Funktechnik on Die: Wie das WLAN in den Atom kam
Ein vollständig digitales Funkmodul (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Funktechnik on Die Wie das WLAN in den Atom kam

IDF

Den Schlusspunkt des IDF hat wie üblich die Forschungskeynote von Intels CTO Justin Rattner gesetzt. Darin löste er ein Versprechen ein, das sein Vorgänger vor zehn Jahren gab: Jeder Chip lässt sich bald mit einem Funkmodul ausstatten.

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Intels Forschungschef Justin Rattner widmete sich in seinem Vortrag in San Francisco nur einem Thema: der Weiterentwicklung von drahtloser Kommunikation. Dazu hatte der frühere Intel-CTO, Pat Gelsinger, 2002 eine kühne Vision entworfen: "Radio Free Intel". Gelsinger hatte gefordert, dass in jedem Chipsatz, jedem Prozessor und jedem anderen Baustein von Intel Funktechnik stecken sollte. Dadurch sollten sich Geräte selbstständig vernetzen können, was heute als das "Internet der Dinge" bekannt ist.

Vor allem das Wort "free", was hier "gratis" bedeutet - weil die Integration von Funktechnik für alle Intel-Chips unabhängig vom Preis verpflichtend werden sollte, - sorgte im Unternehmen für Unmut, wie Justin Rattner nun erklärte. Zudem hatte Pat Gelsinger nicht vorgeschlagen, wie die Entwicklung vorgenommen werden sollte, sondern nur das Ziel vorgegeben.

  • Vor zehn Jahren wurde die Idee geboren.
  • Analoge und digitale Elektronik sind schwer zu vereinen.
  • Kommunikation ist Mathematik.
  • So arbeiten bisherige nur wenig digitale Funkbausteine...
  • ... und so eine vollständig digitale  Lösung.
  • Die Bestandteile eines Funkmoduls
  • Darum ist es fast gratis: kaum Platz- und Energiebedarf (Folien: Intel, Fotos: Nico Ernst)
  • Das erste Funkmodul, das Moores Law gehorcht
  • Der einzelne Transceiver auf einer Testplattform
  • Das Konzept der Demo
  • Rechts und links die Richtantennen
  • Rattner brauchte zwei Hände, um das Signal zu unterbrechen.
  • Wafer mit Rosepoint-Chips
  • Die Bestandteile von Rosepoint
  • Die Testplattform für den einzelnen Transceiver
  • Die Empfangsstation
  • Richtantenne für stark genutzte Frequenzbänder
Darum ist es fast gratis: kaum Platz- und Energiebedarf (Folien: Intel, Fotos: Nico Ernst)

Um eine vollständige Integration von Funk in einen Prozessor zu erreichen, müssen sich die Chipdesigner dem Mixed-Signal-Processing stellen, also analoge und digitale Technik kombinieren. Das ist durch eine Vielzahl von elektrischen Effekten wie dem Übersprechen der mit hoher Spannung betriebenen Leistungsverstärker auf andere Teile des Chips recht schwierig. Vorgesehen war zudem auch, die Integration so zu schaffen, dass sich die Bausteine mit Intels Wechsel zu kleineren Strukturbreiten alle zwei Jahre vertragen.

Der Ansatzpunkt ergab sich durch die Erkenntnis, dass sich alle Aufgaben von digitalen Kommunikationsverfahren durch Algorithmen abbilden lassen, für die sich spezielle Hardware bauen lässt. Während man bei CPU-Kernen diese "fixed function units" eher vermeidet, sind sie für Funkmodule notwendig. Die Umsetzung dieser an sich einfachen Idee war laut Rattner aber alles andere als trivial.

Rosepoint mit Atom-Kernen und einzelner Transceiver 

Bady89 17. Sep 2012

Toll , es wünscht sich doch jeder das der Nachbar plötzlich ohne eigenes zutuen wei...

wire-less 16. Sep 2012

802.11ad im 60GHz Band ist da die Lösung. Wenn ich das direkt auf der CPU habe bekomme...

Casandro 16. Sep 2012

Es darf nicht sein, dass im Service Mode oder in der Firmware des Chipsatzes noch unfreie...

doctorseus 15. Sep 2012

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Verträglichkeit http://25.media.tumblr...

x5444 14. Sep 2012

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich das ganze lohnt. Vielleicht irgendwann...

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