vielen Punkten nur zustimmen, was...

Maturion 09. Aug 2015

Ein Games-Studiengang an einer Hochschule für Games ist etwas sehr spezielles, was die...

humpfor 07. Aug 2015

In AT hat man den Numerus Clausus nicht, deswegen werden unsere Unis mit euren...

ubuntu_user 07. Aug 2015

solange es keine größeren Unternehmen gibt sehe ich da auch keinen bedarf. größeres...

ubuntu_user 07. Aug 2015

och da gibt es genug. germanistik, theologie, gender-studies,



Anzeige

Stellenmarkt
  1. B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG, Frankfurt
  2. VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe
  3. Digital Performance GmbH, Berlin
  4. Landeshauptstadt München, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. und 15€ Cashback erhalten
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. (u. a. Assassins Creed IV Black Flag 9,99€, F1 2016 für 29,99€, XCOM 4,99€, XCOM 2 23,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  2. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  3. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  4. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  5. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  6. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  7. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  8. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

  9. Rule 41

    Das FBI darf jetzt weltweit hacken

  10. Breath of the Wild

    Spekulationen über spielbare Zelda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus 3T im Test: Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
Oneplus 3T im Test
Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
  1. Smartphone Oneplus 3T mit 128 GByte wird nicht zu Weihnachten geliefert
  2. Android-Smartphone Oneplus Three wird nach fünf Monaten eingestellt
  3. Oneplus 3T Oneplus bringt Three mit besserem Akku und SoC

Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert: Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert
Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
  1. Transport Hyperloop One plant Trasse in Dubai

Astrohaus Freewrite im Test: Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
Astrohaus Freewrite im Test
Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
  1. Cisco Global Cloud Index Bald sind 90 Prozent der Workloads in Cloud-Rechenzentren
  2. Cloud Computing Hyperkonvergenz packt das ganze Rechenzentrum in eine Kiste
  3. Cloud Computing Was ist eigentlich Software Defined Storage?

  1. Re: Günstig? Dafür bekommt man ein S7...

    Cerb | 01:14

  2. Re: Kritik unberechtigt?

    Impergator | 01:11

  3. Re: 200.000 Pfund für Essen?

    Seismoid | 01:08

  4. Re: Wenn Obama seinen Behörden das Hacken von...

    DerSkeptiker | 01:05

  5. Re: dauert noch

    ArcherV | 01:02


  1. 18:27

  2. 18:01

  3. 17:46

  4. 17:19

  5. 16:37

  6. 16:03

  7. 15:34

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel