Fukushima Street View zeigt japanische Geisterstadt

Google hat die Straßen der japanischen Kleinstadt Namie fotografiert und die Bilder in dem Angebot Street View veröffentlicht. Namie liegt nahe Fukushima und wurde nach dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe 2011 geräumt.

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Zwei Jahre nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist eine etwa 20 Kilometer große Sicherheitszone um die Anlage immer noch Sperrgebiet. Die Kleinstadt Namie etwa, die in der Zone liegt, darf von ihren 21.000 Bewohnern nicht betreten werden. Nutzer können die Geisterstadt jedoch trotzdem erkunden: virtuell.

  • Das Stadtzentrum Namies liegt ein Stück landeinwärts... (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • .. und wurde deshalb weniger stark vom Tsunami zerstört. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Aber auch dort gibt es eingestürtzte Häuser. (Bild: Google/ Screenshot: Golem.de)
  • Von den Ortsteilen direkt am Meer hat die Flutwelle wenig übrig gelassen. (Bild: Google/ Screenshot: Golem.de)
  • Boote wurden zum Teil kilometerweit ins Land gespült. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
Das Stadtzentrum Namies liegt ein Stück landeinwärts... (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Googles Fotofahrzeuge sind durch Namie gefahren und haben die Straßen fotografiert. Über Google Street View ist die Stadt nun zu besichtigen.

Initiative des Bürgermeisters

Die Initiative zu dem Projekt kam von Tamotsu Baba, dem Bürgermeister der Stadt. "Viele der vertriebenen Bewohner wollten den gegenwärtigen Status ihrer Stadt sehen, und es gibt sicher auch viele Leute auf der ganzen Welt, die besser verstehen wollen, wie sich der Atomunfall auf die umliegenden Gemeinden ausgewirkt hat", schreibt Baba in einem Gastbeitrag in Googles Lat-Long-Blog. Er habe deshalb Google eingeladen, die Stadt zu fotografieren.

Anfang des Monats waren die Fotofahrzeuge in der Stadt unterwegs. Die Bilder zeigen eine Geisterstadt: vollkommen menschenleer, einige eingestürzte Häuser und herumliegende Trümmer. Das Stadtzentrum, das ein Stück landeinwärts liegt, ist von dem Tsunami weniger getroffen worden. Die Ortsteile direkt an der Küste hingegen sind komplett zerstört. Fischerboote liegen zum Teil kilometerweit vom Ufer entfernt an Land. Seit der Evakuierung hätten sie nur wenig in der Stadt machen können, sagt Baba.

Erdbeben und Tsunami

Am 11. März 2011 kam es am frühen Nachmittag (Ortszeit) zu einem Erdbeben etwa 130 Kilometer vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu. Auf das Beben folgte ein Tsunami, der schwere Schäden anrichtete, auch an dem Atomkraftwerk Fukushima. Wegen des Ausfalls der Kühlsysteme kam es zu mehreren Explosionen in den Reaktoren. Große Mengen radioaktiven Materials wurden freigesetzt.

Um das zerstörte Kraftwerk wurde eine 12-Meilen-Sperrzone gezogen, aus der rund 160.000 Menschen evakuiert wurden, darunter auch Bewohner von Namie. Sie leben immer noch in Behelfsunterkünften. Bis sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können, werden wohl noch Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen - "aber wir werden die Rückkehr niemals aufgeben", schreibt Baba.


Kasabian 03. Apr 2013

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiepolitik/versuchskraftwerk...

Kasabian 03. Apr 2013

Dass was der Mittermeier dort vorträgt ist nämlich wirklich paassiert. Japanische...

zonk 02. Apr 2013

hat jemand das boot schon gefunden?

Hotohori 02. Apr 2013

Wenn denn nicht schon längst geplündert wurde. Außerdem konnten die Bewohner Dinge aus...

Hotohori 02. Apr 2013

Das und aber vor allem die Tatsache, dass Pflanzen einen Teil der Strahlung selbst...

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Pixelfeuer - das Alltags Fotoblog / 28. Mär 2013

Erschreckend sehenswert – Street View bei Fukushima



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